Hab ich mich zuletzt, anläßlich eines ebensolchen, im Teeblog gefragt.
Nun kommt postwendend die Erklärung:
Die japanische Art des Dichtens
Seit jeher bemühen sich Dichter, mit ihren Worten Bilder ins Leben zu rufen, während das Bestreben der Maler darin besteht, Bilder zu schaffen, die den Betrachter ansprechen. Das Haiku ist ein alt-japanisches Naturgedicht, bestehend aus drei Zeilen in der Silbenzahl 5-7-5. Diese Gedichtform wurde ungefähr 400 Jahre vor der Erfindung der Fotografie zuerst von buddhistischen Mönchen, später vom hohen Adel gepflegt - bis sie zum Volksgut wurde. Und zwar in einem Maß, dass behauptet werden kann, jeder Japaner hat in seinem Leben mindestens ein Haiku geschrieben. [more]
sehr interessant und aufschlussreich. wie immer auch vieles zu Haiku in Wikipedia.
Nun kommt postwendend die Erklärung:
Die japanische Art des Dichtens
Seit jeher bemühen sich Dichter, mit ihren Worten Bilder ins Leben zu rufen, während das Bestreben der Maler darin besteht, Bilder zu schaffen, die den Betrachter ansprechen. Das Haiku ist ein alt-japanisches Naturgedicht, bestehend aus drei Zeilen in der Silbenzahl 5-7-5. Diese Gedichtform wurde ungefähr 400 Jahre vor der Erfindung der Fotografie zuerst von buddhistischen Mönchen, später vom hohen Adel gepflegt - bis sie zum Volksgut wurde. Und zwar in einem Maß, dass behauptet werden kann, jeder Japaner hat in seinem Leben mindestens ein Haiku geschrieben. [more]
sehr interessant und aufschlussreich. wie immer auch vieles zu Haiku in Wikipedia.
blundstone meinte am 14. Mrz, 17:13:
hmm..
hallo dieter!ein haiku ist eine besondere kunstform, bei der es nicht hauptsächlich um das konstruieren eines naturbildes geht (es geht nie wirklich um die natur, sondern um dessen aussage), das wiederum als eine metapher fungiert. in haikus, und das ist meine persönliche beobachtung (ich lese sie sehr gerne und kann dazu zwei ausgezeichnete bände empfehlen), geht es vielmehr um die interpretation dessen, was an emotionalen zuständen und bildern in einem erzeugt wird als das, was da tatsächlich steht. möglichst viel an aussage und bedeutung in drei (oft auch vier) zeilen zu verpacken, erfordert eine ganz andere art von können. ich verwehre mich dagegen, dass haiku bloß auf "naturbeobachtungen" reduziert werden. sie sind zudem viel älter als "400 jahre vor der fotografie", und haben sich aus älteren, ähnlichen poesieformen entwickelt, weg von der lyrik und langatmigkeit der chinesischen dichtung (die einen starken einfluss auf die japanische hatte) hin zu kurzen, knappen, bedeutungsschwangeren kurzversen (die sich nicht reimen).
..auf der 404 seite meiner hp hab' ich zB ein haiku, das wie folgt klingt:
a short 404 haiku
I ate your Web page.
Forgive me. It was juicy
And tart on my tongue.
