Freitag, 4. Mai 2007
So und nun mehr zu den Kurhäppchen die zwischen den zahllosen spannenden Gesprächen (der eigentliche Mehrwert so einer Konferenz) hängenblieben:
Ich habe Tobias Trosse von Televised Revolution zugehört. Der is ein ex-VIVA Mann und ein netter Kerl mit einem peppigen Präsentationsstil. Gefiel mir gut. Interessant fand ich seine Aussage "Personalisation shouldn't necessarily require user's attention". Stimmt. und so sprach er über Ideen der passiven Personalisierung...
Ich hab leider Alexander Artopé's Vortrag (von smava)über "Kreditmarktplätze – ein neuer Trend in der Finanzindustrie". Das ärgert mich, das hätt mich interessiert...
Verwundert hat mich mit welchem Eifer und auch Mitteleinsatz IBM sich mit dem Thema Parallelwelten beschäftigt, wie Reiner Mehl berichtete. Entweder hab ich das Thema noch immer nicht kapiert oder IBM ist einfach nur getrieben von der Angst noch einmal was so radikal zu verpassen wie seinerzeit den PC...
Dann hab ich Sören Stamer (sein Blog ist verdammt lesenswert!) bei seinem Track "Enterprise 2.0: Hierarchien am Ende?" zugehört. Ich hab leider aufgrund eines Gesprächs 50% verpasst, trotzdem wars das Beste was ich auf der Konferenz gehört habe. Ich kenne kaum jemanden in seiner Position der so treffsicher und ehrlich reflektiert und das auch ohen Angst mit anderen teilt. Hut ab und danke für den input...
Den lieben Gregor Hochmuth von Hasso Plattner Ventures hielt ich für sehr, sehr flach und überschätzt. Keine Ahnung warum der da war...
Ibo von Sevenload.de hat mit einer unglaublichen Begeisterung von möglichen Monetarisierungen im Web2.0 erzählt. Ich stimme nicht mit allem überein was er sagte, aber seine Begeisterungsfähigkeit ist bewundernswert. Ich glaube auch, dass Sevenload.de durch die Partnerschaft mit Burda strategisch extrem gut aufgestellt ist. Und mit Axel Schmiegelow haben sie genau den gerissenen CEO den sie im Haifischbecken Medien auch brauchen. Alles Gute für Sevenload!
Leider hab ich es somit verpasst Nico's Baby Shoppero zu begrüssen. Ich halt die Daumen, bin gespannt was noch kommt und wünsche viel Glück bei der Wohnungssuche in Hamburg. Nicht genug spazier ich heute morgen verspätet in einem anderen Hotel in den Frühstücksraum zu meinem Termin und hinter mir sitzt die ganze Familie Lumma. Klein ist die Welt...
Dann hatte ich dank Björn noch das Vergnügen den CEO von CoComment kennen zu lernen. Das was da passiert wird ganz heiß und vielversprechend, mehr dazu aber evtl. bald.
Was gibts sonst noch zu sagen? Das Catering war gut, gibt nix zu meckern. Das WLAN war verdammt gut!! Echt. Die Location war vom Taxi Fahrer kaum zu finden, naja...
Ich bin auch kein Freund von den vielen Paralleltracks - das mag zwar unserer Zeit entsprechen, fördert aber nur Distraction und man bekommt am Ende nix mit und ärgert sich drüber. Lieber weniger das dafür ordentlich...
In diesem Sinne, danke, gut war's und bis bald!
Ich habe Tobias Trosse von Televised Revolution zugehört. Der is ein ex-VIVA Mann und ein netter Kerl mit einem peppigen Präsentationsstil. Gefiel mir gut. Interessant fand ich seine Aussage "Personalisation shouldn't necessarily require user's attention". Stimmt. und so sprach er über Ideen der passiven Personalisierung...
Ich hab leider Alexander Artopé's Vortrag (von smava)über "Kreditmarktplätze – ein neuer Trend in der Finanzindustrie". Das ärgert mich, das hätt mich interessiert...
Verwundert hat mich mit welchem Eifer und auch Mitteleinsatz IBM sich mit dem Thema Parallelwelten beschäftigt, wie Reiner Mehl berichtete. Entweder hab ich das Thema noch immer nicht kapiert oder IBM ist einfach nur getrieben von der Angst noch einmal was so radikal zu verpassen wie seinerzeit den PC...
Dann hab ich Sören Stamer (sein Blog ist verdammt lesenswert!) bei seinem Track "Enterprise 2.0: Hierarchien am Ende?" zugehört. Ich hab leider aufgrund eines Gesprächs 50% verpasst, trotzdem wars das Beste was ich auf der Konferenz gehört habe. Ich kenne kaum jemanden in seiner Position der so treffsicher und ehrlich reflektiert und das auch ohen Angst mit anderen teilt. Hut ab und danke für den input...
Den lieben Gregor Hochmuth von Hasso Plattner Ventures hielt ich für sehr, sehr flach und überschätzt. Keine Ahnung warum der da war...
Ibo von Sevenload.de hat mit einer unglaublichen Begeisterung von möglichen Monetarisierungen im Web2.0 erzählt. Ich stimme nicht mit allem überein was er sagte, aber seine Begeisterungsfähigkeit ist bewundernswert. Ich glaube auch, dass Sevenload.de durch die Partnerschaft mit Burda strategisch extrem gut aufgestellt ist. Und mit Axel Schmiegelow haben sie genau den gerissenen CEO den sie im Haifischbecken Medien auch brauchen. Alles Gute für Sevenload!
Leider hab ich es somit verpasst Nico's Baby Shoppero zu begrüssen. Ich halt die Daumen, bin gespannt was noch kommt und wünsche viel Glück bei der Wohnungssuche in Hamburg. Nicht genug spazier ich heute morgen verspätet in einem anderen Hotel in den Frühstücksraum zu meinem Termin und hinter mir sitzt die ganze Familie Lumma. Klein ist die Welt...
Dann hatte ich dank Björn noch das Vergnügen den CEO von CoComment kennen zu lernen. Das was da passiert wird ganz heiß und vielversprechend, mehr dazu aber evtl. bald.
Was gibts sonst noch zu sagen? Das Catering war gut, gibt nix zu meckern. Das WLAN war verdammt gut!! Echt. Die Location war vom Taxi Fahrer kaum zu finden, naja...
Ich bin auch kein Freund von den vielen Paralleltracks - das mag zwar unserer Zeit entsprechen, fördert aber nur Distraction und man bekommt am Ende nix mit und ärgert sich drüber. Lieber weniger das dafür ordentlich...
In diesem Sinne, danke, gut war's und bis bald!
Helge fragt wegen meines Ärgers über den dämlichen Beitrag von Bernd M Michael auf der next07 warum da so viele überhaupt hinpilgern?
Nun ja, weil eben nicht alles Schrott ist. Weil viele interessante Leute und gute alte Bekannte, sogar Freunde dort sind. Insofern der Versuch eines persönlichen Rückblicks und was bei mir hängen blieb...
Eröffnet hat Norbert Bolz - ein von mir bewunderter Handampf in allen Gassen. Ich glaub den kann man um 03:00 in der Früh aufwecken und anschreien "und was is nu mit der Zukunft des Maisanbaus" und er kann innerhalb von 5min einen perfekten Expertenvortrag dazu zu halten (zumindest einen Glauben machen er würde ;-). Norbert Bloz hat in seiner Keynote wenig neues erzählt, aber interessant seine Eindrücke einer Welt die er beobachtet reflektiert. Er ist ausserdem ein Meister darin, komplexe Sachverhalte radikal zu vereinfachen und in handlichen Formeln zu verpacken ohne dabei banal zu werden. Das ringt mir Respekt ab.
Interessant fand ich seine folgerichtigen Gedanken, dass traditionelle Massenmedien Interaktion aus technischen (bzw. quasi mathematischen) Gründen per se ausschließen und das ist ein Teil des radikalen Wandels. Die Tatsache, dass wir historisch (über Jahrhunderte) gesehen sehr viel Wert auf Objektivierung bzw. Expertenwissen gelegt haben und wir heute eine Renaissance des Laienwissens sehen - aber des kumulierten, bzw. selbstorganisierten Laienwissen. Zu kurz gegriffen fand ich seinen Schluß "überall wo Geld fließt haben wir es mit Realität zu tun" - deshalb sei 2nd Life eine Konkurrenzrealität. Ich wußte bis dato auch nicht, dass das MIT alle seine Kurse auch in 2nd Life abhält (konnte als 2ndLife Nichtuser auch keine Belege dazu finden).
In diesem Zusammenhang kam mir auch zu Ohren, dass auch der am DI stattfindende Trendtag seinen Trendtag auch in 2nd Life abhalten wird. Auf die Erfahrungen damit wäre ich gespannt!
Überhaupt nicht stimme ich mit Norber Bolz ein, wenn er über Blogs spricht. Er meinte v.a. die extrem erfolgreichen Blogs entwickelten sich wieder in Richtung Massenmedien (=keine Interaktivität). Ja mag sein. Nur was ist ein extrem erfolgreiches Blog? Norbert Bolz (sagte nicht, aber) meinte, ein extrem erfolgreiches Blog ist ein Blog das von möglichst vielen gelesen wird. Das ist diese verdammte gestrige Reichweitendenke - Reichweite ist nicht der alleingültige Maßstab. Reichweite ist der Killer von Relevanz! Ein Blog ist dann erfolgreich, wenn es die richtigen Leute erreicht. Warum müssen Massenmedien so reichweitenstark sein? Damit sich der ganze Zinnober bei dem megalomanischen Streuverlust auch noch rechnet. Ich schieße alles tot, damit ich die 3 relevanten Spatzen treffe, so agieren Massenmedien. Und in dem Denken sind auch unsere Medientheoretiker nach wie vor verhaftet...
Norbert Bolz sprach auch über Mediendarwinismus im Age of Reputation & Recommendation. (geile Wortschöpfungen ;-) Und er hat Recht, das trifft im TV zu. Da haben die (so nannte er sie) 15jährigen Mädels aus Bottrop die Chance Ihres Lebens und dürfen 3min vor Dieter Bohlen den Affen machen und der entscheidet dann ob sie ein Star werden oder Ihr Leben lang Looser bleiben. Ja, dieses Phänomen moderner Gladiatoren und Brot&Spiele trifft im TV zu, aber nicht in YouTube & MySpace. Diejenigen die aus diesen Plattformen als Stars hervorgingen, waren selten/nie geplant. Die machten Ihr Ding, weil Sie es machen mußten, weils Ihr Ding war, egal ob Star oder Loser - es war Ihre Berufung. DSDS im Vergleich ist komplett künstlich und konstruiert. Nur weil mein YouTube Video keine Sau ansieht bin ich kein Looser... So unterscheiden sich die neuen Medien und klassische Massenmedien. Warum? Weil es den neuen Medien (=YouTube, MySpace) egal ist ob sie 1.000.000 User haben die Loser sind. Jeder dieser Loser wird von seinen 15 Freunden gelesen und das reicht - die denken in kumulierter Reichweite, d.h. die sogenannten "1.000.000 Loser" refinanzieren sich, sie sind also Winner,für sich persönlich und den Enabler! DSDS braucht den 1 verdammten Star sonst sind die Seher weg, ist die Quote weg, ist die Reichweite weg, sind die Werbekunden weg, ist das Scheiß-Format weg, etc...
Nun ja, weil eben nicht alles Schrott ist. Weil viele interessante Leute und gute alte Bekannte, sogar Freunde dort sind. Insofern der Versuch eines persönlichen Rückblicks und was bei mir hängen blieb...
Eröffnet hat Norbert Bolz - ein von mir bewunderter Handampf in allen Gassen. Ich glaub den kann man um 03:00 in der Früh aufwecken und anschreien "und was is nu mit der Zukunft des Maisanbaus" und er kann innerhalb von 5min einen perfekten Expertenvortrag dazu zu halten (zumindest einen Glauben machen er würde ;-). Norbert Bloz hat in seiner Keynote wenig neues erzählt, aber interessant seine Eindrücke einer Welt die er beobachtet reflektiert. Er ist ausserdem ein Meister darin, komplexe Sachverhalte radikal zu vereinfachen und in handlichen Formeln zu verpacken ohne dabei banal zu werden. Das ringt mir Respekt ab.
Interessant fand ich seine folgerichtigen Gedanken, dass traditionelle Massenmedien Interaktion aus technischen (bzw. quasi mathematischen) Gründen per se ausschließen und das ist ein Teil des radikalen Wandels. Die Tatsache, dass wir historisch (über Jahrhunderte) gesehen sehr viel Wert auf Objektivierung bzw. Expertenwissen gelegt haben und wir heute eine Renaissance des Laienwissens sehen - aber des kumulierten, bzw. selbstorganisierten Laienwissen. Zu kurz gegriffen fand ich seinen Schluß "überall wo Geld fließt haben wir es mit Realität zu tun" - deshalb sei 2nd Life eine Konkurrenzrealität. Ich wußte bis dato auch nicht, dass das MIT alle seine Kurse auch in 2nd Life abhält (konnte als 2ndLife Nichtuser auch keine Belege dazu finden).
In diesem Zusammenhang kam mir auch zu Ohren, dass auch der am DI stattfindende Trendtag seinen Trendtag auch in 2nd Life abhalten wird. Auf die Erfahrungen damit wäre ich gespannt!
Überhaupt nicht stimme ich mit Norber Bolz ein, wenn er über Blogs spricht. Er meinte v.a. die extrem erfolgreichen Blogs entwickelten sich wieder in Richtung Massenmedien (=keine Interaktivität). Ja mag sein. Nur was ist ein extrem erfolgreiches Blog? Norbert Bolz (sagte nicht, aber) meinte, ein extrem erfolgreiches Blog ist ein Blog das von möglichst vielen gelesen wird. Das ist diese verdammte gestrige Reichweitendenke - Reichweite ist nicht der alleingültige Maßstab. Reichweite ist der Killer von Relevanz! Ein Blog ist dann erfolgreich, wenn es die richtigen Leute erreicht. Warum müssen Massenmedien so reichweitenstark sein? Damit sich der ganze Zinnober bei dem megalomanischen Streuverlust auch noch rechnet. Ich schieße alles tot, damit ich die 3 relevanten Spatzen treffe, so agieren Massenmedien. Und in dem Denken sind auch unsere Medientheoretiker nach wie vor verhaftet...
Norbert Bolz sprach auch über Mediendarwinismus im Age of Reputation & Recommendation. (geile Wortschöpfungen ;-) Und er hat Recht, das trifft im TV zu. Da haben die (so nannte er sie) 15jährigen Mädels aus Bottrop die Chance Ihres Lebens und dürfen 3min vor Dieter Bohlen den Affen machen und der entscheidet dann ob sie ein Star werden oder Ihr Leben lang Looser bleiben. Ja, dieses Phänomen moderner Gladiatoren und Brot&Spiele trifft im TV zu, aber nicht in YouTube & MySpace. Diejenigen die aus diesen Plattformen als Stars hervorgingen, waren selten/nie geplant. Die machten Ihr Ding, weil Sie es machen mußten, weils Ihr Ding war, egal ob Star oder Loser - es war Ihre Berufung. DSDS im Vergleich ist komplett künstlich und konstruiert. Nur weil mein YouTube Video keine Sau ansieht bin ich kein Looser... So unterscheiden sich die neuen Medien und klassische Massenmedien. Warum? Weil es den neuen Medien (=YouTube, MySpace) egal ist ob sie 1.000.000 User haben die Loser sind. Jeder dieser Loser wird von seinen 15 Freunden gelesen und das reicht - die denken in kumulierter Reichweite, d.h. die sogenannten "1.000.000 Loser" refinanzieren sich, sie sind also Winner,für sich persönlich und den Enabler! DSDS braucht den 1 verdammten Star sonst sind die Seher weg, ist die Quote weg, ist die Reichweite weg, sind die Werbekunden weg, ist das Scheiß-Format weg, etc...
