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Nun ein kleines Frankfurt Fazit vorab:

Messen sind anstrengend
Viel anstrengender als ich dachte. Die Tage dauerten im Schnitt immer von 08:00 bis 24:00 und man läuft die ganze Zeit herum. Es gibt wahnsinnig viel zu sehen, die Messe ist riesig, fast unüberschaubar und man ist gut braten wenn man sich auf wenige wichtige Dinge konzentriert. Eine gute Vorbereitung ist Gold wert und spart viel Arbeit und Stress und sollte was das Termine vereinbaren betrifft schon 4 Wochen vor der Messe beginnen. Grundsätzlich lohnt sich sowas sicher denn die Leute nehmen sich Zeit und man hat Gelegenheit mit Leuten zu sprechen mit denen man sonst nie spricht. Auch wenn sich jeder nur 15min Zeit nimmt, es ist mehr als sonst.

Schlechte Internetauftritte
Beim "First Timer Seminar" wurde uns allerlei unwichtiges erklärt, Roell hat berichtet. Aber dann hat die Dame noch lang und ausführlich erklärt wie toll und nützlich die Website der FF Buchmesse sei. Und da konnte ich nicht mehr anders. Wenn sies verschwiegen hätte wäre es ok gewesen, aber so.... Ich hab Ihr erklärt dass ich die Seite für unstrukturiert, unübersichtlich und technisch veraltet halte, angereichert mit unnötigen Diensten und ohne die, die man wirklich braucht. Naja, sie hat höflich zugehört und war nicht wirklich betroffen. So ist das eben, solang man für das was man produziert nicht gefeuert wird, solange ist es halb so wild....

He is the greatest
Ich hab rein zufällig beim durchlaufen zu meinem Hub, dem Pressezentrum, den Auftritt von Muhammed Ali gesehen. Es gibt dazu ein neues Buch (Kostenpunkt EUR 3.000,- oder EUR 7.000,- (mit Signatur)). Ich bewundere den Mann und es war irgendwie striking Ihn aus 10m Entfernung zu sehen!

Bankomaten in Frankfurt
Heissen erstmal Geldausgabeautomaten. Des weiteren ist der Prozess andersrum und das fand ich interessant. Man steckt die Karte rein, sagt wieviel Geld man haben will und erst dann wird man nach dem Code gefragt. Ich Österreich ist das umgekehrt. Zuerst der Code, dann der Geldwunsch...

Messebabes.de
Ein Klassiker der Messemedienszene wurde mir vom Kollegen Roell gesteckt der sich da anscheinend viel besser auskennt als ich ;-) Und zwar das sehr lobenswerte Portal messebabes.de wo die hübschesten Hostessen abgelichtet sind.... Naja, ganz ehrlich - hier gabs nicht so viel zu fotografieren.

Presse bedeutet Macht
Unterschätze nie die Macht eines Presseausweises. Da bekommst du tolle Infrastruktur wie Geträanke, Imbiss, WLAN, Tische, Lounge, etc... Ausserdem musst du dich nur in die Nähe irgendeines Standes stellen und gelangweilt in die Runde schauen, dabei die Brust mit dem PA in die Runde recken - Schon kommt eine Hostess gewuselt und fragt ähh kann ich irgendwas für Sie tun, wollen Sie mit jemandem sprechen, wollen SIe eine Erfrischung?...
Nicht umsonst. Die Medien haben noch immer Ihre Gatekeeper Rolle und das ist die eigentliche Machtbasis. Dazu als Hintergrund ein spannender Artikel von Paul Andrews. Mal sehen was Weblogs an dieser Rolle äandern können und werden.

Ich darf auch mal aufgeregt sein
Man muss sich das zugestehen. Man spricht ja nicht jeden Tag auf der FF Buchmesse. Anyway... es hat alles geklappt, es war ganz erfolgreich und bevor ich alles nochmal schreibe link ich mal zu moe, der alles so schön zusammegefasst hat.

ungesunde Ernährung
Nach Berlin und jetzt Frankfurt hab ich den Eindruck, ganz Deutschland ernährt sich nur mehr von Kebab und Würstchen. Und aus Messen ist es mit guter Ernährung sowieso dahin. Nur fettes grausliches minderwertiges Zeug zu atemberaubenden Preisen. Bin ich froh wenn ich wieder in Wien auf den Naschmarkt komm.

Weblogs sind spannend
Boahh, was für eine Erkenntnis. Nein - besonders in der Verlags- und Medienbranche sind sie spannend nur leider ist das eine Branche die von ersessenen Rechten und eher alten Strukturen geprägt ist und damit wird das ein Lauf von Pontius zu Pilatus bis man da grosse Unternehmen von interessanten Konzepten überzeugt.

Weblogger Aschenputtel
Diese Geschichte hab ich gestern gehört und sie wird mit Sicherheit noch oft erzählt werden. Es ist die Geschichte von Lyssa die einfach schreiben wollte...Also schrieb sie und anscheinend so gut, dass es auch anderen auffiel. Also fragte Sie ein Internet Magazin ob Sie nicht eine wöchentliche Kolumne schreiben will. Sie sagte ja... Dann war Sex in the City aus und die Bild Zeitung meinte, ab nun lesen wir eben Lyssas Blog. Das wiederrum las eine anscheinend sehr innovative und progressive Lektorin eines Verlags und fragte Sie einfach mal ob Sie denn nicht ein Buch screiben will. Lyssa sagte ja und ist nun Autorin. Das Buch bestell ich schon mal vor....

Fehlender Wettbewerb macht träge
In zahlreichen Diskussionen hat sich einmal mehr bestätigt, dass das arbeiten in "geschützten" Werkstätten (im übertragenen Sinn) sehr träge und mitunter dumm macht. Man entwickelt ein elitäres Denken weil man sich mit der Realität nicht mehr auseinandersetzen muss. Man erkennt Potentiale und Chancen einfach nicht mehr - vor allem weil man nicht muss, man wird ja ohnehin finanziert. Und man wird rechthaberisch, engstirnig und verliert innerhalb kürzester Zeit den Anschluss an die doch sehr dynamischen Entwicklungen. Weiters bestätigt sich einmal mehr, dass man heute ohne das richtige Mass an emotionaler und sozialer Kompetenz keine Chance hat. Die klügste Klugheit stirbt unbekannt wenn Sie nicht mehr kommunizieren kann....

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