Donnerstag, 14. Juni 2007
und die Auswirkungen auf Rahmenbedingunen und Geschäftsmodelle.
Richie Pettauer fasst seine Eindrücke vom Barcamp am vergangenen Sonntag zusammen und schreibt:
Dieter Rappolds Einführungsworkshop mit dem Titel “Medien, Telcos und Brands” adressierte zentrale Fragen des zukünftigen Online-Business; vertikales Identitätsmanagment, Clustering und Segmentierung verändern die Bedingungen der Wertschöpfung, in den letzten Jahren wurde das Netz von einem multimedialen Angebot zu einer Querschnittsmaterie durch fast alle Wirtschaftssektoren - die Diskussion hätte vermutlich locker den ganzen Vormittag gefüllt.
Danke für die Blumen. Ich hätte, wäre es ein anderer Tag gewesen auch sehr gerne mit vielen der Menschen die dort waren dieses Thema den ganzen Vormittag diskutiert. Ich bin mir zwar nicht sicher ob ich danach eine Lösung hätte, aber interessant wäre es gewesen. Aber worum gehts genau?
In meiner Wahrnehmung basiert das was wir so kläglich Web2.0 nennen auf 3 Innovationsfundamenten:
Medienunternehmen
Der Verlust von Aufmerksamkeit ist eine radikale Bedrohung Ihres Geschäftsmodells, denn ohne Aufmerksamkeit kann ich keine Werbung verkaufen. Mein Online Real Estate verliert an Wert... Grosse Angst abzustürzen...
Telcos
Telcos sind bereits in der Talsohle. Sie verkaufen Commodity. Access ist wie Strom aus der Steckdose und funktioniert nur mehr über den Preis. Telcos haben zwar (noch) Geld, aber sie haben keine wirtschaftlichen Handlungsmöglichkeiten. Sie wollen investieren um neue Handlungsmöglichkeiten (=Geschäftsfelder) zu erschliessen. Dies vor allem weil ja einige der heute erfolgreichen Medien (zumindest nimmt man sie vielfach als solche wahr) eigentlich Infrastrukturplattformen sind (MySpace, YouTube, Flickr, ...)
Brands
Grosse Marken haben bisher brav auf das Konto der Medienunternehmen eingezahlt um "die Zielgruppe zu erreichen". Nun erkennt man aber, dass klassische Medienunternehmen einiges verschlafen haben und spannende Zielgruppen definitiv nicht mehr erreichen. Also versuchen Sie Ihre einstigen Lieferanten von "Aufmerksamkeit" rechts zu überholen und etablieren selbst erfolgreich direkte Zugänge zum Kunden um die Brandmessage "rüberzubringen".
Das heißt wir haben neue Rahmenbedingungen. Dort wo früher "Kunden-Lieferanten" Verhältnisse herrschten, gibt es heute Coopetition und morgen vielleicht Competition? Doch wer steigt wirklich offiziell gegeneinander in den Ring und was setzt sich durch?
Setzt sich (Editorial) Content-Knowhow und Vermarktungskapazität durch oder ist es Technology Leadership und die Position als Infrastrukturprovider (=Enabler)?
Und da kommen wir zum Identitätsmanagement zurück. Dieses wird schon heute von Lead Usern (den Bloggern der 1. Stunde) im Kontext des neuen globalen Gatekeepers Google als extrem mächtiges Instrument erkannt (eher zufällig als bewusst geplant und gewollt um ehrlich zu sein). Vor dem Hintergrund, dass noch dazu 30% aller Google Seraches "People related searches" sind nur allzu verständlich. Gehen wir davon aus, dass trotz unserer Ängste rund um "Privacy" ein transparentes webbasiertes Identitätsmanagement in 5 Jahren genau so normal sein wird wie es heute ein Mobiltelefon ist (Frag mal nach was vor 25 Jahren Menschen zu der Vorstellung sagten immer ein tragbares Telefon dabei zu haben!).
Dann ist nicht die Frage ob ich nun Flickr, YouTube, MySpace, whatever benutze sondern, was die zentrale gemeinsame Klammer für die vielen Services ist die ich nutze, denn es werden viele verschiedene sein. Und wie ist dieses webbasierte Identitätsmanagement ausgestaltet und wie wird es wahrgenommen? Ist das ein Interface, eine Technologie, ... keine Ahnung.
Aber wer die "Identität" hat (=die Infrastruktur für ein effizientes Identitätsmanagement zur Verfügung stellt), der sitzt an der Quelle der Monetarisierungsmöglichkeiten und darum geht es am Ende des Tages in einem kapitalistischen System.
Wichtig dabei zu beachten ist aber, dass ein zentrales Element dabei ein "billing relationship" ist. Ein billing relationship haben traditionell Telcos und was ein billing relationship wert ist haben wir ja bei Paypal gelernt....
Richie Pettauer fasst seine Eindrücke vom Barcamp am vergangenen Sonntag zusammen und schreibt:
Dieter Rappolds Einführungsworkshop mit dem Titel “Medien, Telcos und Brands” adressierte zentrale Fragen des zukünftigen Online-Business; vertikales Identitätsmanagment, Clustering und Segmentierung verändern die Bedingungen der Wertschöpfung, in den letzten Jahren wurde das Netz von einem multimedialen Angebot zu einer Querschnittsmaterie durch fast alle Wirtschaftssektoren - die Diskussion hätte vermutlich locker den ganzen Vormittag gefüllt.
Danke für die Blumen. Ich hätte, wäre es ein anderer Tag gewesen auch sehr gerne mit vielen der Menschen die dort waren dieses Thema den ganzen Vormittag diskutiert. Ich bin mir zwar nicht sicher ob ich danach eine Lösung hätte, aber interessant wäre es gewesen. Aber worum gehts genau?
In meiner Wahrnehmung basiert das was wir so kläglich Web2.0 nennen auf 3 Innovationsfundamenten:
- Informationsmanagement
- Identitätsmanagement
- Beziehungsmanagement
Medienunternehmen
Der Verlust von Aufmerksamkeit ist eine radikale Bedrohung Ihres Geschäftsmodells, denn ohne Aufmerksamkeit kann ich keine Werbung verkaufen. Mein Online Real Estate verliert an Wert... Grosse Angst abzustürzen...
Telcos
Telcos sind bereits in der Talsohle. Sie verkaufen Commodity. Access ist wie Strom aus der Steckdose und funktioniert nur mehr über den Preis. Telcos haben zwar (noch) Geld, aber sie haben keine wirtschaftlichen Handlungsmöglichkeiten. Sie wollen investieren um neue Handlungsmöglichkeiten (=Geschäftsfelder) zu erschliessen. Dies vor allem weil ja einige der heute erfolgreichen Medien (zumindest nimmt man sie vielfach als solche wahr) eigentlich Infrastrukturplattformen sind (MySpace, YouTube, Flickr, ...)
Brands
Grosse Marken haben bisher brav auf das Konto der Medienunternehmen eingezahlt um "die Zielgruppe zu erreichen". Nun erkennt man aber, dass klassische Medienunternehmen einiges verschlafen haben und spannende Zielgruppen definitiv nicht mehr erreichen. Also versuchen Sie Ihre einstigen Lieferanten von "Aufmerksamkeit" rechts zu überholen und etablieren selbst erfolgreich direkte Zugänge zum Kunden um die Brandmessage "rüberzubringen".
Das heißt wir haben neue Rahmenbedingungen. Dort wo früher "Kunden-Lieferanten" Verhältnisse herrschten, gibt es heute Coopetition und morgen vielleicht Competition? Doch wer steigt wirklich offiziell gegeneinander in den Ring und was setzt sich durch?
Setzt sich (Editorial) Content-Knowhow und Vermarktungskapazität durch oder ist es Technology Leadership und die Position als Infrastrukturprovider (=Enabler)?
Und da kommen wir zum Identitätsmanagement zurück. Dieses wird schon heute von Lead Usern (den Bloggern der 1. Stunde) im Kontext des neuen globalen Gatekeepers Google als extrem mächtiges Instrument erkannt (eher zufällig als bewusst geplant und gewollt um ehrlich zu sein). Vor dem Hintergrund, dass noch dazu 30% aller Google Seraches "People related searches" sind nur allzu verständlich. Gehen wir davon aus, dass trotz unserer Ängste rund um "Privacy" ein transparentes webbasiertes Identitätsmanagement in 5 Jahren genau so normal sein wird wie es heute ein Mobiltelefon ist (Frag mal nach was vor 25 Jahren Menschen zu der Vorstellung sagten immer ein tragbares Telefon dabei zu haben!).
Dann ist nicht die Frage ob ich nun Flickr, YouTube, MySpace, whatever benutze sondern, was die zentrale gemeinsame Klammer für die vielen Services ist die ich nutze, denn es werden viele verschiedene sein. Und wie ist dieses webbasierte Identitätsmanagement ausgestaltet und wie wird es wahrgenommen? Ist das ein Interface, eine Technologie, ... keine Ahnung.
Aber wer die "Identität" hat (=die Infrastruktur für ein effizientes Identitätsmanagement zur Verfügung stellt), der sitzt an der Quelle der Monetarisierungsmöglichkeiten und darum geht es am Ende des Tages in einem kapitalistischen System.
Wichtig dabei zu beachten ist aber, dass ein zentrales Element dabei ein "billing relationship" ist. Ein billing relationship haben traditionell Telcos und was ein billing relationship wert ist haben wir ja bei Paypal gelernt....
