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Mein Tag strukturiert sich oftmals durch meine eMail Inbox, eingehende Telefonate bzw. durch Termine die ich vor Tagen bzw. Wochen vereinbart habe. Es ist dabei möglich in Form von "To Do" Listen Dinge zu erledigen, aber strategisch zu agieren ist schwierig. Mir fällt auch auf, dass ich strategische Überlegungen vor allem dann anstelle, wenn es weniger gut läuft, wenn es Probleme gibt. Nicht wenn alles glatt läuft.

Navigation

Wer nur navigiert wenn der Sturm aufzieht, der wird sich immer wieder verfahren.
Sinngemäß habe ich diesen wertvollen Hinweis vergangene Woche bekommen und denke darüber nach. Was ist der Wert des Navigierens? Im übrigen mag ich den Begriff sehr:

Navigation ist die "Steuermannskunst" zu Wasser (Nautik), zu Land und in der Luft. Allgemeiner bezeichnet sie das sich Zurechtfinden in einem topografischen Raum, um einen gewünschten Ort zu erreichen.
Ich versuche das nun verstärkt zu beherzigen und zu einem Teil meines (Arbeits-)Alltags, zu einer Routine werden zu lassen.

1. Wo befinde ich mich?

2. Wo will ich hin?

3. Wie halte ich optimalen Kurs auf dieses Ziel?
Martin Schobert (Gast) meinte am 17. Nov, 16:00:
Sich als Manager Zeit schenken ...
... ist meine Methode die EMail-, Meetingflut und den permanenten operativen Entscheidungsdruck zu nehmen. Ich habe einmal wöchentlich in meinem Terminkalender fix 3 Stunden "Zeit zum Denken" eingetragen. Ich war stolz, doch dann hat sich schnell herausgestellt, dass ich in dieser Zéit wieder nur Mails abarbeitete, die sich einfach angestaut hatten. Fazit: Es gibt in meinem Kalender nun auch ein täglich einstündiges Zeitfenster mit dem Titel "Zeit zum Kommunizieren".

Mein Zeitmanagement ist jetzt noch immer nicht perfekt, aber es geht besser. Ich denke es geht einfach darum, sich als Manager selbst Zeit zu schenken. Einer meiner Lieblingssätze von Tich Nath Hanh , einem großen Meister der Mediation lautet nämlich: "Wenn du es eilig hast, dann gehe langsam." 
Sierra antwortete am 17. Nov, 17:12:
Hi Martin,

Danke für den tollen letzten Satz und deine Offenheit in der du deine Erfahrungen teilst. Sehr spannend und vielfach geht es mir nicht unähnlich. Sich selbst diese Zeit zu schenken ist glaub ich eine lebenslange Aufgabe und auch wenn die Schritte klein sind, ist es schön zu sehen, wenn man geht. 
Sebastian (Gast) meinte am 17. Nov, 20:48:
hat mich sehr an einen Artikel über Kybernetik erinnert, den wir vor einigen Jahren mal in der Schule gelesen haben. Der stellt auch zahlreiche Analogien zwischen Navigation und dem Lösen von komplexen, dynamischen Problemen.
Vielleicht interessiert es dich ja:
http://www.mariapruckner.com/PDF/ich_wusste_gar_nicht.pdf 
Sierra antwortete am 18. Nov, 10:08:
Lieber Sebastian, danke für deinen Hinweis - den Artikel werd ich gerne lesen, sehr spannend! 
jupe (Gast) meinte am 18. Nov, 23:15:
manchmal frage ich mich: was passiert eigentlich, wenn man emails nicht "gleich" beantwortet? was passiert, wenn man nicht alle emails beantwortet? Und was passiert, wenn man für ein paar Stunden nicht da ist, wo man "hingehört", sondern dort, wo man sein will? was passiert, wenn man sich in so hektischen zeiten etwas langsamer bewegt? fällt es auf? ist es unangenehm? und für wen? und wieso? und muss es so sein? und und und...*

das mit den vereinbarten stunden zum denken und kommunizieren ist glaub ich sehr gut (man muss es nur schaffen, sich daran zu halten) - als "ausrede" (wenn man sie braucht) kann man ja: "meeting mit herrn karl" eintragen in den kalender.

viele grüße,
jupe

*ps: es ist super!