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sogenannte Fans haben einmal mehr für einen Eklat beim 286. Wiener Derby gesorgt. Eine Aussage von Bundesligavorstand Georg Pangl verstört dabei:

"Heutzutage werden diese Böller auch im Intimbereich von Frauen ins Stadion transportiert."
Das ist nicht sein Ernst? Wie bekommt das eigentlich die Premier League hin, die keine Zäune und totale Fan Nähe hat - und trotzdem nicht solche Zwischenfälle ...

Austria-Fussball-Fans-
Thomas (anonym) meinte am 26. Aug, 12:23:
Andere soziale Schichten
Die Premier League spricht inzwischen Mittel- und Oberschicht an (schon allein durch die Preispolitik könnten die durchschnittlichen Krawallmacher aus der Unterschicht, ich weiß wie arrogant ich klinge, aber ich glaube es stimmt). Hat auch im Club2 vor der Euro ein Sozialarbeiter gesagt (und sich darüber beklagt)... 
Sierra antwortete am 26. Aug, 12:52:
Ich war ja kürzlich in Dublin u was ich da mitbekommen habe, stimmt das was du sagst nur zum Teil. Vielfach ist es einfach so, dass bedingungslose Fans eben wirklich tw. bis zu +25% Ihres Haushaltseinkommens in das "Fantum" buttern. Passend dazu der brandeins Artikel:

http://www.brandeins.de/home/inhalt_detail.asp?id=2743&MenuID=8&MagID=104&sid=su6299202581834892&umenuid=1

Liegts nicht eher daran, dass die in England eine extrem harte lückenlose Überwachung der Stadien haben und eine Zero Tolerance Politik - d.h. lebenslange Stadionsperren? Das schreckt Fans ab, denke ich ... 
Thomas (anonym) antwortete am 26. Aug, 13:39:
Beides
Ich denke, es wird ein zusammenspiel der Faktoren sein. Die strenge Überwachung ist sicher wichtig, und wenn ich mir die meisten Ordner in den Stadien ansehe, glaub ich dass es gewaltiges Verbesserungspotential gibt. Andererseits werden wohl (fast) nur richtige Fans 25 % ihres Einkommens für die Vereine investieren, und die Schläger verlagern sich in die unteren Ligen. 
Andreas Lindinger (LAN) (anonym) antwortete am 26. Aug, 15:07:
Die Verbindung zwischen Dublin und der Premier League ist mir zwar nicht ersichtlich, aber als interessierter österreichischer Fußballfan habe ich in diversen Fanforen auch schon von den von Pangl angesprochenen Methoden gelesen. Anscheinend dürfte dies der Bundesliga auch bekannt sein, habe auch von einem Fall gehört wo es vor einiger Zeit bei Austria Wien mal einen Fall gab, wo sich eine Frau deshalb auch in einem von außen durch Fenster einsehbaren (!) Raum vor den Ordnungswächtern entblößen musste.

Ist sicherlich eine komplexe Materie, der englische Ansatz wird hier nur schwer durchführbar sein, da wohl niemand 50-100 Euro für eine normale Matchkarte der österreichischen Bundesliga zahlen wird. Jedenfalls hoffe ich auch auf zivilrechtliche Schritte vom Rapid-Tormann, bei einer hohen Geldstrafe bzw möglicher Haftstrafe hätte dies eine bedeutend höhere Signalwirkung als jede mögliche Strafe für einen Verein, da die Störenfriede sehen würden dass sie tatsächlich nicht unter einem Schutzmantel der Vereine agieren können. Ansonsten kann ich immer nur wieder unseren Verein, den neuen SV Austria Salzburg, als Positivbeispiel bringen, wo Fans dank der niedrigeren Liga (aktuell 2. Landesliga) mehr Freiheiten bekommen und diese auch verantwortungsvoller damit umgehen, insbesondere da sie auch wissen dass sie mit einem etwaigen Fehlverhalten dem Verein und damit sich selbst enorm schaden würden. 
Sierra antwortete am 26. Aug, 18:33:
Danke Andreas für den Fachkommentar! Der Dublin Konnex war nicht erklärt - in Dublin werden interessanterweise überall Packages für die Liverpool Matches verkauft (quasi überm Wasser drüben) und das dürfte recht beliebt sein ... Ansonsten war ich der Meinung die irische mit der englischen Fankultur vergleichen zu können.

Der von Dir geschilderte Fall ist heftig. Die Frage ist wirklich wie sollte man damit umgehen? Und +50 EUR für österreichischen Buli Kick ist es halt echt nicht wert ... btw, hatte ja auch SV Salzburg einen feinen Artikel im brandeins!