Neues Hobby am Wochenende die Sueddeutsche. Das dauert zwar fast 2 Tage sich da durchzugraben, aber am Balkon in der Sonne ist das genau richtig.
Und das schwer zu schreibende "Feuilleton" schreibt genial ueber eine Supermacht voller Selbstzweifel:
Blättert man derzeit durch die internationale Presselandschaft, scheint es, als hätten die USA den Rest der Welt zu einem globalen gallischen Dorf degradiert, das mit dem Zaubertrank des moralischen Rechts gegen den Allmachtsanspruch des amerikanischen Imperiums kämpft.
Doch vor Ort sieht die amerikanische Realität ganz anders aus. Längst sind es nicht mehr nur die Demonstranten und linken Publizisten, die mit den imperialen Ambitionen ihrer Regierung hadern. Angesichts der machthungrigen, herrschsüchtigen Elite der so genannten Neocons um George W. Bush befindet sich Amerika in einer kollektiven Identitätskrise.
Der Yale-Historiker Paul Kennedy sieht zwar die Chance, dass sich die USA nun mit einer Mischung aus Wilsonschem Sendungsbewusstsein und Reaganscher Drohgebärden seinen Einfluss auf den Nahen Osten so geschickt ausbauen könne, dass das 21. ein wahrhaft amerikanisches Jahrhundert werde. Doch er gibt zu bedenken, dass imperiale Macht auch jene drückende Last mit sich bringt, die Rudyard Kipling als „White Man’s Burden“ beschrieb – und den Hass der übrigen Welt.
Im Internet kursiert derzeit ein Zitat, das dem Komiker Chris Rock zugeschrieben wird. „Es hat sich schon einiges geändert, wenn der beste Rapper ein Weißer und der beste Golfer ein Schwarzer ist, wenn Frankreich den USA Arroganz vorwirft und Deutschland nicht in den Krieg ziehen will.“ Der Kalauer trifft genau, was diesen Konflikt für Amerika so schmerzhaft macht. Einer Nation, die weder auf Geografie noch auf einer angestammten Bevölkerung beruht, bleibt als Identitätsstifter nur der Stolz auf die gemeinsame Leistung. Das Bild von der herrschsüchtigen Weltmacht passt aber nicht in dieses Selbstverständnis.
der Schluesselsatz fuer mich: Einer Nation, die weder auf Geografie noch auf einer angestammten Bevölkerung beruht, bleibt als Identitätsstifter nur der Stolz auf die gemeinsame Leistung. - egal was es ist. recht Hand an die Brust und gemeinsam stolz sein heisst die Devise...
Und das schwer zu schreibende "Feuilleton" schreibt genial ueber eine Supermacht voller Selbstzweifel:
Blättert man derzeit durch die internationale Presselandschaft, scheint es, als hätten die USA den Rest der Welt zu einem globalen gallischen Dorf degradiert, das mit dem Zaubertrank des moralischen Rechts gegen den Allmachtsanspruch des amerikanischen Imperiums kämpft.
Doch vor Ort sieht die amerikanische Realität ganz anders aus. Längst sind es nicht mehr nur die Demonstranten und linken Publizisten, die mit den imperialen Ambitionen ihrer Regierung hadern. Angesichts der machthungrigen, herrschsüchtigen Elite der so genannten Neocons um George W. Bush befindet sich Amerika in einer kollektiven Identitätskrise.
Der Yale-Historiker Paul Kennedy sieht zwar die Chance, dass sich die USA nun mit einer Mischung aus Wilsonschem Sendungsbewusstsein und Reaganscher Drohgebärden seinen Einfluss auf den Nahen Osten so geschickt ausbauen könne, dass das 21. ein wahrhaft amerikanisches Jahrhundert werde. Doch er gibt zu bedenken, dass imperiale Macht auch jene drückende Last mit sich bringt, die Rudyard Kipling als „White Man’s Burden“ beschrieb – und den Hass der übrigen Welt.
Im Internet kursiert derzeit ein Zitat, das dem Komiker Chris Rock zugeschrieben wird. „Es hat sich schon einiges geändert, wenn der beste Rapper ein Weißer und der beste Golfer ein Schwarzer ist, wenn Frankreich den USA Arroganz vorwirft und Deutschland nicht in den Krieg ziehen will.“ Der Kalauer trifft genau, was diesen Konflikt für Amerika so schmerzhaft macht. Einer Nation, die weder auf Geografie noch auf einer angestammten Bevölkerung beruht, bleibt als Identitätsstifter nur der Stolz auf die gemeinsame Leistung. Das Bild von der herrschsüchtigen Weltmacht passt aber nicht in dieses Selbstverständnis.
der Schluesselsatz fuer mich: Einer Nation, die weder auf Geografie noch auf einer angestammten Bevölkerung beruht, bleibt als Identitätsstifter nur der Stolz auf die gemeinsame Leistung. - egal was es ist. recht Hand an die Brust und gemeinsam stolz sein heisst die Devise...
