Meiner Oma, gehts seit 1 Jahr nicht mehr sehr gut. Sie ist leider die einzige Oma die ich noch hab und vor kurzem viel mir auf, dass ich sie schon viel zu lang nicht mehr besucht hab. Also verbrachte ich das Wochenende in der Stmk, nützte die Gelegenheit auch gleich um meine Nichte und meinen Neffen zu besuchen und eben die Oma.
Sie vergisst leider schon sehr viel. Aber Dinge die vor 60 Jahren passiert sind, die kann Sie minutiös erzählen. Was es gestern zu Mittag gab, weiß Sie oft nicht mehr. Meistens ist das eher für die Angehörigen als für den Betroffenen selbst schlimm. Wo ist auch der Mehrwert zu wissen, was es gestern zu Essen gab?
Meine Kindheitserinnerung an Oma und Opa ist devinitv Schnapsen. Natürlich mit den doppeldeutschen Karten, wo es Schelle, Blatt, Ober und Unter gibt - Die Städter erkennt man meist an der Aussage "Aber das kann doch keine Dame sein, die hat ja einen Bart..."
Na auf jeden Fall hab ich als Kind immer sehr gern mit Oma oder Opa schnapsen gespielt. Es ging um ein "Bummerl" einen Schneider oder einen Schuster. Und manchmal hat der Opa mit mir um ÖS 5,- gespielt. Da hab dann meistens ich gewonnen....
Seither, oder schon damals war ich sehr schlecht im verlieren. Ich kanns nicht, ich mags nicht. Nicht einmal wenn ich heute mit meinem Neffen (7 Jahre) oder mit meiner Nichte (9 Jahre) "Mensch ärgere dich..." spiele. Oft sitzt meine Schwester kopfschüttelnd daneben, wenn ich triumphiere und die beiden mit einem "das is faaad wenn immer du gewinnst" das Spielfeld verlassen.
Auf jeden Fall hab ich dieses Wochenende auch mit der Oma schnapsen gespielt. Ich glaub ich war der Held vom Pflegeheim, weil rund ein dutzend Bekannter von der Oma standen herum und haben zugesehen.
Um es gleich vorwegzunehmen - ich hab bei 5 Spielen, 4 Bummerl bekommen. Teilweise echt abgebissen.
Ich hatte keine besonders guten Karten und die Oma spielt immer noch fantastisch. Aber besonders lustig wars beim zählen - sicher 4 Mal, hab ich einen 20er angesagt und zähl den auch. Darauf die Oma "Do nie! I hob jo olle Kortn ghobt, du host kan 20er aungsogt..." Ich war schon kurz davor zu wiedersprechen. ich hab auch schließlich 20 angesagt und Sieg ist Sieg. Dann hab ich kurz innegehalten. Dachte an Spiele vor bald 20 Jahren... und hab dann gesagt "stimmt, ich glaub ich hab mich vertan, das muss im letzten Spiel gewesen sein...". Worauf die Oma zufrieden grinsend 1 Punkt bei sich schrieb. Sie hat natürlich jedem erzählt, dass sie mir 4 Bummerl angehängt hat und ich ja so ein schlechter Verlierer bin, und ich stand daneben und hab gegrinst.
Ich glaub Sie hat sich sehr gefreut und ich glaub ich hab noch nie so gern verloren.
Sie vergisst leider schon sehr viel. Aber Dinge die vor 60 Jahren passiert sind, die kann Sie minutiös erzählen. Was es gestern zu Mittag gab, weiß Sie oft nicht mehr. Meistens ist das eher für die Angehörigen als für den Betroffenen selbst schlimm. Wo ist auch der Mehrwert zu wissen, was es gestern zu Essen gab?
Meine Kindheitserinnerung an Oma und Opa ist devinitv Schnapsen. Natürlich mit den doppeldeutschen Karten, wo es Schelle, Blatt, Ober und Unter gibt - Die Städter erkennt man meist an der Aussage "Aber das kann doch keine Dame sein, die hat ja einen Bart..."
Na auf jeden Fall hab ich als Kind immer sehr gern mit Oma oder Opa schnapsen gespielt. Es ging um ein "Bummerl" einen Schneider oder einen Schuster. Und manchmal hat der Opa mit mir um ÖS 5,- gespielt. Da hab dann meistens ich gewonnen....
Seither, oder schon damals war ich sehr schlecht im verlieren. Ich kanns nicht, ich mags nicht. Nicht einmal wenn ich heute mit meinem Neffen (7 Jahre) oder mit meiner Nichte (9 Jahre) "Mensch ärgere dich..." spiele. Oft sitzt meine Schwester kopfschüttelnd daneben, wenn ich triumphiere und die beiden mit einem "das is faaad wenn immer du gewinnst" das Spielfeld verlassen.
Auf jeden Fall hab ich dieses Wochenende auch mit der Oma schnapsen gespielt. Ich glaub ich war der Held vom Pflegeheim, weil rund ein dutzend Bekannter von der Oma standen herum und haben zugesehen.
Um es gleich vorwegzunehmen - ich hab bei 5 Spielen, 4 Bummerl bekommen. Teilweise echt abgebissen.
Ich hatte keine besonders guten Karten und die Oma spielt immer noch fantastisch. Aber besonders lustig wars beim zählen - sicher 4 Mal, hab ich einen 20er angesagt und zähl den auch. Darauf die Oma "Do nie! I hob jo olle Kortn ghobt, du host kan 20er aungsogt..." Ich war schon kurz davor zu wiedersprechen. ich hab auch schließlich 20 angesagt und Sieg ist Sieg. Dann hab ich kurz innegehalten. Dachte an Spiele vor bald 20 Jahren... und hab dann gesagt "stimmt, ich glaub ich hab mich vertan, das muss im letzten Spiel gewesen sein...". Worauf die Oma zufrieden grinsend 1 Punkt bei sich schrieb. Sie hat natürlich jedem erzählt, dass sie mir 4 Bummerl angehängt hat und ich ja so ein schlechter Verlierer bin, und ich stand daneben und hab gegrinst.
Ich glaub Sie hat sich sehr gefreut und ich glaub ich hab noch nie so gern verloren.
docvoo meinte am 10. Apr, 22:15:
sehr schön sierra. "des san jo kane bummerl mehr, des is a ausschlog"(indien, dorfer zu hader)kannst du eigentlich tarokieren?
Sierra antwortete am 11. Apr, 14:54:
nein kann ich nicht. nicht mal wirklich gut 4erschnapsen... :-)
docvoo antwortete am 11. Apr, 15:18:
4rer schnapsen(landläufig auch bauernschnapsen genannt) kann nun wiederum ich fast garnicht :)
boomerang meinte am 11. Apr, 15:05:
schöne geschichte.sehen sie sich geschmeichelt, wen ich ihnen hinwerfe, dass sie ein echter sie sind ein echt guter "loser" sind!
