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Gestern wiedermal im verwunschenen Admiral Kino (am Beginn der Burggasse). Ein feines Relikt, dass die Megaplexxe ueberlebt zu haben scheint. Aber auch nur mit viel Idealismus. Auf jeden Fall zeigt man dort immer wahre cineastische Leuchtpunkte, wie damals Jalla Jalla.
Sehen wollten wir eigentlich Die Reise nach Kafiristan, nur wir waren einen Tag zu frueh dran (aber der Film wird nachgeholt!).
noialbinoi

Also wurde es Noi Albinoi. Die Geschichte eines desillusionierten Jugendlichen in Island, mitten in einer trostlosen und perspektivenlosen Umgebung. Revolution gegen alles und ein 17jaehriges Maedchen als einzige Verbuendete im Kampf gegen Windmuehlen. Und alles steuert auf die Katastrophe zu....

Ein interessanter Film, der zum Nachdenken anregt und Island nicht unbedingt zum Reiseziel No.1 macht. Islaendisch kann ich uebrigens auch nicht. Aber durchaus sehenswert.
werft meinte am 18. Mrz, 16:06:
Noí ist alles andere als desillusioniert. Im Gegenteil, er versucht ja ständig, aus der Eiswüste abzuhauen. Zumindest habe ich das so in Erinnerung (ist aber schon ein Jahr her). 
Sierra antwortete am 19. Mrz, 09:50:
hm, stimmt. da hast du recht. er hat ja eigentlich die illusion, das er aus der sache rauskommt - und zwar so wie er sich das vorstellt.... 
noelscheich antwortete am 19. Mrz, 10:46:
Für mich ging es um Hoffnung. Bemerkenswert, wie der Film durchweg positiv gestimmt bleibt, bei all den Wendungen der Geschichte und der Trostlosigkeit des Schauplatzes. Selbst wenn er dann doch nicht den letzten Schritt dahin schafft, tief zu berühren, lohnt sich der Kinobesuch allein wegen mancher Szenen. Wie Noí mit dem Pfarrer um die Tiefe des Grabes feilscht ... sehr fein. Überhaupt schien mir die ganze Grabgeschichte ein Schnelldurchlauf des Films zu sein, der auch sonst voll solcher Metaphern ist.
Manche sagen, es seien zu viele Bilder und zu wenig Aussage. Na und? Mir hat er gefallen, wie übrigens auch Kill Bill (und Montags unter der Sonne). Ja, ist ein haarsträubender Vergleich, ist aber auch nicht als solcher gemeint. Will ja aus einer Parallele keinen Elefanten machen. ;-)