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Papillon meinte am 10. Jul, 09:46:
das problem mit den projektionen
ist das es im grunde ein nähe-problem ist. man glaub sich dem andern nicht öffnen zu können, weil man verletzt wird (dabei sehnt man sich nach nichts mehr als nach nähe, nach verstanden-werden, nach harmonie). man zieht sich zurück, kapselt sich ab, um nicht verletzt zu werden. genau das verstört den anderen, der sieht wiederum keinen grund nun sich zu öffnen. einen schritt auf den anderen zu zu machen.

angenommen es handelt sich bei beiden um ganz normal menschen mit einem durchschnittlich ausgeprägten bedürfnis nach liebe und nähen, einem gefühl für gerechtigkeit und für die gefühle anderer menschen. angenommen wir haben es hier nicht mit machtversessenen sadisten zu tun, was wohl auf den grossteil der menschen zutrifft, zumindest in meinem weltbild. dann könnte man, rein theoretisch, diese immer wieder kehrende situation entschärfen, in dem man den anderen in seiner suche nach annäherung, in seinem bedürfnis nach harmonie nicht auch noch zurückweist. wenn dieses bedürfnis nicht instrumentell eingesetzt wird, um den anderen an sich zu fesseln, zu besitzen, zu beherrschen. wenn man einfach ein bisschen weniger streng wäre, ein bisschen mehr leben liesse, ein bisschen mehr seinem (in uns allen liegenden) bedürfnis nach versöhnung, nach angenommen-werden, nach annehmen, nach gemeinschaft nachgeben würde.

das klingt alles unglaublich naiv. ist es auch. ich frage mich manchmal, ob menschen tatsächlich so sein können. dass sie immer wieder auf den anderen zugehen, ihn annehmen - auch wenn sie verletzt wurden. wahrscheinlich war jesus so ähnlich (hey, jesus ist HISTORISCH belegt)das problem ist, dass beziehungen in dieser welt leider so oft auf macht basieren. nicht nur zwischen männern und frauen. auch zwischen geschwistern, freunden......der eine unterdrückt oft den anderen, der starke, den schwachen. er wird stärker durch die schwäche des anderen. am besten sieht man das bei kleinen kindern, schulklassen. wir erwachsenen dürften das grossteils in unseren partnerschaften und familien ausleben, denn die gesellschaft hat uns, was das andere betrifft, einige sanktionen auferlegt.

aber das mit dem ersten schritt, da ist schon was wahres dran, glaub ich. bei israel schaut es ja momentan auch so aus, als ob es funktionieren würde. 

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