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Montag, 30. Januar 2006
ruft mich ein befreundeter Konkurrent an und sagt schau mal in Wikipedia, da steht was über euch:

Knallgrau

Als die zwei Begründer am Telefon über den Firmennamen sprachen, kam es zu einem Missverständnis: Der eine sagte "Knall", der andere "Grau".

OK,jetzt mal ehrlich - Der Name selbst ist wirklich gut. Aber die Story dazu ist elendig schlecht. Da müssen wir uns wohl oder übel im Sinne des "corporate storytelling" noch was einfallen lassen ;-) Vor allem keine Ahnung wer die Info reingestellt hat??

Also das kann ich gar nicht haben!

Holger Jung, Partner von Jean Remy von Matt sagt mit Referenz auf die "Weblogs sind Klowände" Affäre in der taz:

Aber wir wissen doch alle, dass es Dinge gibt, die man für den kleinen Zirkel sagt - und Dinge für den großen Kreis.

Genauso wie dieses doofe Gerede rund um seine "Privatsphäre". Ist Jean Remy von Matt nun ein hochbezahlter Kommunikationsprofi oder ein aufklärungsbedürftiger Anfänger? Also Dinge für den kleinen Kreis nicht im Mail rumschicken, ok?

Uuiuiui...ein Thema - das Sammeln. Dem widmet sich die neueste Ausgabe von mindestenshaltbar!

Ich hab zB mal Ausgaben von den Wirtschaftsmagazinen trend und Gewinn gesammelt. Sicher 2 Jahre lang, steht noch alles feinsäuberlich in einem Kasten - weil ichs noch nicht weggeschmissen habe. Genauso alle meine Uni-Unterlagen. Noch immer nicht weggeschmissen. Pullis die ich seit 2 Jahren nicht mehr anhatte, alte Skijacken, Ein Telefonfaxgerät von vor 4 Jahren, ein Handy das 5 Jahre alt ist, Ein Canon Tintenstrahler der über 6 Jahre alt ist, meine kaputte Stereoanlage, Fotos, fotos,.... Liebesbriefe, Kontoauszüge, Rechnungsbelege, Verträge. Dann und wann bekomm ich einen Rappel und schmeiß alles in Bausch und Bogen weg (bis auf die Liebesbriefe und die Fotos) und fühl mich danach so richtig großartig!

to read:
* Von der Kunst sich auch ohne Frauen finanziell zu ruinieren.
* von Jägern und Sammlern.
* 3,2,1 - nicht mehr meins.
* Haben Sie eine Bonuskarte?

auch ans Herz gelegt, die neuen Podcasts.

Und mittlerweile werden Artikel von mindestenshaltbar auch von der Welt am Sonntag abgedruckt - das freut uns, wir sind wohl auf dem richtigen Weg!

WAMS-Artikel-aus-mindestenshaltbar (pdf, 422 KB)

Wow - seit langem eines der großartigsten Dinge die ich gelesen habe - Jason Pontin, Editor von Technology review macht sich seine Gedanken über die Zukunft - and he's damn right... congrats!

The Internet has discomforted many industries, but traditional publishing is particularly unhappy. Readers (especially young readers) are spending more time online: increasingly, they want their information to be timely, searchable, personalized, and part of a social network. At the same time, advertisers are spending more money on interactive media: they are demanding efficiency, accountability, and a measurable return on their investments. The former's preferences would matter less were it not that the latter has sponsored the costs of print publication.

With the encouragement of MIT (which owns Technology Review), we have done what many publishers yearn to do, but dare not: we have turned our business upside down. Technology Review has been a print magazine with a website; from now on, we will be an electronic publisher that also prints a magazine.

Am Freitag der vorvergangenen Woche, hatten wir das vergnügen bei unserem wöchentlichen think loud! Wolfgang Zeglovits zu begrüßen.

think loud! gibts einmal die Woche, meist am Freitag. Die ganze Firma kommt zusammen (1-2 Std.) und immer eine Person muß einen Vortrag vorbereiten - aus seinem Arbeitsbereich. Alle müssen/dürfen zuhören. Die Designer den Programmierern, der HTML/CSS Mann der Projektmanagerin, usw. Dient dem internen Know-how Transfer und ausserdem lernen alle die Projekte ganzheitlich zu betrachten, was wiederrum der Projektqualität dient.

Ab und zu haben wir auch externe Gäste - in diesem Fall eben Wolfgang, der eine Vergangenheit von Blue C hat und nunmehr seine Doktorarbeit schreibt (angesiedelt im Weblogumfeld). Dafür verbrachte er 3 Monate im Silicon Valley und hat viel erlebt und spannende Leute kennen gelernt. Davon hat er uns 2 Std. erzählt - für den Blick über den Tellerrand.

War super, hat mich sehr gefreut und ich kanns nur wärmstens weiterempfehlen.

lese ich heute im Horizont. Schon witzig, dass es sowas noch immer gibt. Was ist eigentlich der Sinn eines solchen "Intranet" auf Basis eines Commodity CMS (aber ja, ich kanns auch am PDA abrufen!). Da gehts anscheinend noch immer mehrheitlich um Publishing statt Participation - top down content und wer nicht ins intranetz schaut, der bekommt vom controlling eine auf die finger...

wahrscheinlich steht als erstes der Wochenmenüplan drinnen, damit wer reinschaut.