ich schließe mich Mario Sixtus vollinhaltlich an!
"... Das Auftauchen von Second Life muss zu einem kollektiven Aufatmen in den Marketing-Abteilungen dieses Planeten geführt haben. Endlich kann man auch im Internet so weitermachen, wie in der guten alten Zeit vor dem Internet. Man kann Plakate aufstellen, Filialen eröffnen, Werbespots auf riesigen Leinwänden ausstrahlen und sogar Verkaufspartys veranstalten. Toll. Ganz, wie damals. Das beste: Sogar die Presse hat man endlich wieder auf seiner Seite. Die Eröffnung eines Zeitschriftenladens in Bad Salzuflen ist wahrscheinlich noch nicht mal der dortigen Lokalzeitung eine Notiz wert, stellt "Vanity Fair" hingegen einen einsamen Zeitungskiosk in Second Life auf, verbreiten die Agenturen das brav als Nachricht – selbstverständlich inklusive Bild, das ebenso selbstverständlich nicht auf die allgegenwärtigen, vollbusigen Avatar-Statistinnen verzichtet.
Das einzig Dumme an der Sache: Second Life befindet sich ebenso wenig "im Internet", wie Bad Salzuflen. Second Life ist ein Biotop, eine abgeschlossene Blase, die das Netz lediglich als Datentransportweg nutzt. Man könnte meinen, der Betreiber Linden Labs hätte Second Life als Beruhigungsmittel für Zukunftsscheue entwickelt: Zu guter Letzt ist das Leben im Netz auch für jene zu begreifen, die das Netz selbst nie begriffen haben. Second Life ist somit die letzte Bastion des 20-ten Jahrhunderts. Ein Asyl für Ewiggestrige und Veränderungsverweigerer. Die Zukunft sieht anders aus."
[via Themenblog]
"... Das Auftauchen von Second Life muss zu einem kollektiven Aufatmen in den Marketing-Abteilungen dieses Planeten geführt haben. Endlich kann man auch im Internet so weitermachen, wie in der guten alten Zeit vor dem Internet. Man kann Plakate aufstellen, Filialen eröffnen, Werbespots auf riesigen Leinwänden ausstrahlen und sogar Verkaufspartys veranstalten. Toll. Ganz, wie damals. Das beste: Sogar die Presse hat man endlich wieder auf seiner Seite. Die Eröffnung eines Zeitschriftenladens in Bad Salzuflen ist wahrscheinlich noch nicht mal der dortigen Lokalzeitung eine Notiz wert, stellt "Vanity Fair" hingegen einen einsamen Zeitungskiosk in Second Life auf, verbreiten die Agenturen das brav als Nachricht – selbstverständlich inklusive Bild, das ebenso selbstverständlich nicht auf die allgegenwärtigen, vollbusigen Avatar-Statistinnen verzichtet.
Das einzig Dumme an der Sache: Second Life befindet sich ebenso wenig "im Internet", wie Bad Salzuflen. Second Life ist ein Biotop, eine abgeschlossene Blase, die das Netz lediglich als Datentransportweg nutzt. Man könnte meinen, der Betreiber Linden Labs hätte Second Life als Beruhigungsmittel für Zukunftsscheue entwickelt: Zu guter Letzt ist das Leben im Netz auch für jene zu begreifen, die das Netz selbst nie begriffen haben. Second Life ist somit die letzte Bastion des 20-ten Jahrhunderts. Ein Asyl für Ewiggestrige und Veränderungsverweigerer. Die Zukunft sieht anders aus."
[via Themenblog]
blundstone (anonym) meinte am 2. Apr, 15:51:
hmm
..da hat wohl jemand (sixtus) keine ahnung von MMPORG's. das ist second life nämlich. es ist sim city mit echten einwohnern. the sims 2.0 (hahaha). oder von mir aus world of warcraft für pazifisten. jedenfalls scheint mir dieser sixtus genauso ein internetversteher zu sein wie gewisse andre leute, über deren übergescheite wortspenden ich immer wieder grinsen muss. hehe.
mir geht der ganze hype um second life auch am oasch. aber ewiggestrige und veränderungsverweigerer? wir wollen mal nicht übertreiben.
er sollte sich mal hinsetzen und ein paar stunden onlinegames zocken. bevor er sein arrogantes maul aufreisst und millionen von nutzern als idioten bezeichnet.
sknecht (anonym) antwortete am 3. Apr, 11:43:
anderswo macht man sich auch den ein oder anderen Gedanken
Sierra antwortete am 3. Apr, 14:09:
naja, so global würde ich mario sixtus nicht bashen - man kann ja im einen oder andern fall anderer meinung sein. 2nd Life mag scho eine nette Sache sein, aber imho gnadenlos überschätzt derzeit und ich glaub schon, dass der Wunsch der Marketingleute hier der Vater des Gedankens ist... insofern hat er Recht...
blundstone (anonym) antwortete am 3. Apr, 19:02:
ich bashe nicht
ich bin gescheit. hehe.naja, bashen war hier nicht die absicht - aber der arrogante unterton in seinem pamphlet spricht von einer nicht sehr tiefen auseinandersetzung mit der thematik. und halbwissende maulhelden kann ich gar nicht leiden.
second life? wird seine sexiness verlieren, so wie jeder trend. nach den leadern kommen die follower, und wenn die auch genug haben, geht's nach dem heuschreckenprinzip weiter. war bisher immer so. abgesehen davon ist second life nur ein aufgewärmter schas: http://www.activeworlds.com/
auf basis dieses systems haben wir bei einem meiner ersten arbeitgeber (im schönen jahre 2000) schon mal so ne "world" gebaut. hatte 60k user, eine irrsinnig hohe zahl angesichts der damals noch ziemlich armseligen bandbreiten. grund für die damalige erfolglosigkeit? ganz genau, technische limits.
