Montag, 4. Mai 2009
"wie merkwürdig, dass Sie beim European Publishers Forum am vergangenen Montag als die dunkle Seite der Macht angekündigt worden sind - und dass Sie dies angenommen haben. Für mich selbst war Ihr Vortrag der kreativste von allen, denn er zeigte uns Teilnehmern die Realität und gleichzeitig die Möglichkeiten von Synergien und Vernetzung. Lassen Sie sich's nicht verdriessen. Ich möchte mich jedenfalls bei Ihnen für die Inspiration bedanken."
Eine Mail mit diesem Inhalt habe ich am Wochenende von einem Zuhörer meines Vortrags am European Newspaper Congress 2009 erhalten. Danke sehr für die Blumen, das freut mich wirklich!
Ein anderer Zuhörer mit dem ich Tags darauf Mittagessen war um mich auszutauschen meinte weiters im Gespräch:
"... viele der Chefredakteure dieser regionalen Tageszeitungen haben in den vergangenen 30 Jahren wie Lokalfürsten in einer abolutistischen Welt agiert. Die können es schlicht und einfach nicht fassen, dass sich rundherum alles ändert und sie an Einfluß verlieren - das ist wie eine Majestätsbeleidigung ..."
Diese Vermutungen bestätigen vieles was man wahrnimmt, wenn man den handelnden Personen zuhört. Auch die ewige Debatte, dass Qualitätsjournalismus durch das Internet gefährdet sei - schon die Aussage selbst ist so abstrus.
Das wäre wie wenn man sagt, Papier gefährdet Qualitätsjournalismus - weil jeden Tag Milliarden Papierzettel mit unwichtigen Nachrichten bekritzelt werden ...
Ich dachte immer Qualitätsjournalismus ist unabhängig vom Ausgabemedium? Wenn sich Qualitätsjournalismus so wie die Lokalfürsten von gestern sich diesen vorstellen nicht mehr durchsetzt - d.h. sich auf einem freien Markt nicht mehr refinanzieren lässt (und das ist auch nur eine nicht bewiesene These) so müssten sich doch jene Fürsten fragen ob sie eventuell falsch liegen? Nein, Millionen Rezipienten liegen falsch, ganz klar ...
Eine Mail mit diesem Inhalt habe ich am Wochenende von einem Zuhörer meines Vortrags am European Newspaper Congress 2009 erhalten. Danke sehr für die Blumen, das freut mich wirklich!
Ein anderer Zuhörer mit dem ich Tags darauf Mittagessen war um mich auszutauschen meinte weiters im Gespräch:
"... viele der Chefredakteure dieser regionalen Tageszeitungen haben in den vergangenen 30 Jahren wie Lokalfürsten in einer abolutistischen Welt agiert. Die können es schlicht und einfach nicht fassen, dass sich rundherum alles ändert und sie an Einfluß verlieren - das ist wie eine Majestätsbeleidigung ..."
Diese Vermutungen bestätigen vieles was man wahrnimmt, wenn man den handelnden Personen zuhört. Auch die ewige Debatte, dass Qualitätsjournalismus durch das Internet gefährdet sei - schon die Aussage selbst ist so abstrus.
Das wäre wie wenn man sagt, Papier gefährdet Qualitätsjournalismus - weil jeden Tag Milliarden Papierzettel mit unwichtigen Nachrichten bekritzelt werden ...
Ich dachte immer Qualitätsjournalismus ist unabhängig vom Ausgabemedium? Wenn sich Qualitätsjournalismus so wie die Lokalfürsten von gestern sich diesen vorstellen nicht mehr durchsetzt - d.h. sich auf einem freien Markt nicht mehr refinanzieren lässt (und das ist auch nur eine nicht bewiesene These) so müssten sich doch jene Fürsten fragen ob sie eventuell falsch liegen? Nein, Millionen Rezipienten liegen falsch, ganz klar ...
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