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Donnerstag, 10. Juli 2003

The paradoxon of courage is that a man must be a little careless of his life in order to keep it

G.K. Chesterton

Meine Rede, mein Herr. Dem kann ich zustimmen.

yes indeed. so different. und dazu DAS weblog wo+man. ab heute pflicht.

Mit Fortdauer einer Beziehung wird der Partner mehr und mehr zu einer Projektionsflaeche. Zu Beginn nimmt man den Partner sehr stark als Individuum wahr. Dashalb verliebt man sich in diesen Menschen. Die Beduerfnisse sind vergleichsweise gering. Alles was man bekommt ist unheimlich gross, wertvoll, erfuellend.
Das veraendert sich und man wird anspruchsvoller. Man verliert auch Schritt fuer Schritt diese natuerliche Art ganz bei sich zu sein um offen und unvoreingenommen Kontakt zum anderen aufzunehmen. Man nimmt bald nicht mehr Kontakt zum anderen auf sondern nur mehr zu seiner eigenen Projektionsflaeche. Von seiner Projektionsflaeche erwartet man sich wie sie ist, sich verhaelt, was sie denkt, tut, nicht tut, welche Werte sie hat, etc. Eigene Konflikte werden am Spielfeld dieser Projektionsflaeche ausgetragen.
Die Beziehung bleibt dabei auf der Strecke. Wenn man ganz nahe ist funktioniert ja alles. An gemeinsamen, einsamen Wochenenden. Aber in den Uebergangsmomenten wie Abschiede oder Zusammenkuenfte, da liegen die Hunde begraben. Nur wenn ich in diesen Momenten offen und unbelastet auf den anderen zugehe funktionierts. Wenn ich gepraegt von Erfahrungen und Aengsten nur mehr ein Bild des anderen wahrnehme, dann gehts schief.
Alles schon zig Mal erlebt. Passiert immer wieder. Missverstaendnisse sind Teil des taeglichen Lebens und trotzdem sie mich immer irre nerven zeige ich manchmal wenig Interesse diese aufzuloesen. Dann steht man sich wohl selbst im Weg.