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Donnerstag, 11. Dezember 2008
Im Rahmen der diesjährigen LeWeb08 habe ich jeweils am Abend köstlich gespeist.

Die typische Pariser Brasserie

Am ersten Abend gemeinsam mit Lee Bryant, Ulrike Reinhard und Christian Jung in der Brasserie Flo, den Tipp hab ich aus dem Guardian! Wie es scheint gehört diese Brasserie zu einem größeren Konzern, der Groupe Flo. Vor allem dafür muß man sagen, dass Sie den Charme einer Brasserie aus den frühen 1920ern hervorragend erhalten haben. Vom Interieur, über die Kellner bis zum guten vin du table stimmt hier alles. Die Karte macht Lust auf mehr. Wer so wie wir völlert bis zum Umfallen (3-4 Gänge), der muß inkl. Getränken (+ Kaffe, + digestif, etc.) mit rund EUR 70,- pro Person rechnen.

Brasserie-Flo-Paris

Das Pariser Luxusrestaurant

Gestern Abend hatte ich wie schon getwittert eine Dinnererfahrung die ganz extraordinaire war. Zum einen lag das an den Begleitern - neben einmal mehr Ulrike Reinhard war das eine der gefragtesten Modefotografinnen der Welt und Ayman der von Dubai aus sich intensiv mit der Situation in Syrien beschäftigt. Unsere Gespräche waren faszinierend, lustig, tiefsinnig und sehr bereichernd. Das alles in einer völlig surrealen Umgebung designed von Philippe Starck - dem Baccarat Restaurant Cristal Room. Ich dachte teilweise ich bin in einem Märchen. Zum Glück war ich eingeladen - wenn die Suppe EUR 30,- und der Hauptgang EUR 60,- kostet ;-) Alles war herrlich und ein Fest ... Danke, Danke, Danke für diesen Abend - ich habs genossen.

Baccarat-Restaurant-Cristal-Room

Ich bin kein großer Freund von der VZ Familie (was sich in diversen früheren Blogposts nachlesen lässt).

Was man aber festhalten muß ist die gewaltige Bedeutung von der VZ Familie für die Entwicklung von "Web2.0" in der D/A/CH Region. Blogs kommen bei uns nicht über Ihr Nischendasein hinaus (im Gegensatz zu anderen internationalen Märkten) und auch wenn es 10 Robert Basics gäbe, es hätte keine große Bedeutung für die Entwicklung eines neuen medialen Zeitgeists in der D/A/CH Region.

Fasziniert und überrascht war ich hingegen von der Tatsache, dass meine Nichte mit 12 Jahren schon längst SchuelerVZ Mitglied ist und dabei 258 Freunde zählt. Die lebt aber in Österreich "am Land" und Ihr hat das niemand erklärt, niemand musste sie überzeugen sondern es ist das normalste auf der Welt - es sind schließlich alle Ihre Freunde aus der Schule dort.

Web 2.0 ist kein Elitenprogramm!

Das heißt Web 2.0 ist nicht länger ein urbanes Berliner Prenzlauerberg Phänomen einer selbstverliebten Konferenzkarawane, sondern Teil des täglichen Lebens von Millionen sehr jungen Menschen, die dadurch auch ganz natürlich weitere Web 2.0 Angebote kennen lernen werden.

Damit hat die VZ Familie und damit die Holtzbrinck Verlagsgruppe eine nicht zu unterschätzende gesellschaftliche Verantwortung. Sie hat auch die Möglichkeit die Rahmenbedingungen in der Online Werbung proaktiv mitzuentwickeln - der Schritt weg vom stumpfen PI Click Wahnsinn ist ein positives Signal.

Aber der Weg wird ein weiter sein, denn der Filz unwissender aber nach wie vor sehr gut verdienender Markenartikler/Werbeagenturen/Mediaagenturen wird nur schwer zu durchdringen sein.