About
books
business
cooking
daily
fun
movies
new blogs
Spruch
Trips
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
header1

 
Dienstag, 25. September 2007
Der Spiegel konstatiert bei BMW ein Kommunikationsdesaster. Worum geht es eigentlich?

Chris Bangle spricht in einem Beitrag von der Genfer Motorshow im Frühjahr diesen Jahres über den BMW Stand und die Modelle von BMW dir dort ausgestellt wurden und spricht folgende Worte "It's kind of an axis of white power here; there are really strong white cars."


UpDate 14:17: BMW hat sich leider dazu entschieden, das Video zurückzuziehen.

Ist das rassistisch? ist das politisch inkorrekt? ist das unsensibel? oder ist das aus dem Zusammenhang gerissen? Oder will ein bedeutendes Online Medium besonders populistisch sein? SPON auf BILD Niveau?

Zurück zum Thema - Der Spiegel befand BMW habe ein Kommunikationsproblem, weil ein Blogger darüber schrieb und hält fest, "BMW-Chefdesigner Chris Bangle bekommt die Macht der Blogger zu spüren". Der Aufedcker-Blogger scheint auch ganz generell sehr unzufrieden mit Chris Bangle als Design Chef von BMW zu sein:

I've got a couple of bones to pick with BMW designer Chris Bangle. First, I reckon the "flame surfacing" design style that he's inflicted on the brand since the 2002 7-Series has trashed the sina qua non of German automotive elegance. Second, the Ohio-born Bimmer big-wig's insistence on pronouncing perfectly good English words with a German accent (e.g. "owtowmobile" and "schport") strikes me as the worst sort of pistonhead-goes-to- art-school pretentiousness.
Der Beitrag hat nunmehr 39 Kommentare. Der Spiegel zitiert lediglich Kommentare welche die Färbung des Spiegel Artikels unterstützen. Dabei gibt es eine große Anzahl die das deutlich anders sieht. Ich habe mir die Mühe gemacht die Kommentare durchzusehen.

Grob gesagt ergibt es folgendes Ergebnis:

* 3/4 machen sich lustig über die Interpretation des Bloggers
* knapp 10 % stimmen klar zu und sehen die Aussage auch kritisch
* Mehr als 60% diskutieren über das Auto und das miese oder tolle "Bangle Design" ...

Ein paar Beispiele:

* He should have said “It’s kind of an axis of CAUSCIAN power here, there are really strong CAUCASIAN cars”. - Get Jesse Jackson here! Quick!

* Ah, political correctness. Demographically profiling cars is now newsworthy. Strangely enough, no one was offended when Chrysler produced their “black car”..the 300C

* Is it only me who tires of the politically correct? Does anyone really think that in the context of an auto show that “axis of white power” has anything to do with race? Must be a slow news day.

* Uhhhhh, let’s get real here. Mercedes-Benz’s top-of-the-line specialty models are called the ‘AMG Black Series.” So is MB black but BMW white? No, they’re just colors (or the absence of colors), that’s all.

Nach Betrachtung aller Fakten kann man festhalten: Spiegel Online nimmt einen Weblogbeitrag einer Person auf, die offensichtlich ein emotionales Problem mit den Design Entwürfen von Chris Bangle hat und konstruiert daraus ein Kommunikationsdesaster und belegt die Macht der Blogger?

Das wird schon absurd.

Zugegeben, die Wortwahl von Bangle ist alles andere als glücklich. Man kann darüber diskutieren, das Zitat erklären, sich davon sogar distanzieren, wenn man das für notwendig hält. Aber hat das solchen Newswert?

Wir sprechen immer von Dingen wie "markets are conversations", Unternehmen sollten keine gleichgeschalteten Maschinen sein wo nur PR frisierte Meldungen rausgehen. Wir haben es mit unpersönlichen Marken zu tun die nicht authentisch und greifbar sind.

Und dann gibt es Inhalte und Menschen die sprechen - und wir haben nichts anderes zu tun als wie die Geier drauf zu warten ob sich irgendwo eine Gelegenheit auftut irgendwem ein Auge auszupicken weil wir etwas das wir hören so interpretieren wie wir das für einen Artikel gerade brauchen.

Schöne Medienwelt ist das.

Und btw, der größte Fehler von BMW wäre es imho das Video zurückzuziehen.

UpDate: Das Video ist auf YouTube noch verfügbar



Disclaimer: BMW ist ein Kunde von uns in anderen Bereichen, dieses Video kannte ich bisher noch nicht.

So wie in jeder Stadt gibt es viele Taxiservices in Wien. Taxi 60160 ist eines davon.

Am MO habe ich eines bestellt um auf den Flughafen zu kommen und nach Hamburg zu fliegen. Auf der Fahrt gab es Probleme mit dem Taxifahrer, der sich weigerte den Flughafentarif anzuwenden, wiel es ihm die Zentrale nicht durchgegeben hätte und weil Matthias am Weg zum Gürtel zugestiegen ist (kein Umweg, sondern ein Stop bei einer ohenhin roten Ampel).

Weil es keinen Sinn hat mit dem Taxifahrer zu streiten, habe ich während der Fahrt die Zentrale angerufen und meinen Unmut und Ärger deponiert. Die Callcenter Dame war noch etwas batzig, nahm aber meine Daten auf. Wir haben schließlich einen Preis bezahlt, der EUR 7,- über dem vereinbarten lag.

3 Tage später bekomme ich in Hamburg einen Anruf und eine Dame von Taxi 60 160 meldet sich und entschuldigt sich für den Vorfall und fragt ob das OK wäre, wenn Sie mir die Differenz (EUR 7,-) in Form von Taxigutscheinen zukommen lässt. Am FR lag ein Kuvert mit EUR 10,- in Form von Gutscheinen auf meinem Tisch.

Wow - ich habe nicht damit gerechnet, dass meine Beschwerde dort irgendjemanden kratzt, geschweige denn, dass man sich bemüht den Kunden zufrieden zu stellen.

Eine sehr positive Überraschung und ein billiges "Werbeposting" für Taxi 60 160 - aus tiefer Überzeugung.