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Mittwoch, 1. August 2007
Das fragt sich Thomas Knüwer in seinem Weblog.

Vielleicht sollte ich mal eine Liste machen. Titel: "Zeichen dafür, dass der Markt für Internet-Startups überhitzt ist". Und weil wir alle so wahnsinnig Wäp tu oh sind, bitte ich um interaktive Partizipation.

Die Déjà-vus sind in diesen Wochen zahlreich. Ständig komme ich mir vor wie damals, als alles noch schön und bunt war, bevor es dann BUMM machte und die Blase platzte. Und es spricht nicht gerade für die Branche der Berufs- und Organisationskommunikatoren, dass sie aus der Vergangenheit nicht gelernt haben, sondern den gleichen PR-Blödsinn schon wieder veranstalten.

Thomas hat Recht - ich glaube auch, dass der Markt für eingedeutschte Web2.0 CopyCat Dienste überhitzt ist. Die Frage ist, was sind die Konsequenzen daraus? Denn diese Frage stellen sich auch unsere Kunden...

Meine Antworten:

1. Es gibt keine Blase 2.0
Die mit der Blase aus 99/00 vergleichbar wäre. Dafür fehlt es schlicht am Geld, das in diesen Markt gepumpt worden wäre. Damals wurde unglaublich viel Geld für unglaublich wenig Rendite investiert. Heute entstehen 99% der Projekte im "Web2.0" mit sehr geringer Kapitalausstattung. Sprich: Wo nichts ist kann nichts platzen...

Es gibt eine Blase 2.0
Und das ist eine mediale. Es sind die Geister die man rief oder eben Pandoras berühmte Büchse. Die Aufmerksamkeit der Massenmedien war/ist notwendig um fokussiert die "Revolution" zu verkünden. Es werden aber dadurch auch unerfüllbare Erwartungen geschürt die Enttäuschungen geradezu provozieren.

Wer muß sich fürchten?
Nur sehr wenige - auf jeden Fall die Masse all der hoffnungsvollen Startups, die ausgezogen sind um von den Samwers finanziert zu werden und in 6 Monaten von Yahoo gekauft zu werden.

Exkurs: Ich spreche aus Erfahrung - vor über 6 Jahren als ich jung, naiv und dumm Knallgrau mitgegründet habe, hatte ich ähnliche Träume. Eingeholt wurde ich vom harten Unternehmerleben, aber das ist auch wesentlich befriedigender.

Was verändert sich dann?
Eigentlich gar nichts! Menschen werden sich weiterhin im Netz bewegen. Soziale Aktivitäten verlagern sich weiter nahtlos ins Netz. Marken, Medien und Unternehmen stehen weiterhin vor der selben Herausforderung sich mit diesen Rahmenbedingungen, den Instrumenten und den Möglichkeiten intensiv auseinanderzusetzen.

In diesem Sinne ganz klassisch: Web2.0 ist tot. Es lebe das Web2.0.