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Dazu wurde ich von Stefan Mey, einem Journalisten vom Wirtschaftsblatt befragt. Um es kurz zu machen - ja klar! Das heißt nicht, dass alles beim alten bleiben wird ...

Auszüge aus dem Artikel mit dem Titel "Hat Print eine Zukunft?":

[...] Trotzdem ist Haas überzeugt: "Es wird auch weiter Bedarf an Journalisten geben." Denn alleine ist der Konsument im Netz verloren; er braucht eine Tageszeitung als Institution und Organisation mit redaktionellem Ablauf und Feedback.

Ähnlich sieht das Dieter Rappold, Gründer und Geschäftsführer der Agentur Knallgrau: Im Internet gibt es zwei Arten von Content, redaktionellen und conversational Content. Ersterer schafft die Agenda der Kommunikation; aber Zeitungen haben in der Vergangenheit oft den Fehler begangen, Blogs und Foren als "Müll des Proletariats" zu betrachten. Statt die Community in den Keller zu verbannen, solle man besser auf sie zugehen und sie integrieren. Tageszeitungen könnten die virtuellen Communitys nutzen, um Interesse für die Inhalte der Zeitung zu schaffen.

Einig sind sich beide über die Aufteilung der Schwerpunkte: Online muss sich auf die Breaking News konzentrieren, da der Kanal in puncto Schnelligkeit Print überlegen ist. Print hingegen kann in die Tiefe gehen: Meinung, Feuilleton, Reportagen, Hintergründe und - wie Haas sagt - "das große Interview als Kunstform".

Zu diesem Thema darf ich auch am European Newspaper Congress vom 26. - 28. April 2009 in Wien, eine Keynote im Rahmen des European Publishers Forum halten. Ich freue mich schon sehr darauf!

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