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Freitag, 3. August 2007
Keine Sorge es kommt nichts schlüpfriges - Mein Mitstreiter im Geiste Helge hilft mir.

Also gut. Die beiden Links sind austrian-reiseforum.com, wo die österreichische Staatsairline versucht, user-generierte Reisetipps abzugreifen, und inmotion.oebb.at, wo die österreichischen Staatsbahnen davon träumen, dass mirakulös ein brauchbares “Reisewiki” entsteht.

Mal ganz abgesehen davon, dass beide Plattformen fetzenschlecht umgesetzt sind: Wie kommen Bahn und Airline auf die Idee, dass ein bisschen bunt angefärbelte Software reicht, um ein erfolgreiches soziales Medium auf die Beine zu stellen? Ich kann mir nur vorstellen, dass da entweder jemand einem Vorstand beim Golfen “Heast, ihr MÜSST was Webzweinulliges machen, das ist DER Trend” ins Ohr geflüstert hat oder man einen Rahmenvertrag mit den umsetzenden Agenturen hatte, der fürs laufende Jahr halt noch irgendein weiteres Projekt vorsah.

[...]

Aus einem alten Social-Software-Lehrstück: Personal value precedes network value. Der persönliche Wert der Nutzung dieser Plattformen ist aber ungefähr so groß wie der Traum von Web2.0 feucht. Dieter, hast was Gutes gegen Magengeschwüre? Mich zwickt’s auch schon.

Lieber Helge - hier offenbart sich die fiese Hinterlist mein Hausmittel betreffend - diese Links nehmen, an einen guten kompetenten Freund weiterleiten, sofort vergessen und an einen Sonnenuntergang an einem weißen Sandstrand denken. Hilft innerhalb von 5min ;-)

Ich habe ja kürzlich an den Herrn Oberstleutnant Kovar, Menschenrechtskoordinator der Polizei geschrieben.

Ich habe nicht zu 100% mit einer Rückmeldung gerechnet - umso erfreulicher das Ergebnis heute:

Sg. Hr. Mag. Rappold!

Herzlichen Dank für Ihre Zusendung. Sehr Interessant!

Bei mir laufen Sie offene Türen ein, jedoch kann ich als Koordinator für Menschenrechtsangelegenheiten nicht für alles zuständig sein. ;-)Als Koordinator bin ich aber natürlich interessier an einem "guten" Webauftritt der Polizei.

Wenn Sie mir erlauben, werde ich Ihre Information und eine Ablichtung ihres motivierenden Briefes an die intern zuständigen Abteilungen senden.

Nochmals herzlichen Dank für Ihre netten Zeilen.

Alles Liebe

Oberstleutnant
Friedrich KOVAR

Wow - sehr nett. So gar nicht "Polizei" wie man sich das vorstellt. Und weil mich das so gefreut hat, hab ich gleich ein paar internationale Beispiele rausgesucht, wie Polizeiorganisationen Weblogs einsetzen. Das hab ich dabei (interessant) gefunden:

* Police Department der City of Sacramento
* Chief Bratton der LAPD (nettes Intro, rechts oben: LAPD - A Rewarding Career - Starting at $52,638.00;-)
* Mehrer Weblogs der North Wales Police

Also die Sixt AG gründet die sixt e-ventures und will nun auch im Web 2.0 Markt mitmischen. (via Turi2)

Ich weiß nicht - warum glaubt ein branchenfremdes Unternehmen nun eine Web 2.0 Bude machen zu müssen? Weil das eh alles nix kostet und weil man dann die Ergebnisse um USD 580 Mio an Rupert Murdoch verkaufen kann? Meistens machen dann völlig branchenfremde Manager mit dem conceptual framework eines Autoverleihs dann einen auf Internet. Sowas ist für mich viel mehr Anzeichen von "Bubble" als vieles andere.

Das ist wie wenn ich Mountainbiken lernen will und mir dafür einen Berg baue.