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Dienstag, 22. November 2005
Trotz gekonnter jahrelanger Ignoranz kommt auch Gottseibeiuns derStandard.at nicht an Weblogs vorbei und interviewt Herrn Markus B. Pirchner von future.bytes, der sich im Kommunikationsumfeld von Weblogs dermaßen seine Sporen verdient hat, dass er in Österreich Ansprechpartner No1 für dieses Thema zu sein scheint :-)

ein paar Aussagen aus dem Interview:

...Mark Russinovich hat gezeigt, dass es fast nichts gibt, das nicht ans Tageslicht kommt. Die Macht des einzelnen Durchschnittsbloggers ist jedoch begrenzt. Erst die starke Vernetzung der Blogger und das Interesse der Mainstream-Medien haben den Stein wirklich ins Rollen gebracht und Sony BMG unter Druck gesetzt.


>> Naja, aber ist es dann nicht doch so, dass durch die Vernetzung auch der Einzelne eine wesentlich größere Bedeutung hat - und die Massenmedien nehmen es doch erst dann auf, wenn Sie es aufgrund der niedrigsten Qualitätsmaßstäbe nicht mehr ignorieren können.

50 Millionen Blogs weltweit lassen vermutlich auch abgebrühte PR-Fachleute erst einmal zusammenzucken. Genau besehen sind vermutlich für jeden Kommunikationsfall nur ein paar Dutzend Blogs relevant. Die gilt es herauszufinden, was mit diversen Tools wie Blogsuchmaschinen ohne Weiteres zu bewerkstelligen ist.

>> Achso - also ich tippe einfach in die "Blogsuchmaschine" Wer schreibt böse über mich? und das Wunderding spuckt dann was aus. Und wenn nur ein paar Dutzend relevant sind, wie identifiziere ich eigentlich den Ursprung, bzw. den Hub, den wichtigen Netzwerkknotenpunkt? Ok, nur ein Denkanstoß...

STANDARD: Betreiben Sie selbst ein Weblog?
Pirchner: Ich bereite eines für unsere Agentur vor. Es wird der besseren Positionierung dienen. Als Privatperson ziehe ich es vor, nicht zu sehr in der Öffentlichkeit zu stehen.


>> Aha. Ich bin gespannt. Ein Weblog mit W3C-Konformität wird auch Wunder wirken was Ihre Präsenz in Google betrifft, da werden Sie ganz neue Erkenntnisse gewinnen, die für Sie sicherlich bahnbrechend sind....

STANDARD: Haben Sie den Eindruck, dass Österreichs PR-Branche Weblogs schon bei ihrer Arbeit nutzt?
Pirchner: Ich bin sicher, dass die PR-Fachleute in einigen Unternehmen und Organisationen - nicht nur in der Politik - intensiv über den Einsatz von Blogs nachdenken. Die Blogosphäre ist ein Thema, an dem wir nicht vorbeikönnen und auch nicht vorbeiwollen. Allerdings hat vieles noch Experimentalcharakter....


>> Warum nicht "Wissen Sie wer in Österreich schon erfolgreich Weblogs einsetzt oder nützen kann?" wie zB die BA-CA in einem Sponsoringprojekt? Oder die Mobilkom, oder die TA, oder das ARCS, oder Christoph Chorherr, oder die Kleine Zeitung, oder die Presse, oder die ÖBB...

Naja, da wäre die Antwort wohl "keine Ahnung?" gewesen.... Dabei reicht ein kurzer Blick auf die Clippings... Aber wer will schon die Journalisten überfordern?

endgültig. Der gute Onkel aus Amerika geht. Da blühen bald keine Veilchen mehr...