Per eMail wurde ich von Aleksandra Schmid zum Thema viral Marketing interviewt und möchte Ihre Fragen und meine Antworten dazu gerne teilen:
Wie steht Knallgrau zum thema viral Marketing? Warum macht virales Marketing Sinn?
Viral Marketing ist ein beliebtes Buzzword mit dem viel Schindluder getrieben wird. Die Idee dahinter ist, dass man eine Botschaft mit einer Methode der Distribution verknüpft, sodass sich diese "von selbst" stark weiterverbreitet. Da liegt auch der Sinn - es benötigt weniger Media Budget, weil die Botschaft durch Mitwirken der aktiven Konsumenten weiterverteilt wird. Diese Methode beinhaltet auch aktives Involvement, ein Hinweis auf die stärkere Auseinandersetzung mit der Botschaft als beim passiven berieselt werden.
Was ist ihr liebstes knallgrau viral Projekt an das sie zurückdenken?Bitte nennen Sie auch 1-2 Erfolgskennzahlen
Das war definitiv die virale Verbreitung des Gina Light visionary Models . Durch eine ausgeklügelte Seeding Strategie war dieses Video für 48 Stunden eines der 3 meistgesehenen Videos weltweit und generierte insgesamt über 3 Millionen Video Views. Diese Video Views lassen sich auch in konkreten Media Value umrechnen - da gibt es viele unterschiedliche Zahlen die im Markt kursieren. Wenn wir zB als Benchmark rund EUR 60,- als TKP hernehmen (eigentlich mehr, weil 3min Video und nicht 15sec pre/post roll), dann ergeben die 3 Millionen Video Views einen Media Value von EUR 180.000,-. Mit anderen progressiveren Umrechnungsmethoden landet man rasch bei EUR 300.000,-. Die Gesamtkosten für BMW im Vergleich dazu lagen in einem mittleren 5stelligen Bereich.
Wie haben Sie den Erfolg des Projektes gemessen?
Zusätzlich zu den reinen Views geht es um Themen wie search traffic, Google Indexierungen, Verlinkungen, Kommentare sowie einen messbaren nachhaltigen Anstieg des monatlichen Publikums auf der Corporate TV Plattform von BMW
Twitter, Facebook, Youtube & Co: Wie sehen Sie die web 2.0 tools? Was bringen sie? Was können sie nicht? Wie nutzen sie sie?
Diese Tools sind der Kern vom Web 2.0 im Sinne eines bidirektionalen Mediums. Sie sind der Schlüssel für ein mediales Zeitalter das nicht von Massenmedien, sondern von massenhaften Nischenmedien dominiert werden wird. Diese Plattformen sind per se Instrumente die richtig und falsch eingesetzt werden können. Diese Plattformen ermöglichen Unternehmen überdies sehr günstiges und zeitnahes R&D bzw. Focusgruppen, man muß nur lernen zuzuhören. Was diese Medien nicht können ist die gute alte Zeit zurückzubringen in der wir einen hilflosen Konsumenten mit lahmen Werbemessages zumüllen konnten, weil er einfach keine andere Wahl hatte als ORF1 oder ORF2. Wir versuchen selbst als Organisation diese Tools aktiv zu nützen: mit unserem Corporate Blog, einem Bewegtbild Channel von Knallgrau, der Aggregation all unserer kommunikativen Aktivitäten auf einer Facebook Page, unsere Fotos findet man auf Flickr und unsere Videos werden auch via YouTube distribuiert und über all das wird selbverständlich auch getwittert - wir beraten und betreuen also nicht nur unsere Kunden in diesem Bereich, sondern wir leben diese Themen selbst aktiv vor.
Bitte ein kurzes Statement zum Lindt Hasen von Kju - denken Sie das war zuviel des Guten? (zuviele Medien von youtube bis twitter über ebay und myspace?)
Ich muß ehrlich gestehen, dass in meinem "Relevance Set" der Lindhase oder die Kampagne von kju nicht wirklich präsent war, d.h. nicht existiert hat. Das soll keine Aussage über die Qualität, Reichweite oder Bedeutung der Kampagne treffen. Wir orientieren uns in unserer Arbeit aber an internationalen Benchmarks wie zB in unseren Projekten für den globalen BMW YouTube Channel, oder die Betreuung des BMW Sauber Formel 1 Teams.
Denken Sie das der Kunden durch partizipatives Marketing zu mächtig und mitbestimmend wird?
Ich denke der Kunde von heute und morgen ist mächtig, das ist nichts was sich eine Marke aussuchen kann. Unternehmen haben durch die Auseinandersetzung mit den bekannten Tools des Web 2.0 die Chance zu erkennen und zu lernen wie man den "Prosumer", den aktiven Kunden, ernst nimmt und in die Markenführung bewusst integriert - daran führt nämlich über kurz oder lang kein Weg vorbei.
Wie steht Knallgrau zum thema viral Marketing? Warum macht virales Marketing Sinn?
Viral Marketing ist ein beliebtes Buzzword mit dem viel Schindluder getrieben wird. Die Idee dahinter ist, dass man eine Botschaft mit einer Methode der Distribution verknüpft, sodass sich diese "von selbst" stark weiterverbreitet. Da liegt auch der Sinn - es benötigt weniger Media Budget, weil die Botschaft durch Mitwirken der aktiven Konsumenten weiterverteilt wird. Diese Methode beinhaltet auch aktives Involvement, ein Hinweis auf die stärkere Auseinandersetzung mit der Botschaft als beim passiven berieselt werden.
Was ist ihr liebstes knallgrau viral Projekt an das sie zurückdenken?Bitte nennen Sie auch 1-2 Erfolgskennzahlen
Das war definitiv die virale Verbreitung des Gina Light visionary Models . Durch eine ausgeklügelte Seeding Strategie war dieses Video für 48 Stunden eines der 3 meistgesehenen Videos weltweit und generierte insgesamt über 3 Millionen Video Views. Diese Video Views lassen sich auch in konkreten Media Value umrechnen - da gibt es viele unterschiedliche Zahlen die im Markt kursieren. Wenn wir zB als Benchmark rund EUR 60,- als TKP hernehmen (eigentlich mehr, weil 3min Video und nicht 15sec pre/post roll), dann ergeben die 3 Millionen Video Views einen Media Value von EUR 180.000,-. Mit anderen progressiveren Umrechnungsmethoden landet man rasch bei EUR 300.000,-. Die Gesamtkosten für BMW im Vergleich dazu lagen in einem mittleren 5stelligen Bereich.
Wie haben Sie den Erfolg des Projektes gemessen?
Zusätzlich zu den reinen Views geht es um Themen wie search traffic, Google Indexierungen, Verlinkungen, Kommentare sowie einen messbaren nachhaltigen Anstieg des monatlichen Publikums auf der Corporate TV Plattform von BMW
Twitter, Facebook, Youtube & Co: Wie sehen Sie die web 2.0 tools? Was bringen sie? Was können sie nicht? Wie nutzen sie sie?
Diese Tools sind der Kern vom Web 2.0 im Sinne eines bidirektionalen Mediums. Sie sind der Schlüssel für ein mediales Zeitalter das nicht von Massenmedien, sondern von massenhaften Nischenmedien dominiert werden wird. Diese Plattformen sind per se Instrumente die richtig und falsch eingesetzt werden können. Diese Plattformen ermöglichen Unternehmen überdies sehr günstiges und zeitnahes R&D bzw. Focusgruppen, man muß nur lernen zuzuhören. Was diese Medien nicht können ist die gute alte Zeit zurückzubringen in der wir einen hilflosen Konsumenten mit lahmen Werbemessages zumüllen konnten, weil er einfach keine andere Wahl hatte als ORF1 oder ORF2. Wir versuchen selbst als Organisation diese Tools aktiv zu nützen: mit unserem Corporate Blog, einem Bewegtbild Channel von Knallgrau, der Aggregation all unserer kommunikativen Aktivitäten auf einer Facebook Page, unsere Fotos findet man auf Flickr und unsere Videos werden auch via YouTube distribuiert und über all das wird selbverständlich auch getwittert - wir beraten und betreuen also nicht nur unsere Kunden in diesem Bereich, sondern wir leben diese Themen selbst aktiv vor.
Bitte ein kurzes Statement zum Lindt Hasen von Kju - denken Sie das war zuviel des Guten? (zuviele Medien von youtube bis twitter über ebay und myspace?)
Ich muß ehrlich gestehen, dass in meinem "Relevance Set" der Lindhase oder die Kampagne von kju nicht wirklich präsent war, d.h. nicht existiert hat. Das soll keine Aussage über die Qualität, Reichweite oder Bedeutung der Kampagne treffen. Wir orientieren uns in unserer Arbeit aber an internationalen Benchmarks wie zB in unseren Projekten für den globalen BMW YouTube Channel, oder die Betreuung des BMW Sauber Formel 1 Teams.
Denken Sie das der Kunden durch partizipatives Marketing zu mächtig und mitbestimmend wird?
Ich denke der Kunde von heute und morgen ist mächtig, das ist nichts was sich eine Marke aussuchen kann. Unternehmen haben durch die Auseinandersetzung mit den bekannten Tools des Web 2.0 die Chance zu erkennen und zu lernen wie man den "Prosumer", den aktiven Kunden, ernst nimmt und in die Markenführung bewusst integriert - daran führt nämlich über kurz oder lang kein Weg vorbei.
