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Oh mein Gott - was hat sich SinnerSchrader dabei gedacht einen Bernd M. Michael als Keynote Speaker für next07 zu engagieren? Nicht viel... Es ist ja OK sich mit dem Establishment zu arrangieren, wenn inhaltlich nur Schrott dabei rauskommt, dann muß es aber doch nicht sein.

Was bringt es einen ewig Gestrigen dazu zu überreden seinen Senf zu Dingen abzugeben die er ohnehin nicht versteht. Also besagter Herr Michael (der wie man mir sagte eine Legende der alten Werbewelt ist...) wollte zu Brand Wikization sprechen.

Es begann damit, daß er die Bühne betrat mit seiner persönlichen Leibsklavin die dazu degradiert war immer brav Knöpfchen zu drücken, wenn der Meister die nächste Folie wollte. Anscheinend muß das die bemitleidenswerte Frau immer machen (wie auf dem rechten Foto hier). Auf seine dämlichen Scherze hin musste sie auch immer mit breitem Grinsen zustimmend nicken und vor versammeltem Publikum stellte er fest, dass er nun endlich nach 26 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit einen Fehler auf der Folie fand, weil Sie ein Zitat von John Naisbitt falsch datiert hätte - wollte er Sie loben oder wollte er sie lobend bloßstellen? Egal es zeigte nur die Haltung von diesem abgehobenen und arroganten Schnösel.

Herr Michael referierte also darüber, dass Massenmarketing schon immer die rentabelste Form des Verlkaufs war - Herr Michael, darf ich buchstabieren: S T R E U V E R L U S T. Noch nie gehört? Er sprach auch darüber, dass 10% der Blogs lesenswert seien und 90% nur Trash. Aha! Fragt sich nur für wen? Der gute Herr bekommt anscheinend einfach nicht die Reichweitendenke raus aus dem Hirn! Und Hut ab, wenn er 10% aller Blogs lesenswert findet, das könnte ich nicht behaupten - die sind ja auch nicht für mich bestimmt.

Dann erzählte er uns, dass YouTube um 1,6 Mrd. USD gekauft wurde und aktuell 15 Mio USD Umsatz macht - das erklärt in seinem engen Horizont natürlich, dass das alles nur Schrott sein kann. Schlag nach bei MySpace, diesem Ding von dem er wahrscheinlich noch nie gehört hat, das seinerzeit um USD 580 Mio gekauft wurde und heute 10% aller Google AdSense Anzeigen vereint, 30 Mio USD monatlichen Revenue erzielt und einen Vermarktungsdeal mit Google in Höhe von USD 1 Mrd. abgeschlossen hat.

Und Herr Michael sieht sich bestätigt, denn er sieht im Netz nur alte Marken dominant vertreten so wie zB Quelle. Internetmarken gäbs nicht??? Hää? Quelle sehe ich eigentlich nur auf der SinnerSchrader Website beworben sonst gar nirgends.

Und er stellte die bemerkenswerte These auf "je mehr User generated Content, desto weniger brauchbar" Ja für Ihn! Das glaub ich. Der gute Mann konnte sein Leben lang nicht mehr info verarbeiten als 15 Schwarzpappen für eine dämliche Präse. Baby, that's so 80ies...

"Menschen müssen gesagt bekommen, was sie wollen" das war auch eine so glorreiche Aussage des kleinen Reservewerbenapoleon und er brachte den feuchten Traum eines Werbeheinis, wo Pretty Woman gespielt wird, Julia Roberts das rote Kleid aussucht, während Mama + Papa daheim vorm TV sitzen. Plötzlich bekommt Mama einen Anfall (Frauen sind ja shoppingwütig!) nimmt die Fernbedienung, klickt sich rein ins Internetz und kauft das selbe rote Kleid um USD 389 im Online Store. Konvergenz Hurra... Ups, aufgewacht, Leintuch feucht...

Und immer wieder fühlen sich dann diese Banausen dazu berufen Herrn Pareto zu zitieren. Auf was hinaus? Weil sie glauben, dass sich jeder noch so dumme Vergleich auf die "80 : 20 Regel" runterzubrechen ist... und so sprach er salbungsvoll

Was den User generated Content betrifft so machen 20% Sinn und 80% sind Schrott.

Danke Herr Michael, was sie da faseln, ist zu 100% Schrott.
muesli meinte am 3. Mai, 15:59:
ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum ihr alle jedes jahr zu sinner&schrader pilgert - da ist schrott doch vorprogrammiert.. 
MasterOfDesaster antwortete am 3. Mai, 16:41:
oevp parteitag
next07
...
naja, wenigsten kommen dabei pikante beitraege zustande. 
muesli antwortete am 3. Mai, 16:43:
naja, zum parteitag wird sierra nicht mit der erwartung gefahren sein, was von den vortragenden zu lernen ;-) 
MasterOfDesaster antwortete am 4. Mai, 15:13:
wieso denn? von vorbilder kann man am besten lernen.

erst recht von den schlechten ;-) 
Pirchner meinte am 3. Mai, 17:25:
Aber, aber
Herr Rappold, Sie werden sich doch wohl nicht etwa echauffieren, oder?
;-)
Ich hätte ihm vermutlich laut schreiend seine Assi um die Ohren gedroschen 
kosmar (anonym) meinte am 3. Mai, 23:52:
mein instinkt hatte mch aus dem saal gejagt. danke für die bestätigung. 
bittersweet choc meinte am 4. Mai, 08:52:
ich finde die idee mit den leibsklav(inn)en schick. der herr von burda hatte sich zum beispiel einen männlichen sklaven namens heiko zum klicken mitgebracht, der allerdings für den grossen meister auch einmal auf ungemein soziale autozusammenstellprogramme und prominentenrankings in verschiedenen "flavours" hinweisen durfte. 
Joachim Graf (anonym) meinte am 4. Mai, 10:14:
Warum nicht einfach aufstehen und rausgehen?
Lasst uns doch einfach vornehmen, das nächste Mal bei so etwas einfach aufzustehen und rauszugehen. So als eine Art Macho-Sperre.... 
Armin (anonym) meinte am 4. Mai, 17:47:
Komische Website hat der...
Oben rechts steht ganz angeberisch "deutsch - englisch", so als ob die Seite zweisprachig waere. Nur kann man auf englisch klicken so viel man lustig ist, da passiert nix. Liegt das jetzt daran dass ich Laie bin oder der der die Seite erstellt hat? 
Andreas (anonym) meinte am 4. Mai, 19:45:
Streuverlust
Die Werbe-, und hier im besonderen die Mediawelt hat sich seit Jahren bequem im Streuverlust eingerichtet. Davon lebt eine ganze Branche. Kein Wunder, dass die sich mit Händen und Füssen wehren und sich weigern, das Internet ernsthaft zur Kenntnis zu nehmen. Diese Leute haben in den letzten Jahren nichts anderes getan, als halbherzig ihre bewährten Modelle aufs Internet zu übertragen, ausgestattet mit zuviel Budget, das ihnen ebenso phantasielose und innovationsunfreundliche Werbekunden in die Hände geben. Und keine Angst, nächste Woche wird "Werben & Verarschen", die Selbstbeweihräucherungspostille der Szene, den Mann kräftig bejubeln.