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Ein spannendes Thema. Viele Male angedacht, noch nie richtig fertig gedacht. Wir haben uns auch den Kopf zermartert. Immer wieder. Wenn ich nun behaupte wir haben den Stein der Weisen schon gehoben, dann wurde ich luegen. Aber ich denke wir sind auf einem guten Weg.
Martin Roell hat sich nun mal so zwischen Spagetthi und Skribbel Zettelchen auch so seine Gedanken gemacht und ist dabei auch recht weit gekommen. Erstaunlich weit fuer 9min durchschnittliche Nudelkochzeit. Ein smartes Kerlchen, dieser Martin und vermakten tut er sich sowieso wie kein zweiter (und das sag ich!).
Anyway, man merkt, der Martin denk schon laenger als 9min ueber Weblogs und Business Modelle nach, deshalb geh ich ihm immer wieder auf die Nerven, aber manchmal vergisst er leider auf mich. Das tut aber nun nix zur Sache. Ein paar Auszuege aus Martin's Weblog Business Welt:


Ihr baut Blog-Plattformen. Leute registrieren sich und bekommen ein Weblog. Nun können sie Texte ins Netz stellen. Und irgendwie müsst ihr dabei Geld verdienen. Ja, richtig...

Jetzt gibt es zwei Wege: Entweder warten, bis die User kommen, die Weblogs suchen, und dann "da" sein oder neue User "fischen" gehen. Solche, die noch gar nicht wussten, was ein Weblog ist und dass sie eins haben wollen, denen ihr aber, mittels Drogen oder Radiowerbung diesen Wunsch irgendwie induzieren könnt. Twoday nimmt den ersten Weg kombiniert mit guter PR und fährt nicht schlecht damit. 20six fährt den zweiten Weg. ja, gut beobachtet....

Aber jetzt kommt das Problem: Ihr verdient nur Geld, wenn die User bleiben. Und wenn ihr so weiter macht werden die alle wieder gehen! OK, ueberzeugt, ich engagiere ihn als Consultant, nee, er hat wirklich recht!

Leute: Die Personal Homepage ist tot! Und auch wenn sie jetzt Weblog heißt, macht sie das kein bisschen lebendiger. Martin dafuer bekommst du ein Bier spendiert! Meine Rede...

Die Sache ist im Grunde auch ganz einfach: Wenn Plattformen durch die Nutzer Geld verdienen sollen, brauchen sie einen Lock-In. Und persönlicher Content produziert keinen Lock-In! Nein! das ist so nicht richtig. Persoenlicher Content kann DER Lock-in sein....(mehr verrat ich nicht)

Kein Mensch interessiert sich für die Tagebucheinträge anderer Menschen! Im Moment schon, weil die Anzahl der Leser immer noch viel höher ist als die der Schreiber. Aber das ändert sich schnell und dann werdet ihr genau die Effekte bemerken, die die Personal Homepageler vor 2 Jahren hatten: Die Anzahl der Kommentare pro Eintrag sinkt (Parallele: Gästebucheinträge). Die Anzahl der Einträge pro Blog und Zeiteinheit geht zurück (Parallele: Homepageupdates). Und nach und nach stirbt die "Community". Tot. HTML-Leichen. Hier, passiert der Fehler - diese Aussage ist nur richtig wenn die Community Strukturen die selben bleiben, deshalb ist Community Management und Entwicklung Erfolgsfaktor No. 1

Ihr habt am Ende immer noch eine langweilige Sammlung Personal Homepages. eben nicht, aber das kommt schon noch..

Was fehlt, sind die Beziehungen. Beziehungen. Kein Mensch verliebt sich in sein eigenes Tagebuch. Menschen verlieben sich in andere Menschen. Weniger dramatisch: Alleine eine Website füllen ist todlangweilig. Gelesen werden ist spannend. Von den gleichen drei Usern gelesen und bonboniert zu werden ist langweilig. Von der Welt gelesen zu werden, gelesen werden zu können, ist spannend. Das, was das Bloggen groß gemacht hat und das, was es geil macht, sind Links. Links sind Beziehungen zwischen Websites und Beziehungen zwischen Websites sind Beziehungen zwischen Menschen. Content stirbt. Aber Beziehungen leben. dafuer kriegst du einen Preis (weiss noch nicht welchen) und ich verweise dich an diese amerikanischen Kirchen die Live-Prediger suchen....

Martin sagt: Content ist Mist. Content bewegt keinen Menschen dazu, für einen Weblog-Dienst zu zahlen. FALSCH! Content ist die Basis, das Fundament, auf dem wir unser schoenes Haus bauen....


So das war nun meine kostenlose Analyse von einer kostenlosen, amuesanten Consulting Einheit von Martin Roell. Sollte ich mal einsam und traurig sein engagier ich Martin als Consultant aber dann will ich solche Papers bekommen. Und sollte ich mal richtig Geld haben und was wissen wollen, dann engagier ich den Martin natuerlich auch ;-)

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