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Freitag, 24. November 2006
Sehr fein. Martin Bredl wundert sich über einige Aussagen vom T-Mobile Österreich CEO Georg Pölzl:

Na dann sollten wir die alten Kupferkabeln doch aus dem Boden herausholen. Man könnte sie ja einschmelzen und dann schöne Dinge daraus machen. Schmuck zum Beispiel. Niemand braucht heute mehr Kupferkabel im Boden.
und verlangt Erklärung:
Wie wollen Sie denn, sehr geehrter Herr Pölzl, ihre vielen Basistationen ohne Festnetz versorgen?

Was sagt denn Herr Rene Obermann, Ihr 100% Eigentümer dazu, dass Sie ihm aus Österreich mitteilen, dass seine milliardenschweren Investitionen in den VDSL Ausbau (der letzte Anschlussbereich geht über Kupfer) keiner mehr braucht?

Wie erklären Sie dem neuen Investor Ihrer Muttergesellschaft Blackstone, dass das Investment in die Deutsche Telekom doch nicht so zukunftsicher ist, da die doch noch immer ansehlichen Umsätze des Festnetzes Geschichte sind?

Ich, aber sicher auch einige andere Bloggerkollegen würden uns über eine Antwort als Kommentar freuen.

Das ist starker Tobak! und prompt gab es eine Antwort die auch gebloggt wurde:

Da ich im Ausland bin habe ich die Aussage im Emedia nicht gelesen. Sie ist wie von ihnen wiedergegeben jedoch nicht richtig. Ich würde nicht soweit gehen, die "Kupferleitungen als Bodenschatz" zu bezeichen oder "Das Festnetz als eine in jeder Hinsicht überragende Technologie" , wiewohl das Festnetz auch zukünftig eine Bedeutung haben wird, genau in den von ihnen beschriebenen Feldern. Sie werden aber auch sicherlich erkennen, das in Österreich in nahezu allen Bereichen der Mobilfunk eine starke Konkurrenz für das Festnetz darstellt. Ich betone deswegen in Österreich, weil im Gegensatz zu anderen Ländern wir hier den höchsten Preis für viele Festnetzleistungen und das tiefste Preisniveau in nahezu allen Mobilfunkbereichen haben. Dieses Gefälle ist der Hauptgrund für die hohe Festnetzsubstitution in Österreich. Ich bin sicher, das wir beide mit Spannung die weitere Entwicklung der Relation von Festnetz und Mobilfunk verfolgen werden und sende Ihnen liebe Grüße,
Georg Pölzl

Hm. Also die Medien haben was falsch gebracht... schade, das klingt zu billig ist aber natürlich ein einfacher Ausweg...

btw. Gratulation an Martin Bredl zur Aufnahme in die Top100 Business Blogs Liste.

Hui, da kommt Freude auf! Antarctica2005 gewann den PR Staatspreis 2006

Begründung der Jury:
Welche Bedeutung haben die neuen online-Kommunikationsinstrumente weblogs und podcasts für die Realisierung von PR-Zielen? Mit einer wissenschaftlich vom Publizistik-Institut der Universität Wien betreuten Muster-Evaluation wurde im Rahmen dieses ausgezeichneten Projektes dieser Frage auf den Grund gegangen. Grundlage dafür war die PR-Begleitung eines Sponsoring-Projektes der BA-CA, das konzentriert auf weblogs und podcasts als Medien gesetzt hatte. Im Rahmen ihrer Gesamtkommunikation als „Bank zum Erfolg“ hatte sich die Bank Austria entschlossen, „Antartica 2005“ mit dem Österreicher Dr. Wolfgang Melchior zu unterstützen, der als erster Mensch in nur 40 Tagen ohne technische Hilfsmittel zum Südpol marschierte. Neben der Evaluation, deren Ergebnisse bedeutende Grundlagen für die gesamte PR-Branche liefern, war die Jury vor allem von einer exzellenten Integration des Sponsoring-Projektes in die Gesamtkommunikation des Unternehmens beeindruckt. In perfekter Übereinstimmung mit der Corporate Identity wurden Emotionalisierung, Dramatisierung und Zuspitzung des Claims Der Weg zum Erfolg erreicht. Der vernetzte Einsatz unterschiedlicher, zum Teil noch wenig erprobter Kommunikationsinstrumente und die konsequente Evaluierung des Projekts sind absolut „state of the art“.

Weitere Hintergrundinfos gibts auch bei unserer Case Study zum Weblog Projekt Antarctica2005. Leider hat der Herr Dietmar Trummer der anscheinend von einem extremen Kurzzeitgedächtnis geplagt wird auch diesmal vergessen, wer bei diesem Projekt für Konzept, Grafik Design, technische Umsetzung und den laufenden Betrieb bis zum heutigen Tag verantwortlich ist (wobei - es kann natürlich sein, dass das in diesem Fall völlig egal und unwichtig ist. Bei der Verleihung des Literaturnobelpreises wird auch nicht die Druckerei erwähnt ;-).

Wie auch immer - die Firma Hochegger kommt sehr billig zu einem Staatspreis und wir freuen uns, dass wir das Projekt zu seinem Erfolg bringen durften.

Aber vielleicht habe ich einfach nicht verstanden wofür dieser PR Staatspreis einem Unternehmen verliehen wird? Vielleicht für das dahinterliegende PR Konzept (das wäre jetzt natürlich "aufglegt"). Ich verstehe dieses ganze Geschäft ja nicht. Aber vielleicht erklärt mir das ein Fachmann... Herr Pirchner, sie waren ja dort, bitte um Hilfe! ;-)



nur der embedded player funzt nicht??

guter Titel. visuell gefällts. das Video sehr pathetisch aber spricht den durchschnittlichen Amerikaner wahrscheinlich an. generell siehts auf den ersten Blick mutig aus, was es wirklich wird? muß man erstmal abwarten... Leider noch keine Zeit gehabt die inhalte näher unter die Lupe zu nehmen.