Ich habe keines, fuer den Streik der OEBB. Und warum rufen manche nach Solidaritaet? Warum zeigen 47.000 OEBB Bedienstete keine Solidaritaet mit dem Rest von Oesterreich und verzichten auf Dienstrechte, Unkuendbarkeiten, Pensionsalter von durchschnittl. 52 Jahren, etc... Ja, als OEBBler wuerde ich auch nur ungern verzichten. Insofern ist es denen kaum anzulasten. Anzulasten ist es den Regierungen der 70er Jahre die alle zusammen ca. 13 Dioptrien gehabt haben muessen, was die Kurzsichtigkeit in Bezug auf gesellschaftliche und demographische Entwicklungen betrifft.
Warum sagen manche ausserdem, dass hier Vermoegen des Steuerzahlers verkauft wird? Auf dieses Vermoegen verzichte ich herzlich gerne!
Eigenartig auch, dass es anscheinend Markenzeichen von Gewerkschaftsvertretern ist, ein ausgepraegtes Doppelkinn zu haben.... Scheint nicht so als dass da jemand hart arbeitet.
Anzumerken bleibt, dass ich damit nicht ein Verfechter von nicht durchdachten "privatisieren um des privatisierens Willen" Loesungen a la Grossbritannien bin.
Warum sagen manche ausserdem, dass hier Vermoegen des Steuerzahlers verkauft wird? Auf dieses Vermoegen verzichte ich herzlich gerne!
Eigenartig auch, dass es anscheinend Markenzeichen von Gewerkschaftsvertretern ist, ein ausgepraegtes Doppelkinn zu haben.... Scheint nicht so als dass da jemand hart arbeitet.
Anzumerken bleibt, dass ich damit nicht ein Verfechter von nicht durchdachten "privatisieren um des privatisierens Willen" Loesungen a la Grossbritannien bin.
tom meinte am 14. Nov, 15:09:
les ich da
zwischen den zeilen ein klein bischen verärgerung bzw. agressieon?kann ich nur verstehen, ich bin scuh aschon lange suer auf diese öbbbrut....
Sierra antwortete am 14. Nov, 16:01:
eigentlich nicht so sehr. ich versteh, dass man sich von lieb gewonnenem sehr schwer trennt. ich versteh auch dass, wenn man in einer anderen welt lebt, der blick auf die realitaet manchmal verbaut bleibt. wie gesagt mein aerger richtet sich nicht gegen die lokfuehrer, fahrdienstleiter, schaffner, etc. die koennen nix dafuer. es sind die politiker die sich vor jahrzehnten um (nun) unser geld damals waehlerstimmen gekauft haben. was hilft es auf dem oebbler rumzuhacken? das waere zu einfach...
tom antwortete am 14. Nov, 17:46:
stimmt
da hast du recht.wir könnten ja eine angleichung sämmtlicher öffentlicher (oder wie sagt man da) dienstverträge an die öbbzustände angleichen...
dann sinkt auch die arbeitslosenrate....
wie sich der kleine tom das wieder vorstellt, gell...
ossi1967 meinte am 15. Nov, 12:56:
Brainwashed
Offenbar haben es die Wirtschaftslobbies geschafft. Deiner Meinung nach geht es in dem Konflikt um die ÖBB-Zerschlagung also um (zugegeben sehr eigentümliche) dienstrechtliche Fragen?Du hast nicht mitbekommen, daß die kritisierte "Reform" der Regierung lt. Rechnungshof gerade in Personalfragen exakt Null Einsparungspotential hat?
Du hast nicht mitbekommen, daß der wirklich teure Großteil dienstrechtlicher Sonderstellungen auch ohne jede Gesetzesänderung auf Basis der jetzt geltenden Regelungen möglich gewesen wäre?
Natürlich nicht. Es ist ja auch viel einfacher daran zu glauben, daß hier ein paar fettgefressene Gewerkschaftsbonzen um unverschämte Privilegien kämpfen. Man müßte sich ansonsten Gedanken darüber machen, was die ÖBB-Zerschlagung wirklich bedeutet, wem sie nutzt, auf wessen Kosten sie geht, warum sie zwar scheinheilig unter Berufung auf EU-Regelungen, aber dann doch seltsamerweise nicht EU-konform durchgeführt wird.... usw.
Man könnte am Ende draufkommen, daß sich mit der jetzt geplanten Gesellschaftsstruktur ein paar Leute die profitablen Rosinen aus dem Kuchen holen, währen wir (=die Allgemeinheit, die Steuerzahler) auf dem völlig unrentablen Rest sitzenbleiben, der mangels irgendwelcher Einnahmen noch schwieriger zu finanzieren sein wird als die jetzige ÖBB.
Und Solidarität... ja, wozu eigentlich? Wozu in dieser Gesellschaft mit irgend jemandem solidarisch sein? Mit den VOESTlern? Mit den ÖBBlern? Mit den Beamten? Wozu? Uns geht's ja gut, gell? Mir ganz persönlich geht's wirtschaftlich um Häuser besser als dem durchschnittspriviligierten ÖBBler. Ist aber ein blödes Gefühl. Da ist es doch viel schöner, wenn mir meine liebe Regierung einen Punkt, einen einzigen Punkt aufzeigt, in dem es dem ÖBBler besser geht als mir. Dann kann ich von meinem Ledersofa vor dem 16:9 Dolby Surround-Fernseher auf die Privilegienritter schimpfen. Hach, wie ist das schön!
