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Mittwoch, 8. Februar 2006
Dieses Buch ist das böseste in Sachen Humor, was mir bisher untergekommen ist. Die Titanic ist das einzige was ich kenne und dem auch nur Nahe kommt. Heinz Strunk berichtet aus einer Welt mit dermaßen ungefiltertem Zynismus dass es eine helle Freude ist. Alle Wort der Beschreibung sind nicht treffend genug, daher ein paar Schmankerln:

Szene vor einem Auftritt:

Zum Umziehen gingen wir in das Kabuff, wo sich, dem Geruch nach zu urteilen, schon viele tausend Menschen erbrochen hatten. Wie immer beäugten wir uns misstrauisch. Ob wohl wieder jemand dicker geworden war? Der körperliche Verfall schien unaufhaltsam. Meine Güte, was für ein ausladendes Becken Norbert doch hatte. Wenn die Weiber auf irgendwas nicht stehen, sind das dicke, breite Pos. Dicker Beine, na ja, dicker Bauch, zur allergrößten Not vielleicht auch noch, aber ein hüftsteifer Brummkreiseltyp, unter keinen Umständen. Torstens mächtige Schenkel leuchteten fast so weiß wie meine. […] Gurki sah furchtbar aus mit seiner Fettplauze am sonst hageren Körper. Und dann die schlechte Haltung. […] Naja, ich war der letzte der sich hier aufregen durfte. Für meine durch fortgesetzten Bierkonsum bereits bedenklich gewachsenen Herrentitten würde ich in absehbarer Zeit wahrscheinlich einen Büstenhalter benötigen….

Schwere Zeiten warten auf die Tanzmucker:

Tiffanys hielten es für durchaus möglich, dass dies unser letztes Silvesterfest überhaupt als Tanzband war. Als wir die möglichen Konsequenzen der Wiedervereinigung durchspielten, erschien uns sofort das dunkle Gespenst der Ostmucker, die uns von den Futtertrögen vertreiben würden. In der DDR mussten alle Berufsmusiker studiert haben. Die waren den Westmuckern handwerklich haushoch überlegen. Jetzt würden Heerscharen vorzüglich ausgebildeter Instrumentalisten über das ehemalige Zonenrandgebiet in den Westen einsickern und mit Ihren Dumpingpreisen den Markt kaputtmachen. Im Schlepptau der DDR Musiker kämen, Ungarn, Bulgaren und wer weiß was noch. Für uns würde nichts mehr übrig bleiben. […] Vielleicht würden uns hämisch grinsende Usbeken noch 1000 Mark für die Namensrechte an Tiffanys anbieten, Vogel friss oder stirb.

da gibts nur kaufen! ;-)

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