Culture
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extrem spannend und sehr lehrreich! Eine Leseempfehlung auch für den ausführlichen Blogpost von Greg Verdino zu diesem Dokument.
s44 (Gast) meinte am 13. Aug, 17:35:
naja
igendwie der gleiche bullshit wie überall, nur nett und 'anders' formuliert: wie verkaufe ich mit netten worten, dass die mitarbeiter das beste für die company geben. kein wort darin, was die company für die menschen tut, die das beste geben sollen. lässt sich gut verkaufen und viele manager finden das sicher super geil. die employer branding welle ist mit solchen worten und präsentationen meiner meinung nach eine riesige bubble, die sehr egozentrisch die werte der unternehmen darstellt und sich kaum um die bedürfnisse der mitarbeiter kümmert - vielmehr das idealbild von arbeitsmaschinen formuliert.
Sierra antwortete am 13. Aug, 19:03:
hm, das ist eine sehr pessimistische und zynische sichtweise - hast du so schlechte persönliche erfahrungen gemacht? Ich kann nicht verschweigen, dass ich diese slides durch die "unternehmer-brille" lese. Andererseits hatte ich vor 8,5 Jahren als ich knallgrau mit-gründetet wohl auch den wunsch "ganz schnell ur reich zu werden" (22 Jahre alt eben). Seither hat sich das glücklicherweise gewandelt (vielleicht auch weil das mit dem reich werden nicht klappt) und spannender als das reine monetäre Thema finde ich die Entwicklung der Organisation als sozialen Raum. Aber auch in dem Kontext sind betriebswirtschaftlicher Erfolg und finanzielle Stabilität erst die Grundlage um sich als Unternehmer diesen Luxus leisten zu können ...
s44 (Gast) antwortete am 19. Aug, 19:07:
ich bin seit vielen jahren unternehmer und arbeite auch mit kunden an der entwicklung und etablierung von corporate culture (nebst der eignen). den aktuellen trend aber mit einer netten präsentation den mitarbeitern high performance abzuverlangen, diese ohne wahre gegenleistung und nur für stolz zu verkaufen, finde ich bullshit - ganau das wollen aber alle. eben eine formulierung/einstellung die wenig kostet (außer die bezahlen, die sie erstellen - gutes geschäftsmodell) und die mitarbeiter sollen dann wie maschinen dieser nachlaufen und sie verinnerlichen. ich glaube an sowas allerdings nicht (außnahmen bestätigen die regel). motivation, integration und interaction funktioniert meiner meinung nach anders und ist sehr harte und ausdauernde arbeit.
Herbert (Gast) meinte am 16. Aug, 09:31:
Interessante Slides.
Habe auch selbst mit 24 ein Unternehmen mitgegründet und habe immer noch die Unternehmerbrille auf, wenngleich wir die Mehrheit mittlerweile einem grossen, international tätigen Konzern verkauft haben.Ich lese die Netflix-Slides in etwa so: "Formuliere Grenzen bewusst schwammig und schieße dann nach Belieben Mitarbeiter raus, die sie nach Deiner Definition überschritten haben."
Meine persönliche Einschätzung: Kein halbwegs mündiger Betriebsrat würde auf die Vereinbarung der beschriebenen "Freedom & Responsibility Culure" eingehen.
