Der oberösterreichische SPÖ Chef und Soziallandesrat Josef Ackerl meldet sich zu Wort und hat tolle Ideen:
"Bei Leuten mit einem Jahreseinkommen ab 350.000 Euro sollten sie [Anm.: Steuern] auf 60 bis 70 Prozent steigen."
Die Frage ist warum, wozu? Ackerl möchte daraus zusätzliche Mittel für den Arbeitsmarkt, die Beschäftigung zu lukrieren - und die Pflege.
Macht denn das Sinn, oder ist das Populismus? Oder gar falsch?
Wenn man sich die integrierte Lohn- und Einkommensstatistik der Statistik Austria von 2006 ansieht, dann erkennt man das Ackerl die Themen Arbeitsmarkt und Pflege ganze 5% des gesamten Steueraufkommens als den richtigen und relevanten Hebel ansieht (Annahme: 50% jenes Steueraufkommens der Einkommensbezieher von EUR +200.000,-). Dieser Vorschlag dient wohl eher um über eine Neiddebatte dem Verlangen nach Populismus gerecht zu werden.
Wie ist es denn eigentlich für Herrn und Frau Österreicher?
Wir haben heute eine Situation, wo durch Arbeit niemand mehr Wohlstand schaffen kann. Zur Erinnerung, seit 1.1.2009:
# 36,5 % für Einkommensteile zwischen 11.000 und 25.000 Euro jährlich
# 43,214 % für Einkommensteile zwischen 25.000 und 60.000 Euro jährlich
Das heißt, wenn eine Mitarbeiterin die bisher EUR 1.300,- brutto im Monat verdiente (Jahresbrutto rd EUR 18.200,-) eine Gehaltserhöhung von EUR 100,- brutto bekommt dann gehen davon (unter Berücksichtigung von Sozialversicherung, usw) EUR 36,5 an den Staat. Sehr leistungsfördernd!
Noch schlimmer für alle ab EUR 25.000,- Jahresbrutto, das heißt für alle jene die mehr als EUR 1.785,- / Monat brutto verdienen!
Wer eine Leistungsgesellschaft will, der muß für Vermögenssteuern sein
Österreich ist bekannt für eine geringe soziale Mobilität und aus meiner Sicht ist die enorme Besteuerung von Arbeit einer der Hauptfaktoren dafür. Es lohnt sich einfach nicht zu arbeiten und Leistung zu erbringen, weil "eh nix überbleibt".
Stattdessen scheffeln die Rudolf Fries´, Veit Sorgers und Michael Gröllers dieses Landes obszöne Summen über mehr als fragwürdige Praktiken und Konstruktionen um die Erlöse steuerschonend in dafür geschaffenen Vehikeln zu parken.
Vermögen zu besitzen ist keine Leistung und Vermögen muß stärker besteuert werden, nicht Arbeit!
Das ist leider die kapitale Falle in die die SPÖ seit Jahren läuft. Eine Partei die offen und ehrlich für eine deutliche Vermögensbesteuerung eintritt und gleichzeitig die Steuern auf Arbeit senkt kann sich mit gutem Gewissen als Förderer einer leistungsgerechten Gesellschaft positionieren. In der Zwischenzeit betreibt die ÖVP weiterhin Ihre Klientelpolitik, ist in Ihrem Habitus weiter denn je von einer Leistungsgerechtigkeit entfernt aber hängt sich dennoch das Mäntelchen irgendwie um ohne irgendwas dafür zu tun.
Die Situation derzeit ist:
# Wer viel leistet zahlt viel
Wo wir hin sollten ist:
# Wer viel hat zahlt viel
Ich bin weder Sozialromantiker, noch Linkslinker, kein Kommunist und kein Profiteur des Sozialstaates - mir liegen ernsthafte Rahmenbedingungen für eine faire Leistungsgesellschaft am Herzen die Leistung fördert und soziale Mobilität zulässt und diese beiden Dinge führen nur über Vermögenssteuern.
Wann traut sich endlich wer drüber?
"Bei Leuten mit einem Jahreseinkommen ab 350.000 Euro sollten sie [Anm.: Steuern] auf 60 bis 70 Prozent steigen."
Die Frage ist warum, wozu? Ackerl möchte daraus zusätzliche Mittel für den Arbeitsmarkt, die Beschäftigung zu lukrieren - und die Pflege.
Macht denn das Sinn, oder ist das Populismus? Oder gar falsch?
Wenn man sich die integrierte Lohn- und Einkommensstatistik der Statistik Austria von 2006 ansieht, dann erkennt man das Ackerl die Themen Arbeitsmarkt und Pflege ganze 5% des gesamten Steueraufkommens als den richtigen und relevanten Hebel ansieht (Annahme: 50% jenes Steueraufkommens der Einkommensbezieher von EUR +200.000,-). Dieser Vorschlag dient wohl eher um über eine Neiddebatte dem Verlangen nach Populismus gerecht zu werden.
Wie ist es denn eigentlich für Herrn und Frau Österreicher?
Wir haben heute eine Situation, wo durch Arbeit niemand mehr Wohlstand schaffen kann. Zur Erinnerung, seit 1.1.2009:
# 36,5 % für Einkommensteile zwischen 11.000 und 25.000 Euro jährlich
# 43,214 % für Einkommensteile zwischen 25.000 und 60.000 Euro jährlich
Das heißt, wenn eine Mitarbeiterin die bisher EUR 1.300,- brutto im Monat verdiente (Jahresbrutto rd EUR 18.200,-) eine Gehaltserhöhung von EUR 100,- brutto bekommt dann gehen davon (unter Berücksichtigung von Sozialversicherung, usw) EUR 36,5 an den Staat. Sehr leistungsfördernd!
Noch schlimmer für alle ab EUR 25.000,- Jahresbrutto, das heißt für alle jene die mehr als EUR 1.785,- / Monat brutto verdienen!
Wer eine Leistungsgesellschaft will, der muß für Vermögenssteuern sein
Österreich ist bekannt für eine geringe soziale Mobilität und aus meiner Sicht ist die enorme Besteuerung von Arbeit einer der Hauptfaktoren dafür. Es lohnt sich einfach nicht zu arbeiten und Leistung zu erbringen, weil "eh nix überbleibt".
Stattdessen scheffeln die Rudolf Fries´, Veit Sorgers und Michael Gröllers dieses Landes obszöne Summen über mehr als fragwürdige Praktiken und Konstruktionen um die Erlöse steuerschonend in dafür geschaffenen Vehikeln zu parken.
Vermögen zu besitzen ist keine Leistung und Vermögen muß stärker besteuert werden, nicht Arbeit!
Das ist leider die kapitale Falle in die die SPÖ seit Jahren läuft. Eine Partei die offen und ehrlich für eine deutliche Vermögensbesteuerung eintritt und gleichzeitig die Steuern auf Arbeit senkt kann sich mit gutem Gewissen als Förderer einer leistungsgerechten Gesellschaft positionieren. In der Zwischenzeit betreibt die ÖVP weiterhin Ihre Klientelpolitik, ist in Ihrem Habitus weiter denn je von einer Leistungsgerechtigkeit entfernt aber hängt sich dennoch das Mäntelchen irgendwie um ohne irgendwas dafür zu tun.
Die Situation derzeit ist:
# Wer viel leistet zahlt viel
Wo wir hin sollten ist:
# Wer viel hat zahlt viel
Ich bin weder Sozialromantiker, noch Linkslinker, kein Kommunist und kein Profiteur des Sozialstaates - mir liegen ernsthafte Rahmenbedingungen für eine faire Leistungsgesellschaft am Herzen die Leistung fördert und soziale Mobilität zulässt und diese beiden Dinge führen nur über Vermögenssteuern.
Wann traut sich endlich wer drüber?
