Vor kurzem bekam ich ein eMail von jemandem der mich darüber informierte, dass er seine Nierentransplantation twittert. Für Familie, Freunde und Arbeitskollegen.

Wow. Im ersten Moment fand ich das befremdlich - dann bewundernswert. Die persönliche Situation in so einem Fall ist verdammt schwer und ich hoffe ich komme nie in eine solche.
Dann aber so offensiv damit umzugehen ringt mir Respekt ab. Alle zugehörigen Posts dazu gibt es unter #andinieren. Interessant fände ich das ganze von der qualitativen Seite her. Wie gehts dem Betroffenen damit, bekommt er Feedback dazu und wenn ja welches? Wie gehts dem Umfeld damit und haben die dadurch die Chance gefühlt näher dran zu sein? Gibts durch den twitter channel mehr oder weniger perönliche Besuche als ohne? Allerhand Fragen für eine schöne Untersuchung.
Letzte Frage - wäre sowas wie Twitter nicht auch im Gesundheitswesen in der Arzt - Patienten Beziehung einzusetzen?

Wow. Im ersten Moment fand ich das befremdlich - dann bewundernswert. Die persönliche Situation in so einem Fall ist verdammt schwer und ich hoffe ich komme nie in eine solche.
Dann aber so offensiv damit umzugehen ringt mir Respekt ab. Alle zugehörigen Posts dazu gibt es unter #andinieren. Interessant fände ich das ganze von der qualitativen Seite her. Wie gehts dem Betroffenen damit, bekommt er Feedback dazu und wenn ja welches? Wie gehts dem Umfeld damit und haben die dadurch die Chance gefühlt näher dran zu sein? Gibts durch den twitter channel mehr oder weniger perönliche Besuche als ohne? Allerhand Fragen für eine schöne Untersuchung.
Letzte Frage - wäre sowas wie Twitter nicht auch im Gesundheitswesen in der Arzt - Patienten Beziehung einzusetzen?
Bauranda (Gast) meinte am 19. Nov, 13:24:
Danke für den Post
Problemstellung war folgende: Das Transplatationskrankenhaus ist ca. 200 km sowohl von meiner momentanen Heimat mit Partnerin, Freunden und Bekannten, als auch ca. 200 km von meiner ursprünglichen Heimat weit weg. Mit Besuchen sieht es also eher mau aus. Der "Vorteil" war, dass ich die Niere von meiner Frau gespendet bekommen habe, und sie bis Samstag im gleichen Krankenhaus lag. Daher war die engste Bezugsperson ja stets vor Ort. Es geht darum, die anderen Familienitglieder, Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen ein wenig auf dem Laufenden zu halten. Da erschien mir entweder Twitter oder ein eigener Blog als ideales Instrument. Gegen einen eigenen Blog habe ich mich entschieden, da ich vorher nicht wußte, wie es mir nach der OP gehen würde und ob ich überhaupt die Kraft oder Lust hätte, etwas zu schreiben. Da tue ich mich mit dem Hashtag #andinieren leichter. Sollte ich später mal die Lust aufs Updaten verlieren, da ist "nur" ein Hashtag "tot" und nicht gleich ein ganzer Blog.Mich würde auch die Meinung der Leser interessieren.
Vielleicht kann ich ja auch einigen Leuten ein wenig Hilfestellung bieten, die einer solche oder ähnlichen Lage sind. Vielleicht denkt auch der eine oder andere über eine Lebendspende an einen Verwandten oder Partner nach. Vielleicht gibt es auch einige, die sich als Organspender im Todesfall registrieren lassen. Auf der Transplanationsstation ist mir ein Sticker aufgefallen: Don´t take your organs to heaven... heaven knows we need them here. In diesem Sinne
Andreas
