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Mittwoch, 10. März 2004
Ich bin gespannt was das werden soll? Neuro? Tom?

Ein ehemaliger Kunde (erfolgreicher Unternehmer) und mittlerweile Freund sitzt derzeit in Afrika und ist Entwicklungshelfer in Mosambique. Mutig ist er und bewundernswert - und faszinierend ist was er so schreibt (leider per Mail, leider laesst er sich von einem Weblog nicht ueberzeugen). Und weil man das nicht vorenthalten kann, hier ein paar Auszuege:

also wir (jaja, schon voll identifiziert!) bei magariro (das is die organisation für die ich hier tätig bin) machen ausschliesslich projekte im campo, wie sie das hier nennen – also am land. meistens sind des weit von der zivilisation abgeschnittene dörfer irgendwo im tiefsten busch, wo infrastruktur nicht nur ein fremdwort im engeren sinne is. das leben spielt sich dort noch in den oft als idyllisch betrachteten strohhütten ab, der nächste wasseranschluss ist 20km weit weg, die schule ebenso. versorgen tun sich die leut mit dem was hinterm haus wächst (der fachman oder eben die fachfrau nennt des subsistenzwirtschaft) oder die fao oder wfp (world food programm) hin und wieder in grossen weissen säcken vorbeibringt - des is dann meistens mais, bohnen, soja oder reis. [...]
ähnlich is des in anderen bereichen, wie der hiv/aids aufklärung, wo man einfach ein bewusstsein auf allen ebenen schaffen will. meist fängt des bei kindern an, die zwar mit den an sie verteilten kondomen einen fussball basteln (mit dem man richtig kicken kann ob der sprungqualitäten – ich war begeistert) aber trotzdem keiner weiss, wo das “lustige gummiding” eigentlich hingehört. aber wenn man bedenkt, dass in manchen provinzen jedes zweite/dritte kind aufgrund von aids ohne eltern ist und das kurz in die zukunft denkt, dann is das eine katastrophe, weil trotzt des zusammengehörigkeitsgefühls in diesen dörfern schafft es der rest einfach nicht mehr, diese kinder zu ernähren und zu erziehen.


Einfach unglaublich fuer mich, weil er sein Leben so radikal umgekrempelt hat. Ich bewundere das!

Geht alles so schnell, dass man am Ende grinst. Und man merkt wieder mal wie verdammt klein diese Welt ist (und Wien ist noch viel kleiner!).

Ich muss es sagen, ich muss es festhalten.

Ich verstehe den juengsten Schritt von Brandeins (A propos: schon mal was von URL Design gehoert?!). Inhalte auch Online zu verkaufen (im bundling mit Abonnement). Nur irgendwie ist es schade. Ich habe so gerne verlinkt auf die tollen Inhalte vom Brandeins, und nicht nur ich, sondern viele Blogger die ich kenne. Dieser Multiplikator geht nun irgendwie verloren.

Ich bemerke ausserdem, dass alle Online Medien, die nur Magnet Expert Content publizieren, und diesen dann zu "paid content" machen, aus meiner Liste verschwinden. Ich streich die einfach. Anscheinend gibt es wirklich noch kein gutes schluessiges Modell fuer paid content.