About
books
business
cooking
daily
fun
movies
new blogs
Spruch
Trips
Vortragstätigkeiten
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
header1

 

Einmal in einem Interview mit Peter Turi ist die Metapher vom Medienkuchen gefallen - der von den drei Tortenstücken (Print / TV / Radio) zu einem veritablen Bröselhaufen wird ...

broeselhaufen-kuchen

Und die Metapher scheint sich zu bewähren. Ich hatte gestern telefonisch ein Interview mit Helmut Spreitzer vom Medienmanager - es ging dabei um meinen Vortrag den ich im Rahmen der Generalversammlung des VÖZ gehalten habe.

Medienmanager-Interview

Einige der Aussagen möchte ich erläutern (weil sie stark verkürzt wenig aussagen) bzw. richtigstellen:

Es gibt jetzt für die werbetreibende Wirtschaft nicht mehr nur die drei großen Stücke vom Kuchen - TV, Radio und Print -, sondern einen veritablen Bröselhaufen. Wer dort weiterhin mit der Kuchengabel rumstochert, wird irgendwann verhungern.

Erläuterung: Verhungern werden vor allem die Medienunternehmen, wenn Sie einem Markt, der einen radikalen Strukturwandel durchläuft mit den selben Prozessen, Geschäfts- und Organisationsmodellen begegnen wie in der Vergangenheit!

Stichwort Budgetverteilung zwischen "Kreation" und Media - "Das würde dann heißen: 70 Prozent des Budgets in Kreation, 30 Prozent in Media."

Erläuterung Media heißt in dem Fall dann oftmals "Distribution" was auch seeding bedeuten kann.

Das Marktvolumen aus Kleinanzeigen betrug im Jahre 2000 bei amerikanischen Tageszeitungen noch 20 Milliarden US-Dollar. 2008 nur mehr die Hälfte. In der Zwischenzeit haben Dienste wie craigslist.com lediglich 100 Millionen Euro Umsatz gemacht. Wo ist also der Rest? Vermutlich eingespart durch Produktivitätsgewinne in Interaktion mit den Usern.
Richtigstellung: Dieses komplexe Thema wurde nicht korrekt wiedergegeben. Craigslist hat angeblich im Jahr 2008 rund USD 100 Mio Umsatz gemacht. Das heißt Craigslist macht 2008 nur 1% vom verschwundenen Marktvolumen - dazukommen tausende andere Online Classified Portale. Aber die These ist, dass der größte Teil des Nachfrage-Marktes aufgrund von Produktivitätsgewinnen (via Searchtechnologie) auf klassische Classified Lösungen (ob On/Offline) nicht mehr angewiesen ist.

Medienmanager: Haben also Printverlage auch ein kulturelles Problem?

Dieter Rappold: Ja, ich glaube schon. Insoferne, als sie mit dem neuen Umgang mit Content nicht zurecht kommen. Diese absurde Copyright-Diskussion kriminalisiert eine ganze Generation. Das wäre ja so, als ob sich die Mineralölindustrie darüber beschweren wollte, dass die Autoindustrie immer mehr Autos baut, die weniger Sprit verbrauchen. Die Geschäftsmodelle gehören radikal umgestellt.

Richtigstellung: So da kam auch einiges durcheinander. Die Copyright Thematik ist in der Tat ein großes kulturelles Problem der Medienbranche und da halte ich es mit Lawrence Lessig, der sagt um unsere antiquierten Überlegungen und Geschäftsmodelle rund um Copyright künstlich am Leben zu erhalten, zahlen wir den Preis eine ganze Generation junger Menschen zu kriminalisieren.

Das mit der Automobilindustrie und den Spritfressern, gehört thematisch rauf zu den Classifieds ;-)

Name

Url

Meine Eingaben merken?

Titel:

Text:


JCaptcha - du musst dieses Bild lesen können, um das Formular abschicken zu können
Neues Bild