Mittwoch, 21. April 2004
warum tut sich hier nix mehr? niemand mehr schmutzig oder was?
Ging mir heute folgendes durch den Kopf.
Es ist wirklich nicht einfach zur Zeit. Wir sind alle nur mehr Konsumenten. Ziehen uns alles rein, permanent, ob beruflich oder privat. Solange das Konsumerlebnis passt, so lange konsumieren wir. Wenns nicht mehr passt, dann wechseln wir das Produkt. Und heute ist alles oder jeder ein Produkt.
Aber das ist nich umsonst so. Entstanden ist das ganze aus der gesellschaftlichen Entwicklung die Ihren Ursprung im wirtschaftlichen System findet. Und heute sind wir soweit, dass im westlichen, wirtschaftlichen System auch jeder Mensch ein sehr einfach austauschbarer Produktionsfaktor ist. Vordergruendig zumindest. Um das moeglich zu machen, gibts so heilsbringende Dinge wie "Knowledge Management" um zumindest glauben zu koennen, dass die Auswechslung ja kein Problem ist, das Wissen bleibt ja da... Aber nicht jammern! Es geht schliesslich um die Flexibilitaet. Das verlangt die Zeit.
Was dazu fuehrt, dass die Menschen in Ihrem Leben, das zu einem Grossteil aus Arbeit besteht mehr und mehr entwurzelt werden. Nichts ist von Bestand, Sicherheit ist Gestern - morgen ist Flexibilitaet. Diese Entwurzelung im Rahmen der Arbeitsprozesse fuehrt aber auch zu einer generellen Entwurzelung. Heute fuehlt sich niemand mehr irgendwo zugehoerig, verwurzelt, verbunden. Nur eben so lange wie es eben angenehm ist zu konsumieren.
Und diese Entwicklung geht auch auf den privaten Bereich ueber. Es wird auch privat nur konsumiert, Produkte eben. Und genauso wie jedes Jahr die Fruehjahrsmode aus Mailand kommt, kommen auch hier immer wieder neue Produkte die konsumiert werden wollen - nur sind es hier eben Menschen.
Irgendwie verlier ich auch immer den Faden - was ich sagen wollte, ist, dass auch die Haltung gegenueber dem Begriff/Zustand der Krise fatal ist. Kommt auch aus der Wirtschaft. Krise ist gleich Katastrophe und Krise ist schnell mal was. Schon ein Nullwachstum ist Krise, schon minus 0,5% des BIP ist Krise, schon sind wir alle unter der Armutsgrenze. Krisen sind der ultimative SuperGAU und damit beschaeftigen wir uns nicht mehr, sondern es wird gewechselt und dann wird wieder konsumiert. Es wird der Fussballtrainer, oder der Manager, oder die Mitarbeiter, oder der Mittelfeldspieler, oder der Partner, oder die Zahpastamarke, oder der Consultant, oder der Supermarkt, oder die Fruehstuecksflockenmarke gewechselt..... Irgendwas wird schon helfen und ausserdem haben wir dann nicht mehr den Eindruck eine Krise zu durchleben, denn das Konsumerlebnis steht im Vordergrund und ueberdeckt brav.
Lang geht das nicht mehr gut. So oder so. Wann kommt die Erkenntnis, wie wertvoll Krisen sind? Wie notwendig Krisen sind. Und wie sehr sich alle Krisen wiederholen werden mit denen man sich nicht beschaeftigt sondern sich nur umdreht und weiterkonsumiert....
btw. ich bin auch nur Konsument
Es ist wirklich nicht einfach zur Zeit. Wir sind alle nur mehr Konsumenten. Ziehen uns alles rein, permanent, ob beruflich oder privat. Solange das Konsumerlebnis passt, so lange konsumieren wir. Wenns nicht mehr passt, dann wechseln wir das Produkt. Und heute ist alles oder jeder ein Produkt.
Aber das ist nich umsonst so. Entstanden ist das ganze aus der gesellschaftlichen Entwicklung die Ihren Ursprung im wirtschaftlichen System findet. Und heute sind wir soweit, dass im westlichen, wirtschaftlichen System auch jeder Mensch ein sehr einfach austauschbarer Produktionsfaktor ist. Vordergruendig zumindest. Um das moeglich zu machen, gibts so heilsbringende Dinge wie "Knowledge Management" um zumindest glauben zu koennen, dass die Auswechslung ja kein Problem ist, das Wissen bleibt ja da... Aber nicht jammern! Es geht schliesslich um die Flexibilitaet. Das verlangt die Zeit.
Was dazu fuehrt, dass die Menschen in Ihrem Leben, das zu einem Grossteil aus Arbeit besteht mehr und mehr entwurzelt werden. Nichts ist von Bestand, Sicherheit ist Gestern - morgen ist Flexibilitaet. Diese Entwurzelung im Rahmen der Arbeitsprozesse fuehrt aber auch zu einer generellen Entwurzelung. Heute fuehlt sich niemand mehr irgendwo zugehoerig, verwurzelt, verbunden. Nur eben so lange wie es eben angenehm ist zu konsumieren.
Und diese Entwicklung geht auch auf den privaten Bereich ueber. Es wird auch privat nur konsumiert, Produkte eben. Und genauso wie jedes Jahr die Fruehjahrsmode aus Mailand kommt, kommen auch hier immer wieder neue Produkte die konsumiert werden wollen - nur sind es hier eben Menschen.
Irgendwie verlier ich auch immer den Faden - was ich sagen wollte, ist, dass auch die Haltung gegenueber dem Begriff/Zustand der Krise fatal ist. Kommt auch aus der Wirtschaft. Krise ist gleich Katastrophe und Krise ist schnell mal was. Schon ein Nullwachstum ist Krise, schon minus 0,5% des BIP ist Krise, schon sind wir alle unter der Armutsgrenze. Krisen sind der ultimative SuperGAU und damit beschaeftigen wir uns nicht mehr, sondern es wird gewechselt und dann wird wieder konsumiert. Es wird der Fussballtrainer, oder der Manager, oder die Mitarbeiter, oder der Mittelfeldspieler, oder der Partner, oder die Zahpastamarke, oder der Consultant, oder der Supermarkt, oder die Fruehstuecksflockenmarke gewechselt..... Irgendwas wird schon helfen und ausserdem haben wir dann nicht mehr den Eindruck eine Krise zu durchleben, denn das Konsumerlebnis steht im Vordergrund und ueberdeckt brav.
Lang geht das nicht mehr gut. So oder so. Wann kommt die Erkenntnis, wie wertvoll Krisen sind? Wie notwendig Krisen sind. Und wie sehr sich alle Krisen wiederholen werden mit denen man sich nicht beschaeftigt sondern sich nur umdreht und weiterkonsumiert....
btw. ich bin auch nur Konsument
