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Montag, 23. April 2007
Ein interessanter Artikel im Online Standard, der mir aus der Seele spricht:

Google für die Jobsuche
Für welchen Job er oder sie qualifiziert ist, findet man am besten in einem persönlichen Gespräch heraus, richtig? Das hat für die Vor-Google-Ära Gültigkeit gehabt.
[...]
Die Onlinewelt verschiebt das Verhältnis zwischen Privat und Öffentlich
Die Onlinewelt verschiebt das Verhältnis zwischen Privat und Öffentlich, was ich für einen nicht umkehrbaren Prozess halte. Aber wir sind dieser Entwicklung nicht hilflos ausgeliefert. Nicht immer sind wir zufrieden mit dem, was wir bei einer Google-Suche über uns selbst finden. Darum ist es für unsere Jobs und auch für unser Privatleben wichtig, sich damit auseinanderzusetzen und auf diese Präsenz Einfluss zu nehmen. [...]

meine Rede seit Jahr und Tag! Danke an Helmut Spudich für die wahren Worte.

Aus meiner Sicht ist das ein komplett neuer aber extrem wichtiger Auftrag an unser Bildungssystem - In einer globalisierten Welt muss unser Bildungssystem unsere Kinder und Jugendlichen darauf vorbereiten, dass Sie in einem weltweiten Markt an potentiellen Bewerbern auch international gebenchmarkt werden. Das wird über globale Gatekeeper in Form von Suchmaschinen wie Google passieren und unser Bildungssystem muß seine Absolventen darauf vorbereiten wie man mit diesen Fakten umgeht. Die meisten der heute 15jährigen können technisch perfekt mit diesen Tools umgehen - aus einer medienethischen Sichtweise gibt es aber Nachholbedarf, hier sind unsere Lehrer, Professoren, etc. gefragt. Damit sie diese Aufgabe aber übernehmen können, müssen Sie erst selbst mit diesen Tools umgehen können. Insofern überspitzt formuliert "kein Lehrer ohne Blog, kein Lehrer mehr ohne YouTube Account!" Ein perfektes Beispiel wäre Hans Rosling aus Schweden....