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Ein perfektes Beispiel wie manipulativ Medien arbeiten und sich Ihrer Wirkung nicht im geringsten bewusst sind.

Vor kurzem starb ein österreichischer Anwalt beim Tauchen im Zuge einer Haifütterung vor der Küste Floridas durch einen Stierhai / Bullshark.

Darüber berichtet auch die tägliche Gartiszeitung heute

Haiattacke-Tageszeitung-Heute-Screenshot

Hier wird bewusst ein weißer Hai (im Beißvorgang) abgebildet um sofort den Konnex zur fiktiven Killermaschiene aus Steven Spielbergs der weiße Hai zu schaffen. Das ist unethisch und journalistisch eine Frechheit, das ist tiefster Boulevard und agiert auf dem Niveau eines Wahlplakats der FPÖ. Das ist die traurige Realität so manchen Verlagshauses ...

Die Realität im Meer ist nämlich folgende:

Über 30 Millionen Taucher gibt es laut Ochsenbauer weltweit, in Österreich allein rund 300.000. Pro Jahr sterben weltweit maximal zehn Menschen durch Haie - umgekehrt rund 200 Millionen Haie pro Jahr durch Menschenhand, so der Tauchlehrer.
Jörg (anonym) meinte am 15. Mrz, 21:18:
Vielleicht sollte man auch noch anmerken dass der Unfall im Rahmen einer Haifütterung passiert ist ...

Das Hauptargument um sich auf so etwas einzulassen dürfte wohl der damit verbundene Nervenkitzel sein. Sich dann noch zu wundern wenn mal was passiert und die Haie als die Bösen hinzustellen verlangt schon nach stark verminderter Denkfähigkeit. Die unterstelle ich jetzt nicht dem Magazin (dessen traurige Beweggründe kann ich durchaus nachvollziehen), aber durchaus den Lesern die solche Meldungen unreflektiert konsumieren und übernehmen ...