Johannes Lerch (anonym) meinte am 13. Mai, 10:17:
die eigendliche herausforderung ist nicht 'wie mach ich mich zum zentrum meiner welt' sondern zu akzeptieren das man das eben nicht ist. dann überwindet man auch konsum und selbsttranszendierung. somit hat der bolz schon recht wenn er von der 'sackgasse der selbstverwirklichung' redet. selbstreflexion ist nur eine geistig anspruchsvollere form der egomanie ,-)
Sierra antwortete am 13. Mai, 11:58:
eigentlich
hm - interessante gedanken. aber warum sollte ich nicht das zentrum meiner welt sein? ganz im sinne der besten interpretation des christlichen "liebe deinen nächsten wie dich selbst" - dient in diesem sinne nur meinem nächsten. und es geht ja nicht um die manie, die übersteigerung. sondern um das sich selbst achten, das sich selbst wahrnehmen - und das sehe ich eher als den großen Engpaß unserer zeit ... weil das sich selbst wahrnehmen ja konfrontation bedeutet und diese ist immer schmerzhaft.
Johannes Lerch (anonym) antwortete am 13. Mai, 22:33:
weil ein selbstbezügliches leben ziemlich kurzssichtig macht. und den smith'schen gedanken, das selbstliebe auch der gemeinschaft hilft teile ich nicht - eher ist das umgekehrte der fall - der dienst an der gemeinschaft bringt dir selbst am meisten ein. und selbstwahrnehmung ist in erster linie wohl eher amusement als konfrontation ,-)kommt halt drauf an ob man sich im krieg mit sich selbst befindet, oder ob man seine sonderheiten als stiller beobachter akzeptiert. man soll ja niemanden vorschnell verurteilen, wieso sollte man da bei sich selbst eine ausnahme machen?
Sierra antwortete am 16. Mai, 13:00:
Wie wärs?
wir machen ein philosophicum weblog auf ;-)
