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Ein sehr interessanter Begriff den ich erst kuerzlich im Rahmen eines Gespraechs mit einem Bekannten gehoert habe, der vom Unternehmerleben nachhaltig enttaeuscht ist und sich zurueckgezogen hat. Er schaut sich nun mal 3 Monate lang Asien an...

Also die Unternehmerluege lautet: Wir reissen uns alle gemeinsam mal drei Jahre (wenn sehr ambitioniert 5 jahre) den Arsch auf, verzichten auf ein Leben und dann, jaaaa dann:

>> kommen die auftraege ganz von allein und wir sind gemachte leute und suchen uns die auftraege aus
>> machen wir 12 wochen urlaub im jahr und fahren alle einen porsche
>> befehligen heerscharen von mitarbeitern die sich fuer uns den arsch aufreissen
>> machen wir nur mehr was uns spass macht
.......

die liste kann man noch lange fortsetzen. wer nicht voellig geistig umnachtet ist wird nach spaetestens 10 jahren, 2 magengeschwueren, 7 kreislaufzusammenbruechen, einer zerbrochenen beziehung, dutzenden verlorenen freunden, schlaflosen naechten, existenzaengsten, usw... draufkommen dass es eine LUEGE ist!! (schade dass ich kein UE hab). Es wird nicht besser und zwar nie! als selbstaendiger haengst du immer drinn und zwar voll. du kriegst nur was du wirklich verdienst, alle halten dich fuer voellig verbloedet, die arbeit wird nie weniger. auch wenn man erfolgreich ist, sie wird nicht weniger! im besten fall bleibts gleich, im normalfall wirds mehr.

ach ja die freiheit. genau, als selbstaendiger ist man ja so frei. so frei dass es einfach normal wird auch am wochenende im buero zu sein und den freitag zu feiern weil man mal vor 20:00 heimkommt.

es gibt kein mir bekanntes beispiel eines unternehmers der diese unternehmerluege widerlegt haette. ahh, doch, gleich zwei fallen mir ein. Dietrich Mateschitz von Red Bull und Norbert Zimmermann von der Berndorf AG. OK, und wie gross ist die Chance sowas zu schaffen??? Na wie gross ist die? 1:100000 oder eher 1:1000000? ziemlich klein jedenfalls.

ist es da nicht besser irgendeinen angestelltenjob zu machen. wenn man mal den arbeitsaufwand im unternehmerleben gewohnt ist, denk ich eher einfach ins hoehere management zu kommen. firmenwagen, schlappe 50 stunden wochen, freier kopf am wochenende, min. 4 wochen urlaub im jahr und mehr geld als man ausgeben kann.

wenn da nur nicht der ehrgeiz waere...

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