Heute müde und geschafft von den vergangenen Tagen in Berlin, beim Aufarbeiten im Büro.
Wie wars also?
Wenn man will kann man wirklich viel meckern. Das geht einfach und ist schnell erledigt. Ich hab mich auch vor allem über die Location aufgeregt.
Einziger offizieller Redner aus Österreich auf der Web 2.0 Expo in Berlin war Dieter Rappold, Gründer der ersten deutschsprachigen Blogger-Plattform Twoday. Seine Firma Knallgrau hat erst vor wenigen Tagen das neue interaktive Internetportal der deutschen WAZ-Gruppe online gebracht. Rappold sparte wie auch viele andere Teilnehmer nicht mit Kritik an der Organisation: "Räumlich war die Konferenz (am Berliner Messegelände, Anm.) eine Katastrophe." Die bunkerartigen Betonhallen dienten nicht dem Kern der Konferenz, dem "Socializing".
Ich bin ehrlich gesagt nicht dorthin gefahren um wirklich "explizit Neues" zu erfahren - ist das der Sinn einer Konferenz? Für mich nicht. Der wesentliche Sinn ist es sich mit den maßgeblichen Vertretern der Branche auszutauschen.
Mit Lee Bryant von headshift oder Sören Stamer von Coremedia eine Stunde zu plaudern bringt mehr als mit den Theoriekaisern über irgendeine ferne Zukunft zu spekulieren.
Und was das Ambiente beim socializing betrifft stellt man sich so eine Web 2.0 Expo in Nordkorea vor ... egal. Interessante Gesprächspartner gabs zu Hauf ...
Inhaltlich fand ich den Track von Andreas Weigend (Web 2.0 metrics) am interessantesten. Leider gibts dazu keine slides, aber sehr gute Gedanken und Ideen. Er erläuterte, dass die Idee von unique users und Page impressions auf historischen Ansätzen basiert und man sich die Frage stellen muß:
pages or people?
Welchen Wert haben Page Impressions, wenn zB 30% der PIs von Amazon über Suchmaschinen kommen und nach 1 click wieder weg sind. Heute sind die gleich viel wert wie die Page Impressions eines Users der sich 20min auf der seite aufhält und eine Rezension schreibt.
Sein Ansatz ging in Richtung:
"measuring attention gestures"
Also save/rate/vote/tag/comment/annotate u.ä tracken, messen, interpretieren usw. Zu dieser Session gäbs noch viel zu sagen, denken und diskutieren aber das muß ich alles erstmal ordnen in meinem Kopf. Fakt ist, dass diese Frage uns und unsere Kunden sehr beschäftigt, denn wenn wir keine Antwort darauf finden wie wir schlüssig erklären, dass derzeit Äpfel mit Birnen verglichen werden, werden sich die Budgets nicht der Realität annähern.
Ähnlich interessant war Nate Elliot von jupiterresearch (Session: Advertising 2.0) der großartige Daten + Fakten aus dem Web 2.0 lieferte. Er setzte eigentlich an ähnlichen Punkten wie Weigend an. Leider konnte ich seine slides bei slideshare noch nicht finden und warte auf sein Mail mit infos - dann verlinke ich die slides.
Axel Schmiegelow hat auch versucht seine Sicht der Dinge darauf zu liefern - leider kam es bei einigen Usern zu werblich rüber, bzw. wurden die gezeigten Daten hart hinterfragt:
This is an interesting topic - but why did sevenload come in and give us a sales pitch?! That is bad practice at a conference!
Axel's segment was really a sales-pitch for SevenLoad, which I found to be out of place. I also question the CPM numbers he presented for SevenLoad, which is essentially user-generated content after all.
Axel sprach auch offen darüber, dass es eine Herausforderung für Sevenload sei, mit "der negativen PR die ein 18jähriger mit ein paar Daten produziert" umgehen zu müssen, obwohl das Wachstum bei Sevenload hervorragend sei. Er bemerkte das aber ausdrücklich als positiv und wichtig - mich hätte ein sevenload Feedback auf die wirklich gut gemachte Analyse von gugelprouctions.de sehr interessiert, konnte aber noch keine finden?
Auch ganz generell war natürlich zu bemerken, dass viele Dinge "wieder und wieder" gebracht werden. Aber genau das ist wichtig - ich habe viele gleiche Sachverhalte mit neuen Perspektiven und Ansätzen gesehen und viel daraus gelernt. Das hilft enorm um die eigene Kommunikation zu verbessern.
Und wer im Web2.0 nicht so recht erfolgreich ist kann ja getrost Web3.0 ausrufen - es findet sich immer wer und vielleicht klappts dann besser ;-)
Wie wars also?
Wenn man will kann man wirklich viel meckern. Das geht einfach und ist schnell erledigt. Ich hab mich auch vor allem über die Location aufgeregt.
Einziger offizieller Redner aus Österreich auf der Web 2.0 Expo in Berlin war Dieter Rappold, Gründer der ersten deutschsprachigen Blogger-Plattform Twoday. Seine Firma Knallgrau hat erst vor wenigen Tagen das neue interaktive Internetportal der deutschen WAZ-Gruppe online gebracht. Rappold sparte wie auch viele andere Teilnehmer nicht mit Kritik an der Organisation: "Räumlich war die Konferenz (am Berliner Messegelände, Anm.) eine Katastrophe." Die bunkerartigen Betonhallen dienten nicht dem Kern der Konferenz, dem "Socializing".
Ich bin ehrlich gesagt nicht dorthin gefahren um wirklich "explizit Neues" zu erfahren - ist das der Sinn einer Konferenz? Für mich nicht. Der wesentliche Sinn ist es sich mit den maßgeblichen Vertretern der Branche auszutauschen.
Mit Lee Bryant von headshift oder Sören Stamer von Coremedia eine Stunde zu plaudern bringt mehr als mit den Theoriekaisern über irgendeine ferne Zukunft zu spekulieren.
Und was das Ambiente beim socializing betrifft stellt man sich so eine Web 2.0 Expo in Nordkorea vor ... egal. Interessante Gesprächspartner gabs zu Hauf ...
Inhaltlich fand ich den Track von Andreas Weigend (Web 2.0 metrics) am interessantesten. Leider gibts dazu keine slides, aber sehr gute Gedanken und Ideen. Er erläuterte, dass die Idee von unique users und Page impressions auf historischen Ansätzen basiert und man sich die Frage stellen muß:
pages or people?
Welchen Wert haben Page Impressions, wenn zB 30% der PIs von Amazon über Suchmaschinen kommen und nach 1 click wieder weg sind. Heute sind die gleich viel wert wie die Page Impressions eines Users der sich 20min auf der seite aufhält und eine Rezension schreibt.
Sein Ansatz ging in Richtung:
"measuring attention gestures"
Also save/rate/vote/tag/comment/annotate u.ä tracken, messen, interpretieren usw. Zu dieser Session gäbs noch viel zu sagen, denken und diskutieren aber das muß ich alles erstmal ordnen in meinem Kopf. Fakt ist, dass diese Frage uns und unsere Kunden sehr beschäftigt, denn wenn wir keine Antwort darauf finden wie wir schlüssig erklären, dass derzeit Äpfel mit Birnen verglichen werden, werden sich die Budgets nicht der Realität annähern.
Ähnlich interessant war Nate Elliot von jupiterresearch (Session: Advertising 2.0) der großartige Daten + Fakten aus dem Web 2.0 lieferte. Er setzte eigentlich an ähnlichen Punkten wie Weigend an. Leider konnte ich seine slides bei slideshare noch nicht finden und warte auf sein Mail mit infos - dann verlinke ich die slides.
Axel Schmiegelow hat auch versucht seine Sicht der Dinge darauf zu liefern - leider kam es bei einigen Usern zu werblich rüber, bzw. wurden die gezeigten Daten hart hinterfragt:
This is an interesting topic - but why did sevenload come in and give us a sales pitch?! That is bad practice at a conference!
Axel's segment was really a sales-pitch for SevenLoad, which I found to be out of place. I also question the CPM numbers he presented for SevenLoad, which is essentially user-generated content after all.
Axel sprach auch offen darüber, dass es eine Herausforderung für Sevenload sei, mit "der negativen PR die ein 18jähriger mit ein paar Daten produziert" umgehen zu müssen, obwohl das Wachstum bei Sevenload hervorragend sei. Er bemerkte das aber ausdrücklich als positiv und wichtig - mich hätte ein sevenload Feedback auf die wirklich gut gemachte Analyse von gugelprouctions.de sehr interessiert, konnte aber noch keine finden?
Auch ganz generell war natürlich zu bemerken, dass viele Dinge "wieder und wieder" gebracht werden. Aber genau das ist wichtig - ich habe viele gleiche Sachverhalte mit neuen Perspektiven und Ansätzen gesehen und viel daraus gelernt. Das hilft enorm um die eigene Kommunikation zu verbessern.
Und wer im Web2.0 nicht so recht erfolgreich ist kann ja getrost Web3.0 ausrufen - es findet sich immer wer und vielleicht klappts dann besser ;-)
Markus Hübner (Gast) meinte am 9. Nov, 15:49:
Web Analytics & online metrics sind sehr spannende Dinge. Unter http://wanalytics.de/ findest Du immer wieder aktuelle Infos & Events. Auf internationaler Ebene ist http://www.webanalyticsassociation.org/ natürlich gut. Ich kann Dir auch gern mal mit dem CEO von Webtrends (weltweiter Marktführer seit jeher) zusammenschalten. Wenn ich denke als das WWW angefangen hat und Hits & Co. noch das Maß der Dinge waren und wie vielschichtig, gerade im Sinne von integrierter Kommunikation und CRM die Möglichkeiten heute sind. Überhaupt ist die Meßbarkeit, ob nun der Traffic über verschiedene Kommunikationsmaßnahmen auf die eigenen Online-Aktivitäten oder das Thema Reputation und Brand Management (wer spricht wo, wie über meine Marke, meine Produkte usw.) zu einem zentralen Thema geworden.
Und zu Axel ... der hat ja letztes Jahr auf der LeWeb schon kräftigst die Werbetrommel gerührt :-)
bertram (Gast) meinte am 9. Nov, 17:35:
Meint er mich?
Hallo,meinte Herr Schmiegelow mit dem 18jährigen mich?
Hätte mir ja nicht träumen lassen in dieser Form auf die Web 2.0 Expo zu kommen. Zudem hab ich mich offensichtlich für mein Alter sehr gut gehalten ;) Unter negativer PR versteh ich etwas Anderes - ich sehe das eher als kritischen (Mono-)Dialog.
Gruß bertram
Sierra antwortete am 9. Nov, 18:17:
Hi Bertram, ja ich denke schon - wenn ich da nicht was vollkommen mißverstanden habe, dann sprach er auf deinen Post an. Ich hab mich schon gewundert, für einen 18 Jährigen wäre das doch ziemlich bemerkenswert ... Aber wie gesagt, ich hab es so verstanden, dass es im Sinne einer "Challenge" eine positive Herausforderung ist damit umzugehen.
bertram (Gast) antwortete am 9. Nov, 18:29:
;) Nu gut ein kleiner Seitenhieb sei ihm vergönnt und ich bin gespannt wie sie mit der Herausforderung umgehen oder ob sie sich mehr auf die Agenturschiene besinnen. Dort könnte es ja durchaus zu Überschneidungen mit euch kommen ( (BMW-TV vs. Polylog.tv) ...
bertram (Gast) antwortete am 9. Nov, 19:15:
Da hätte ich mal besser etwas mehr gestöbert - dann erzähl ich keine ollen Kamellen ;)
Harald (Gast) meinte am 9. Nov, 20:47:
Negative PR ... Wachstum
Hallo Dieter,(Disclaimer am Ende)
was hat denn den geritten? Der ist doch eigentlich sehr vernünftig und nett, der Axel. Aber das Wachstum ... hm da stimmt irgendwas nicht. Wir haben Specials/Kanäle u.a. bei
MyVideo
Clipfish
Sevenload
Alle 3 sind super nett zu uns!!!
Und das sind die unsere Abrufzahlen 6.11.-9.11.2007/20.15 in den specials für EINEN clip
MyVideo 31.023
Clipfish 9.472
Sevenload 155
Jetzt könnte man ja sagen, das liegt an unserem content oder an Super Promotions bei den anderen. Gerade SL will doch Produzenten pushen (tun sie auch und auch prima für uns - Danke!). Aber wir sehen ähnlich frappierende Ergebnisse in anderen specials und das entspricht dem Trend der letzten 3 Monate. Wachstum? Fehlanzeige. LEIDER
Zum Thema "negative Daten / 18 jähriger". Falls er wirklich Bertram meinte (glaub ich einfach nicht), dann hat er sich einfach versprochen. Sollte er doch Bertram gemeint haben sollte er sich schon mal ne Entschuldigung einfallen lassen.
(DISCLAIMER: Bertram Gugel und ich haben das whitepaper TV 2.0 verfasst und arbeiten zeitweise in den gleichen Firmen. Wir erlauben uns bei inhaltliche Meinungen unterschiedlicher Auffassungen zu sein)
Harald
