Am Dienstag saß ich bei einem sehr spannenden Mittagessen mit Martin Bredl. Neben spannenden Geschichten über Afrika, schwarze Mambas und die unendliche Weite haben wir natürlich auch über "unsere Themen" gesprochen. Dabei ging es auch um Unterricht/Schule und welchen Beitrag die neuen Tools der social software dort etwas beitragen könnten. Ich bin der Meinung, wenn es um e-Literacy geht, dann müssen wir in erster Linie an die Lehrer und nicht an die Schüler denken. Die Schüler sind firm was die Tools angeht - da sind die Lehrer aber zum größten Teil nicht in der Lage in einen Dialog auf Augenhöhe zu treten, weil Ihnen die Kompetenzen fehlen. Wie aber Markus Pirchner in den Kommentaren vollkommen richtig anmerkt haben die Lehrer eine große Aufgabe was die Vermittlung der sozialen, ethischen und kulturellen Dimension der neuen Online Kommunikation angeht. Trotzdem erst die Basis - d.h. die Fähigkeit zur Bedienung dieser Tools - schafft die Grundlage zur Entwicklung des durchaus notwendigen geistigen Überbaus.
Pirchner meinte am 1. Mrz, 13:39:
Die Crux mit dem Überbau (dieser alten Zicke)
ist die, dass er sich nicht losgelöst vom Fundament (das ja bekanntlich die Basis der Grundlage ist) vermitteln lässt. Die Vermittlung müsste meiner Ansicht nach Hand in Hand gehen. Womit wir beim Kern des Problems wären: Der Lehrkörper (und -kopf) ist im Durchschnitt weder in der Lage, das eine (Tools, Technik) noch das andere (soziale, ethische etc. Implikationen) qualifiziert an die Kids weiter zu geben. Sie müssten es ja vorher selber beherrschen und verstanden haben.(Ja ja, ich geb's ja zu, das ist meine späte Rache am Gros meiner LehrerInnen und Profs :-))
