... ist eine tägliche spannende Herausforderung und bietet permanente Entwicklungschancen. Ich habe (erst) heute mit Begeisterung ein Interview mit Edit Schlaffer in der Presse am Sonntag gelesen. Edit Schlaffer ist auch Gründerin der Organisation Frauen ohne Grenzen, deren Website auch ein Blog, einen YouTube Channel und eine Facebook Page hat. Inhaltlich hat mich v.a. fasziniert:
Halb zogen Sie ihn, halb sank der Mann also?
Die Männer hatten in ihrer Fantasie, nicht in der Realität, mehr zu verlieren als zu gewinnen. Die Männer haben sich wenig versprochen von Gleichberechtigung. Frauen sind natürlich eine neue Konkurrenz, weil sie ein sehr belesenes, lernwilliges und innovationsbereites Geschlecht sind. Frauen sind nicht die besseren Menschen, aber noch mit viel Elan ausgestattet, weil sie ja im Aufbruch sind. Gleichzeitig kamen bei Männern persönliche Ängste auf. Denn Frauen versuchten nicht nur, sich ökonomisch abzusichern. Sie verlangten plötzlich, dass Männer auch Partner in der Alltagsrealität und im Familienleben werden. Die revolutionäre Erkenntnis, dass das Persönliche politisch ist, hat alles durchgerüttelt.
[...] Führt das nicht zu wahnsinnig viel Verunsicherung und Konflikten?
Absolut. Ich glaube aber, dass Konflikte und Verunsicherungen positiv sind. Konflikte sind der treibende Motor für Veränderung. Wenn wir uns den Konflikten stellen und sie nicht verdrängen, können wir nur gewinnen.
Sie schrieben über Frauen, Partnerschaft, Erziehung. Wie kamen Sie aufs Terrorthema?
(Lacht:) Ich habe mich zuerst mit persönlichem Terror auseinandergesetzt. Wie wir Gesellschaft bauen, hat immer eine interpersonelle Komponente. Und deshalb haben wir auch die erste Anti-Terror-Organisation für Frauen geschaffen. Terroristen fallen nicht vom Himmel. Sie werden in Familien gemacht. Und da haben Frauen eine unglaublich wichtige Rolle.
Zurück zum privaten Dialog in der Familie: Was ist für Sie eine ideale Partnerschaft zwischen einem Mann und einer Frau?
Ein langes Gespräch, eine Kette freier Assoziationen, wo man aussprechen kann, was man denkt, ohne sofort auf Widerstand zu stoßen. Der Test ist der Alltag. Es geht in jeder Beziehung – privat oder beruflich – um Arbeitsaufteilung.
[...]Dafür müssten Eltern zunächst aber über sich selbst nachdenken.
Kindererziehung bedeutet auch Auseinandersetzung mit sich selbst. Sonst ist es schwer, Orientierung zu geben. Daher kommt auch die Verunsicherung. Ganz schlecht ist es, Probleme zu tabuisieren. Nur aus Widersprüchen entsteht Neues. Ich liebe Widersprüche. Das ist meine Lebensmaxime.
Tolle Gedanken - viel Zustimmung! Es gibt einen Punkt wo ich Sie gar nicht verstanden habe:
Sie haben in „Die Emotionsfalle“ Frauenempfohlen, Gefühle im Kühlschrank aufzubewahren, wenn sie vorwärts kommen wollen. Wie soll so eine Gefrieraktion funktionieren?
Mit Disziplin. Ich führe ein sehr diszipliniertes Leben. Nicht immer gern. Aber in dem Chaos und der medialen Ausgesetztheit, in der wir leben, ist es wichtig, den eigenen Kurs beizubehalten und sich zu fragen, was man eigentlich möchte. Ich reise ja viel, das erzeugt Unruhe. Und da sind Inseln der Disziplin und kontinuierlicher Tagesorganisation ja im Grunde eine Rettung, um etwas weiterzubringen.
Diese Frage und die Aussage bieten zu wenig Kontext, ich vermute ein Missverständnis durch mangelnden Kontext. Man könnte das so lesen, dass sie meint es wäre von Vorteil sich von seinen Gefühlen abzuschneiden - ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das ernsthaft meint.
Halb zogen Sie ihn, halb sank der Mann also?
Die Männer hatten in ihrer Fantasie, nicht in der Realität, mehr zu verlieren als zu gewinnen. Die Männer haben sich wenig versprochen von Gleichberechtigung. Frauen sind natürlich eine neue Konkurrenz, weil sie ein sehr belesenes, lernwilliges und innovationsbereites Geschlecht sind. Frauen sind nicht die besseren Menschen, aber noch mit viel Elan ausgestattet, weil sie ja im Aufbruch sind. Gleichzeitig kamen bei Männern persönliche Ängste auf. Denn Frauen versuchten nicht nur, sich ökonomisch abzusichern. Sie verlangten plötzlich, dass Männer auch Partner in der Alltagsrealität und im Familienleben werden. Die revolutionäre Erkenntnis, dass das Persönliche politisch ist, hat alles durchgerüttelt.
[...] Führt das nicht zu wahnsinnig viel Verunsicherung und Konflikten?
Absolut. Ich glaube aber, dass Konflikte und Verunsicherungen positiv sind. Konflikte sind der treibende Motor für Veränderung. Wenn wir uns den Konflikten stellen und sie nicht verdrängen, können wir nur gewinnen.
Sie schrieben über Frauen, Partnerschaft, Erziehung. Wie kamen Sie aufs Terrorthema?
(Lacht:) Ich habe mich zuerst mit persönlichem Terror auseinandergesetzt. Wie wir Gesellschaft bauen, hat immer eine interpersonelle Komponente. Und deshalb haben wir auch die erste Anti-Terror-Organisation für Frauen geschaffen. Terroristen fallen nicht vom Himmel. Sie werden in Familien gemacht. Und da haben Frauen eine unglaublich wichtige Rolle.
Zurück zum privaten Dialog in der Familie: Was ist für Sie eine ideale Partnerschaft zwischen einem Mann und einer Frau?
Ein langes Gespräch, eine Kette freier Assoziationen, wo man aussprechen kann, was man denkt, ohne sofort auf Widerstand zu stoßen. Der Test ist der Alltag. Es geht in jeder Beziehung – privat oder beruflich – um Arbeitsaufteilung.
[...]Dafür müssten Eltern zunächst aber über sich selbst nachdenken.
Kindererziehung bedeutet auch Auseinandersetzung mit sich selbst. Sonst ist es schwer, Orientierung zu geben. Daher kommt auch die Verunsicherung. Ganz schlecht ist es, Probleme zu tabuisieren. Nur aus Widersprüchen entsteht Neues. Ich liebe Widersprüche. Das ist meine Lebensmaxime.
Tolle Gedanken - viel Zustimmung! Es gibt einen Punkt wo ich Sie gar nicht verstanden habe:
Sie haben in „Die Emotionsfalle“ Frauenempfohlen, Gefühle im Kühlschrank aufzubewahren, wenn sie vorwärts kommen wollen. Wie soll so eine Gefrieraktion funktionieren?
Mit Disziplin. Ich führe ein sehr diszipliniertes Leben. Nicht immer gern. Aber in dem Chaos und der medialen Ausgesetztheit, in der wir leben, ist es wichtig, den eigenen Kurs beizubehalten und sich zu fragen, was man eigentlich möchte. Ich reise ja viel, das erzeugt Unruhe. Und da sind Inseln der Disziplin und kontinuierlicher Tagesorganisation ja im Grunde eine Rettung, um etwas weiterzubringen.
Diese Frage und die Aussage bieten zu wenig Kontext, ich vermute ein Missverständnis durch mangelnden Kontext. Man könnte das so lesen, dass sie meint es wäre von Vorteil sich von seinen Gefühlen abzuschneiden - ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das ernsthaft meint.
