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Ja, ich gebe es zu. Auch bei mir sind 2 Mitarbeiter nur damit beschäftigt Kommentare zu beantworten. Martin wie viele sind es bei Dir? Bei Margot Wallström müssen es Hundertschaften sein, ganz zu schweigen von Jonathan Schwartz - Moment mal, da entsteht eine ganz neue Industrie, die Commentresponder, da gibts sicher bald einen WIFI Kurs oder was vom AMS und das sollte den Buchinger Erwin freuen. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der alten Schule, hut ab.

Danke ans MAIN-Blog, sonst hätte ich den Spaß verpasst:

Demokratiepolitischer Anspruch

Für ihn, meinte der Minister bei der Veranstaltung, habe das Weblog die Funktion eines echten Tagebuches, das er schon seit langem führe, nun eben im Internet. Außerdem biete das Weblog eine Möglichkeit, sich vom “Wahlvolk sozusagen über die Schulter schauen zu lassen”. Und dies sei nicht zu unterschätzen, denn mit der Nutzung neuer Technologien wie Web 2.0 bahne sich ein ein grundsätzlicher demokratiepolitischer Wandel an.

Ich nahm diese Gelegenheit wahr, um an Minister Buchinger endlich persönlich eine Frage zu richten, die sich bei seinem Weblog mir und anderen BloggerInnen aufdrängt. Sie betrifft die Kommentarfunktion, die in Buchingers Blog fehlt.

Gefragte Interaktivität

Ich fragte also, ob es sich bei diesem Weblog nicht doch eher um eine Anwendung des Web 1.0 handle. Denn wo sei der von ihm erwähnte demokratiepolitische Anspruch des Web 2.0 gegeben, wenn keinerlei Möglichkeit zur Interaktion und zum Dialog mit den LeserInnen vorgesehen ist? Und ergänzend wollte ich wissen, ob es demokratiepolitisch nicht angemessener wäre, in der (öffentlich finanzierten) Online-Kommunikation eines Politikers auch einen Rückkanal einzubauen, um eine Debatte über wichtige Fragen des Ressorts zuzulassen.

“Hier stutzte der Sozialminister ein wenig - und führte dann mangelnde Kapazitäten an. Sein Weblog schreibe er bis jetzt ganz allein, annähernd täglich, meist kurz vor Mitternacht”, berichtet Erich Möchel in der FutureZone des ORF im Artikel Der Minister und das Web 2.0 über die Reaktionen auf die nachgefragte Interaktivität. Er selbst habe diese interaktive Funktion anfänglich schon gewollt. Allerdings sei ihm von allen Seiten dringend abgeraten worden, rechtfertigte sich Buchinger.

In einer APA-OTS-Aussendung der SPÖ zu Buchinger über Web 2.0 findet sich dazu folgende Erklärung: “Von seinem eigenen Weblog berichtete der Sozialminister, dass es darin keine Feedback-Funktion gebe, weil man dafür zwei Mitarbeiter benötigen würde, er dafür alles selber schreibe. Des Weiteren werde es künftig einen monatlichen Chat geben.”


Ach ein Chat, genau - super Sache sowas. Da kann man dann auch jeden Schwachsinn von sich geben und morgen findets keiner mehr. Warum wundert mich das nicht, dass Politiker da mehr drauf stehen? Eine weitere Offenbarung und nicht unbedingt die intelligenteste - ich als Minister würde fragen wer im Kabinet mich so dilettantisch gebrieft hat...

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