Herrlich - die alten Herren sind sich einig. Soziale Netzwerke wie Facebook, Xing, StudiVZ und Co sind asozial, oder machen gar asozial. Ausgewiesene Fachleute wie Armin Thurnher weiß wie folgt zu berichten:
Seine Mitarbeiter würden sich hysterisch und motorisch gestört verhalten, wenn sie Soziale Netzwerke nutzen. Er orte zudem eine Absenz im Dialog, das Fehlen einer direkten Kommunikation und eine Steigerung des Narzissmus, so Thurnher.
Hm - was sagt denn die Falter Belegschaft zur Einschätzung Ihres Chefs, der sie da so hysterisch und motorisch gestört beobachtet wie Konrad Lorenz seine Graugänse? Faszinierend auch, dass gerade ein Journalist eine Steigerung von Narzissmus überhaupt für möglich hält - nach dem was man so von Johannes B. Kerner gelernt hat:
Der "Falter"-Mitbegründer beklagte zudem, dass beispielsweise über Personensuchmaschinen Bilder von ihm im Netz zu finden seien, die er selbst nie veröffentlicht hätte. Hier müsse man Regeln festlegen, wie man damit umgehen wolle, so Thurnher
Ein wenig erinnert er an den Kaiser, alt und verwirrt in seinem Palast sitzend, der revoltierende Pöbel vor den Toren als dieser fragte: "jo dürfens denn des überhaupt?"
Wechselseitig bestätigt haben sich die Leute am Podium Ihre kruden Thesen und Beobachtungen - die anwesenden Dinosaurier, ganz genau wie bei Kerner im Studio. Meinungsvielfalt, bzw. realistische Einschätzung durch erlebte Erfahrung sind im Journalismus wohl fehl am Platze? Aber es wird bemerkt:
Ein "Digital Native" auf dem Podium hätte daher keineswegs geschadet
Nun ja, dann bin ich ein parasitäres Web-Medium, war nicht bei der betreffenden Veranstaltung, kann mir aber aufgrund des Artikels in der Futurezone eine Meinung bilden - hab nix versäumt und wage es auch noch dorthin zu verlinken. Asozial sowas ...
Seine Mitarbeiter würden sich hysterisch und motorisch gestört verhalten, wenn sie Soziale Netzwerke nutzen. Er orte zudem eine Absenz im Dialog, das Fehlen einer direkten Kommunikation und eine Steigerung des Narzissmus, so Thurnher.
Hm - was sagt denn die Falter Belegschaft zur Einschätzung Ihres Chefs, der sie da so hysterisch und motorisch gestört beobachtet wie Konrad Lorenz seine Graugänse? Faszinierend auch, dass gerade ein Journalist eine Steigerung von Narzissmus überhaupt für möglich hält - nach dem was man so von Johannes B. Kerner gelernt hat:
Der "Falter"-Mitbegründer beklagte zudem, dass beispielsweise über Personensuchmaschinen Bilder von ihm im Netz zu finden seien, die er selbst nie veröffentlicht hätte. Hier müsse man Regeln festlegen, wie man damit umgehen wolle, so Thurnher
Ein wenig erinnert er an den Kaiser, alt und verwirrt in seinem Palast sitzend, der revoltierende Pöbel vor den Toren als dieser fragte: "jo dürfens denn des überhaupt?"
Wechselseitig bestätigt haben sich die Leute am Podium Ihre kruden Thesen und Beobachtungen - die anwesenden Dinosaurier, ganz genau wie bei Kerner im Studio. Meinungsvielfalt, bzw. realistische Einschätzung durch erlebte Erfahrung sind im Journalismus wohl fehl am Platze? Aber es wird bemerkt:
Ein "Digital Native" auf dem Podium hätte daher keineswegs geschadet
Nun ja, dann bin ich ein parasitäres Web-Medium, war nicht bei der betreffenden Veranstaltung, kann mir aber aufgrund des Artikels in der Futurezone eine Meinung bilden - hab nix versäumt und wage es auch noch dorthin zu verlinken. Asozial sowas ...
robi42 (Gast) meinte am 30. Sep, 11:46:
For The Times They Are A-Changin'
Sehr traurig das - und bestätigt wieder einmal die Schumpeter'sche "schöpferische Zerstörung"... :-)
Michael (Gast) meinte am 1. Okt, 08:01:
Wie es zu dieser Meinung kam
beschreibt Walter Raffelsberger auf seinem Metaportal der Medienpolemik in einem cross-channels cross-generations Dialog: http://www.metaportaldermedienpolemik.net/blog/Blog/2009-09-30/neulich-in-der-falter-redaktion
Bernhard Berger (Gast) meinte am 1. Okt, 22:58:
Veröffentlicht denn nicht der Falter ...
... derzeit allerhand Texte, die diverse Ministerien nicht freigegeben haben?Und ist das nicht ein Triumph für Journalismus und zivilen Ungehorsam?
