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Freitag, 24. Februar 2006
Es wird diese Diskussion wohl immer geben. Auch wenn sie sinnlos ist. Erst kürzlich in der Süddeutschen Zeitung (mit Bezug auf einen Wired Artikel). Hervorragende Replik darauf von smi:

...
Klaus Lüber, der Autor des Artikels, vermischt dabei eifrig gleich zwei beliebte Klischees: das des Information Junkies, des Geeks der ob seiner Verbindung zum Computer "das eigene Privatleben vergisst" und das der bemühten aber gleichzeitig belächelten Hobby Dokumentaristen. Es wird das Beispiel des Hobbyfotografen bemüht, der wegen all der Filmerei den ganzen Urlaub verpasst, ihn lediglich an seiner Linse vorbeiziehen lässt.
[...]
In den meisten Fällen würde ein Blogger/eine Bloggerin wohl kaum von sich behaupten "JournalistIn" zu sein. Ganz im Gegenteil. Vielleicht höchstens noch als Reporter, der näher an Reportagen oder subjektiver Berichterstattung ist, aber kaum als professioneller Journalist, denn in den meisten Fällen steht auch kein Geschäftsmodell hinter einem Weblog.
[...]
Ganz einfach auch weil zu einem ordentlichen Journalisten mehr und Anderes gehört als zu einem ordentlichen Blogger. Journalisten verbreiten Informationen, Blogger erzählen Geschichten.
[...]
Ja, man bezieht sich auf Informationen aus Weblogs, hört Podcasts und sieht sich Bilder anderer auf Flickr an. Aber handelt es sich deshalb um eine große Menge von Journalisten? Nein. Handelt es sich um Meinung? Ja. Ist die Information interessant und wertvoll? Ja. Das ist auch gleich die wichtigste Erkenntnis in dieser Debatte.
[...]
All diese "Graswurzel-Journalisten" verändern nicht den Journalismus direkt sondern das Mediennutzungsverhalten der LeserInnen. Das aufkommen von Social Software ist eine Folge einer stattfindenden Veränderung (mehr Differenzierung, Granularisierung, stärkere Onlinenutzung, aktive User) und nährt diese Veränderung nur weiter. Hier findet die Veränderung statt, die Auswirkungen auf den Journalismus sind nur eine indirekte Folge dieser insgesamten Veränderung.

must read.

liegen hinter mir - aber umso interessanter und spannender. Da freut man sich wieder in Wien zu sein. Zum Glück war ich nicht sooo fertig wie diese beiden Gestalten ;-)