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Keine Sorge es kommt nichts schlüpfriges - Mein Mitstreiter im Geiste Helge hilft mir.

Also gut. Die beiden Links sind austrian-reiseforum.com, wo die österreichische Staatsairline versucht, user-generierte Reisetipps abzugreifen, und inmotion.oebb.at, wo die österreichischen Staatsbahnen davon träumen, dass mirakulös ein brauchbares “Reisewiki” entsteht.

Mal ganz abgesehen davon, dass beide Plattformen fetzenschlecht umgesetzt sind: Wie kommen Bahn und Airline auf die Idee, dass ein bisschen bunt angefärbelte Software reicht, um ein erfolgreiches soziales Medium auf die Beine zu stellen? Ich kann mir nur vorstellen, dass da entweder jemand einem Vorstand beim Golfen “Heast, ihr MÜSST was Webzweinulliges machen, das ist DER Trend” ins Ohr geflüstert hat oder man einen Rahmenvertrag mit den umsetzenden Agenturen hatte, der fürs laufende Jahr halt noch irgendein weiteres Projekt vorsah.

[...]

Aus einem alten Social-Software-Lehrstück: Personal value precedes network value. Der persönliche Wert der Nutzung dieser Plattformen ist aber ungefähr so groß wie der Traum von Web2.0 feucht. Dieter, hast was Gutes gegen Magengeschwüre? Mich zwickt’s auch schon.

Lieber Helge - hier offenbart sich die fiese Hinterlist mein Hausmittel betreffend - diese Links nehmen, an einen guten kompetenten Freund weiterleiten, sofort vergessen und an einen Sonnenuntergang an einem weißen Sandstrand denken. Hilft innerhalb von 5min ;-)
muesli meinte am 3. Aug, 12:54:
ich hätt' sie dir also zurückschicken sollen? ;-) 
Sierra antwortete am 3. Aug, 13:01:
naja, genau da hakt ja mein Konzept :-) 
max (anonym) meinte am 3. Aug, 16:24:
inmotion
kann dir nur voll zustimmen, das schlimmste daran ist dann:
1. die "virale aktion" der öbb auf myspace (http://blog.myspace.com/how_oh ).
2. die kosten dieser ganzen kampagne heuer, UNGLAUBLICH!
3. die verbrannte erde die da hinterlassen wird. 
Sierra antwortete am 3. Aug, 16:49:
insiderwissen? sehr feines blog übrigens - lesenswert! 
max (anonym) antwortete am 3. Aug, 17:01:
erzaehl ich dir mal bei gelegenheit. 
max (anonym) antwortete am 3. Aug, 17:03:
PS: danke :) 
Markus Hübner (anonym) meinte am 15. Aug, 13:00:
Das für mich Schlimmste daran ...
Diese wirklich Schlimme an derlei Projekten ist nicht, dass sich hier größere Unternehmen die Hörner abstoßen und sich vielleicht in einem Lernprozess
den Dingen annähern. Sich vielleicht auch dadurch animiert mit wirklichen Experten auf diesem Gebiet austauschen um es anschließend besser zu machen.
Nein. Diese stümperhaften Versuche führen dann dazu, dass man anschließend das Thema Web 2.0 & Co. (was man alles sonst noch mit dem vergeudeten Budget und der Marke angestellt hat) verurteilt.

Es bedarf dazu eines Umdenkens. In den Zeiten der vorwiegend klassischen Markenführung und Werbung war es für Marketingverantwortliche eine einfachere Sache. Wiederkehrende Muster, von Mediaplanung über Kampagnenentwicklung usw. Man fühlte sich als Herr der Dinge und hatte alles selber in der Hand.

Inzwischen hat sich eine Menge getan. Technisch, gesellschaftlich bis hin zur Markenführung. Deshalb braucht es einen Ansatz der auch diese Dynamik integriert. Keinen Marketingentscheider der alles selbst versucht zu überblicken, keine Agentur die möglichst viel vom Marketingbudget abhaben möchte usw. User Generated Content, social communities usw. sind verdichtete Ausdrücke, dass Kunden heute ihre Marke mehr denn je aktiv selbst mitgestalten wollen, ein Teil davon zu sein.

Dieter, ich freue mich sehr wenn wir hier als Botschafter diesen Prozess begleiten. 
Sierra antwortete am 16. Aug, 21:02:
Markus, du weißt du rennst da bei mir offene Türen ein! Wir teilen sichtlich die Mission... ich wünsch uns ein gutes Gelingen ;-)