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Sonntag, 1. Februar 2009
Der YouTube Präsident düpiert die StarReporter - ein gelungener Artikel von Marc Pitzke aus New York über die Entwicklungen in der Kommunikationspolitik der neuen Administration von Barack Obama und die Reaktionen der traditionellen Medien auf neue Situationen.

Gatekeeper-Massenmedien-Social-Media-Web-20

"Wir haben eine Tradition, wie wir über den Präsidenten berichten", erinnerte CBS-Veteran Bill Plante den neuen Regierungssprecher Robert Gibbs auf dessen erster, konfrontativer Pressekonferenz vergangene Woche säuerlich. Doch um diese Tradition schert sich Obama wenig. Wie schon im Wahlkampf kommuniziert er lieber ohne den Medienfilter - oder nutzt ihn als Verstärker.
Verständlich - Barack Obama schert sich wenig um Traditionen sondern handelt pragmatisch und zielorientiert. Es geht hier an fette Pfründe!

Kein Wunder, dass die Korrespondenten im West Wing darüber verschnupft sind: Sie fürchten um die Exklusivität ihrer Jobs, beziehungsweise, wie sie es formulieren, um die Pressefreiheit. Schon länger sehen sie ihren Einfluss schwinden: Dank der neuen Informationskanäle, des Aufstiegs der Bloggerszene und dank Obamas medialer Allgegenwärtigkeit ist ihre einst legendäre Rolle fast zur Statistenfunktion verkommen.
Hier werden die schlimmsten Befürchtungen traditioneller Massenmedien Wirklichkeit. Besonders skurril ist die Sorge um die "Pressefreiheit" - was bedeuten würde, dass alle zur gleichen Zeit den selben Zugriff auf die selbe Information haben. Doch genau das ist zum Nachteil der etablierten Player. Nachrichtenoligopole werden dadurch gefährlich unterwandert.

Barack Obama war unter zu Hilfenahme von Web 2.0 und Social Media dermaßen erfolgreich sich ein nachhaltiges Audience aufzubauen, durch hundertausende Verlinkungen und Referenzierungen der Blogosphere im Index der Suchmaschine Google so verankert zu sein, dass er heute traditionelle Massenmedien weniger notwendig braucht als jeder seiner Vorgänger.

Die Gatekeeper verlieren Einfluß

Er wird damit ein Stück weit unabhängiger, ist damit weniger anfällig für Manipulation, hat jederzeit die Chance seine Sicht der Dinge direkt und ungefiltert zu vermitteln, denn sobald seine Message einen Tipping Point erreicht (= 100.000 Views auf YouTube, zehntausende Tweets, tausende Verlinkungen) können Vertreter der traditionellen Massenmedien nicht umhin sich dem Inhalt im Rahmen der Berichterstattung zu widmen.

Wann emanzipieren sich Unternehmen?

Die Politik hat am Beispiel Barack Obama eindrucksvoll gezeigt, was Emanzipation im Kontext der Medien bedeutet.

Die selbe Entwicklung ist im Bereich von Unternehmen zu erwarten. Je größer und bedeutender die Kraft einer Marke ist, desto größer ist die Chance eines Unternehmens sich zu emanzipieren und auf Basis Ihrer Marke Medien zu etablieren. Ein gutes Beispiel ist BMW mit Ansätzen wie BMW-web.tv und Ihrer Präsenz in YouTube & Co.

Die Kampagne Barack Obama hat gezeigt, dass Web 2.0 und Social Media die effektivste Möglichkeit sind neue kommunikative Handlungsmöglichkeiten zu erschließen.