oder im Drogenrausch. Da bin ich mir nicht so sicher, wobei hier natürlich auch die Macht als Droge verstanden werden kann die so vernebelt dass man kaum noch was wahrnimmt.
Was wir nun von höchster Stelle des deutschen Qualitätsjournalismus erfahren haben ist unglaublich:
>> Normale Menschen können nicht recherchieren. Das können nur Menschen mit Presseausweis! (mit Nachdruck... weil da müssen öffentliche Behörden Auskunft geben).
>> Blogger sind prinzipiell Studenten und andere Amateure die ja keine Ahnung haben.
>> Wir sind Vollprofis, hier wird jeden Tag Profijournalismus nach unseren Maßstäben betrieben... (Hallo! Das ist keine Pressegespräch, sagen Sie uns was interessantes)
>> Kundenbindung ist für uns nicht so ein Thema, denn wir haben ein sooo starkes Produkt und wir wissen, dass unsere Leser deshalb sehr treu sind....
>> Im Zuge des 11.09 und im Irak Krieg hat Big Media NICHT versagt! (Als sie mir das in Gesicht schrie hatte sie ein klein wenig Schaum vorm Mund...)
>> Schreiben kann nur der was, der auch (wahrscheinlich verbrieft!) das Handwerk dazu gelernt hat. Wie man das alles macht. Das mit dem recherchieren, Sätze formulieren, etc... Wir haben ja eine ganz wichtige Filterfunktion!
Ein spannendes und tolles Gespräch aus dem man rausgeht und weiß warum man tut was man tut. Weil es ein Ansporn ist dafür zu sorgen, dass sich Dinge ändern, auch wenn manche Menschen davon überzeugt sind dass alles immer so bleiben wird wie es ist...
Was wir nun von höchster Stelle des deutschen Qualitätsjournalismus erfahren haben ist unglaublich:
>> Normale Menschen können nicht recherchieren. Das können nur Menschen mit Presseausweis! (mit Nachdruck... weil da müssen öffentliche Behörden Auskunft geben).
>> Blogger sind prinzipiell Studenten und andere Amateure die ja keine Ahnung haben.
>> Wir sind Vollprofis, hier wird jeden Tag Profijournalismus nach unseren Maßstäben betrieben... (Hallo! Das ist keine Pressegespräch, sagen Sie uns was interessantes)
>> Kundenbindung ist für uns nicht so ein Thema, denn wir haben ein sooo starkes Produkt und wir wissen, dass unsere Leser deshalb sehr treu sind....
>> Im Zuge des 11.09 und im Irak Krieg hat Big Media NICHT versagt! (Als sie mir das in Gesicht schrie hatte sie ein klein wenig Schaum vorm Mund...)
>> Schreiben kann nur der was, der auch (wahrscheinlich verbrieft!) das Handwerk dazu gelernt hat. Wie man das alles macht. Das mit dem recherchieren, Sätze formulieren, etc... Wir haben ja eine ganz wichtige Filterfunktion!
Ein spannendes und tolles Gespräch aus dem man rausgeht und weiß warum man tut was man tut. Weil es ein Ansporn ist dafür zu sorgen, dass sich Dinge ändern, auch wenn manche Menschen davon überzeugt sind dass alles immer so bleiben wird wie es ist...
großstadtneurotikerin meinte am 10. Okt, 16:04:
da
hat jemand mächtig angst.
Moe meinte am 10. Okt, 16:18:
LOL der schluss iss gut! 8-)da weiss man doch wieder warum man was macht. und *argumente* waren noch nie die stärke von journalisten um jetzt mal ganz derbe zu generalisieren. da gehts um meinungen.
Papillon meinte am 13. Okt, 10:10:
natürlich
hat da jemand angst! da ein grossteil der österr. bevölkerung über 12 die kulturtechnik des schreibens zumindest im prinzip ja beherrschen sollte, kann natürlich auch jeder sein eigener (web) journalist sein. hurra!
jeder, der eine maustaste bedienen kann, darf auch von sich behaupten, dass er recherchieren kann. na klar! alles, was man heute wissen muss, findet man ohnehin im internet. wussten wir es doch!
um eines mal klar zu stellen - um journalist zu sein, muss man weder pulitzer preisträger noch intelligenzbestie sein (zu viele beispiele beweisen das gegenteil). um jedoch ein guter journalist zu sein, muss man dennoch das handwerk lernen - ja handwerk: manuell, praktisch, knochenarbeit: rennen, suchen, holen, dort sein, fragen, schauen, lästig sein, was weiss ich.
und vor allem - man braucht zeit. man muss sich die zeit nehmen. es muss dein beruf sein. nicht nur dein job.
dass heute jeder, der ein weblog schreibt und in seinen beiträgen auch gleich ein paar interessante links mitliefert gleich von sich behauptet ein (online)journalist zu sein, daran ist die medienbranche selbst schuld. denn die qualität so mancher redaktioneller beiträge von professionellen zeitungen, newschannels (ach ja, heute heisst das ja content-anbieter) etc. ist heutzutage nicht viel besser. und die journalisten sind nicht bloss die armen opfer wirtschaftlicher zwänge, sondern ihrer eigenen bequemlichkeit.
das ändert aber nichts daran, dass z.B. tageszeitungen mit ihren kriterien an ausbildung und arbeitsweise von journalisten eine notwendige filterfunktion ausüben. dort bündeln sich jahrzehntelange erfahrung - und das ist nun einmal nicht grundlegend schlecht.
klar - wir sind heute alle smart und individualistisch. wir holen uns die information, die wir brauchen. wir kreieren uns unsere realität. wir verbünden uns mit gleichgesinnten und kreieren virtuelle gemeinschaften. und beweihräuchern uns gegenseitig. wir sind darin schon fast so gut wie die etablierte medienbranche selbst. und dass die machtgeil und oft skrupellos ist, wissen österreicher aus bitteren kronenzeitung/news erfahrung.
konkurrenz - in form von weblogs, warum nicht - ist gut. sie rüttelt auf. sie verändert. sie bereichert. aber sie ersetzt nicht. gott sei dank.
