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Oft werde ich gefragt, ob es nicht doof ist, dass mein Weg ins Büro an die 40min dauert. Nein - ich bins gewöhnt und bei den ruhigen 25min in der U-Bahn kann man lesen. Und stößt auf großartige Schreibe wie diese:

Ich konnte Sport nicht. Beim Weitwerfen in der Schule verliefen meine Wurfbewegungen so unglücklich, dass der Ball jedes Mal direkt vor meinen Füßen aufkam – man machte sich gar nicht erst die Mühe, eine Entfernung zu messen.

Meine Mutter wollte, dass ich Tennis spiele. Auf einem Punktspiel, ich war zwölf, spielte ich gegen einen Zehnjährigen, dem man eine künstliche Luftröhre eingesetzt hatte und der wegen eines angeborenen Augenfehlers nicht räumlich gucken konnte. Es war ein großer Tag für ihn; sein erster und einziger Sieg.

Später sollte ich einen Kinder-Segelschein auf der Hamburger Alster machen. Eine „Mann über Bord“-Übung sah vor, Lenor-Flaschen als Ersatz für Ertrinkende aus dem Wasser ins Boot zu retten. Der Reihe nach musste jeder dieses Manöver vormachen. Der Junge, der nach mir dran war, durfte die Flasche und mich aus der Alster ziehen....[more]

Eine Geschichte wie man zum Fußballfan wird im neuen Fleisch. Sehr schön.

Was ist denn ein Fußballverein dann, in seinem anzufeuernden, beständigen Kern? Es sind die Fans an sich. Sie sind die einzige Konstante in einem modernen Bundesliga-Fußballclub. Sie bleiben. Und wenn sie ihren Vereinsnamen rufen, ihn bejubeln und anfeuern, dann bilden sie damit das Bassin für alle, die da rein- und raushüpfen. Darum finde ich die Pflege funktionierender Fan-Kultur mindestens genauso wichtig wie den Einkauf großer Stürmer.

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