so titelt derStandard.at/etat im Rahmen der großen inhaltlichen Web2.0/SocialMedia Offensive. In diesem Fall wurden Niko Alm von Super Fi und ich interviewt wie wir die Auswirkungen von Web 2.0 und Social Media auf Marketing und Werbung sehen. Genannt wird unter anderem auch unser YouTube Channel für BMW Kurz daraus zitiert:
"Das Internet ist ein sozialer Raum - soziale Räume dienen den Menschen um ihrem Bedürfnis nach Beziehung, Nähe und Austausch gerecht zu werden", sagt Rappold. Plattformen wie Twitter, Facebook & Co hätten diese Bedürfnisse nicht nur erkannt, sondern würden sie auch adäquat adressieren. Zusätzlich würden sich "Kulturtechniken wie das 'linken und verlinkt werden' als Ausdruck des sozialen Austauschs" bilden. Ein Unternehmen sollte, so Rappold, vor allem darauf achten, diese sozialen Räume zu verstehen

Im Sinne der Vollständigkeit, die Fragen (per eMail) und meine Antworten von damals:
1. Inwieweit nutzen Firmen Web.2 Ihrer Erfahrung nach, um damit Kunden zu erreichen?
Derzeit wird Web 2.0 und der verwandte Begriff "Social Media" leider eher als Buzzword genützt um "auch was in dem Bereich zu machen". Es gibt aktuell v.a. im europäischen bzw. deutschsprachigen Raum noch zu wenige Beispiele, wo Unternehmen strategisch begründet und nachhaltig angelegt versuchen Ihre Zielgruppen unter zuhilfenahme der Paradigmen, Instrumente und Technologien des Web 2.0 besser zu erreichen, informieren oder zu servicieren.
2. Welches Potenzial sehen Sie in Web 2.0?
Web 2.0 ist nicht das 2. Internet, sondern jener Teil des Internets der extrem erfolgreich funktioniert - hier finden die massiven Anstiege hinsichtlich Reichweiten, Zugriffe, etc. statt (YouTube, Facebook, Twitter, & Co). Wir können also feststellen, dass es sich um ein Umfeld handelt wo sich hunderte Millionen Menschen aufhalten und immer mehr Zeit verbingen (Zeit, die von anderen Medien abgezogen wird). Aus diesen faktischen Gründen ist das Potenzial von Web 2.0 für Unternehmen sehr groß. Eine Einschätzung von Forrester erwartet bis 2014 rund +20% aller Werbespendings im Interaktiven (=Web) Bereich und in diesem Zeitraum ist der Bereich Web 2.0 + Social Media mit +34% pro Jahr der wachstumsstärkste!
3. Ist der Einsatz dieser Werbeformen überhaupt ein Thema in Österreich nur etwa nur ein Hype?
Ich glaube nicht, dass Österreich weltweit eine Sonderrolle einnimmt und sich hier Menschen dazu entscheiden, das große Angebot im Internet nicht anzunehmen. Insofern gibt es eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit für Unternehmen, die sich in Zukunft entwickelnden Dialogmöglichkeiten im Web 2.0 zu evaluieren und anzuwenden. Ich möchte "Werbeformate" bewußt vermeiden, denn es geht eben um Dialog und Gespräche - das ist auch die große Schwierigkeit und Herausforderung für Unternehmen. Unternehmen sprechen nicht, sondern haben Erfahrung im Broadcasting, im "senden" - die Fähigkeit als Organisation ganzheitlich kommunizieren zu können, muß erst erarbeitet werden. Das sind große Aufgaben die nur durch ein umfassendes Change Management bewältigt werden können.
Ein Hype sind jene aktionistischen Anwendungen von Blogs, Twitter, Facebook & Co die nur darauf abzielen, die selbe uninteressante Botschaft in einem anderen Kanal rauszuposaunen. Das wird aber auch mangels Erfolg wieder verschwinden.
4. Gibt es positive/negative Beispiele, auf die Sie verweisen können (ev. mit Bildern, Links zu Vidoes…)
Ein aktueller Artikel im St. Gallen Marketing Review analysiert sehr exakt unsere Erfolge im Rahmen des internationalen digitalen Launch des BMW X1 Concept Cars.
5. Worauf sollte man beim Einsatz von Web 2.0 als Unternehmer achten?
Das Internet ist ein sozialer Raum - soziale Räume dienen den Menschen um Ihrem Bedürfnis nach Beziehung, Nähe und Austausch gerecht zu werden. Plattformen wie Twitter, Facebook & Co haben diese Bedürfnisse nicht nur erkannt, sondern adressieren sie auch adäquat. Daneben bilden sich Kulturtechniken wie das "linken und verlinkt" werden als Ausdruck des sozialen Austauschs. Deshalb sollte ein Unternehmen beim Einsatz dieser Instrumente v.a. darauf achten, diese sozialen Räume zu verstehen - dort bewegen sich schon Menschen und haben jeweils eine Sprache entwickelt. Man muß diese Sprache lernen und sich in dieses soziale Umfeld integrieren - sonst wird man zum ungeliebten Zuwanderer. Hier geht es also nicht primär um technische Faktoren sondern um inhaltliche, soziale. Da setzen wir bei der Organisation, bei den handelnden Personen an, die gilt es auszubilden, zu coachen, zu befähigen diese Instrumente erfolgreich einzusetzen.
6. Ist der Erfolg solcher Werbemittel überhaupt messbar? Wenn ja, wie?
Die Messbarkeit ist eine große Herausforderung - bisher hat man immer versucht "Industriestandards" zu etablieren. Derzeit entwickelt sich der Markt dermaßen dynamisch, dass alte Währungen (TKP, PI, etc.) nicht mehr valide anwendbar sind und neue Währungen noch nicht etabliert bzw. anerkannt sind. Das ist auch ein Henne-Ei Problem. Eine Währung zu etablieren lohnt sich erst bei großen Volumen, aber erst bei großen Volumen denkt man darüber nach dafür eine Währung zu etablieren. Unsere Kunden gehen nun mit uns den Weg individuelle interne Währungen im Sinne von Wchselkursen zu entwickeln. So können wir zB feststellen, dass ein Seher eines TV Spots von BMW im Vergleich zu einem Seher eines Clips auf youTube.com/bmw im Kostenverhältnis 10:1 steht - das obwohl Interaktionstiefe und Nähe zum Kunden auf dem Kanal YouTube deutlich höher sind.
"Das Internet ist ein sozialer Raum - soziale Räume dienen den Menschen um ihrem Bedürfnis nach Beziehung, Nähe und Austausch gerecht zu werden", sagt Rappold. Plattformen wie Twitter, Facebook & Co hätten diese Bedürfnisse nicht nur erkannt, sondern würden sie auch adäquat adressieren. Zusätzlich würden sich "Kulturtechniken wie das 'linken und verlinkt werden' als Ausdruck des sozialen Austauschs" bilden. Ein Unternehmen sollte, so Rappold, vor allem darauf achten, diese sozialen Räume zu verstehen

Im Sinne der Vollständigkeit, die Fragen (per eMail) und meine Antworten von damals:
1. Inwieweit nutzen Firmen Web.2 Ihrer Erfahrung nach, um damit Kunden zu erreichen?
Derzeit wird Web 2.0 und der verwandte Begriff "Social Media" leider eher als Buzzword genützt um "auch was in dem Bereich zu machen". Es gibt aktuell v.a. im europäischen bzw. deutschsprachigen Raum noch zu wenige Beispiele, wo Unternehmen strategisch begründet und nachhaltig angelegt versuchen Ihre Zielgruppen unter zuhilfenahme der Paradigmen, Instrumente und Technologien des Web 2.0 besser zu erreichen, informieren oder zu servicieren.
2. Welches Potenzial sehen Sie in Web 2.0?
Web 2.0 ist nicht das 2. Internet, sondern jener Teil des Internets der extrem erfolgreich funktioniert - hier finden die massiven Anstiege hinsichtlich Reichweiten, Zugriffe, etc. statt (YouTube, Facebook, Twitter, & Co). Wir können also feststellen, dass es sich um ein Umfeld handelt wo sich hunderte Millionen Menschen aufhalten und immer mehr Zeit verbingen (Zeit, die von anderen Medien abgezogen wird). Aus diesen faktischen Gründen ist das Potenzial von Web 2.0 für Unternehmen sehr groß. Eine Einschätzung von Forrester erwartet bis 2014 rund +20% aller Werbespendings im Interaktiven (=Web) Bereich und in diesem Zeitraum ist der Bereich Web 2.0 + Social Media mit +34% pro Jahr der wachstumsstärkste!
3. Ist der Einsatz dieser Werbeformen überhaupt ein Thema in Österreich nur etwa nur ein Hype?
Ich glaube nicht, dass Österreich weltweit eine Sonderrolle einnimmt und sich hier Menschen dazu entscheiden, das große Angebot im Internet nicht anzunehmen. Insofern gibt es eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit für Unternehmen, die sich in Zukunft entwickelnden Dialogmöglichkeiten im Web 2.0 zu evaluieren und anzuwenden. Ich möchte "Werbeformate" bewußt vermeiden, denn es geht eben um Dialog und Gespräche - das ist auch die große Schwierigkeit und Herausforderung für Unternehmen. Unternehmen sprechen nicht, sondern haben Erfahrung im Broadcasting, im "senden" - die Fähigkeit als Organisation ganzheitlich kommunizieren zu können, muß erst erarbeitet werden. Das sind große Aufgaben die nur durch ein umfassendes Change Management bewältigt werden können.
Ein Hype sind jene aktionistischen Anwendungen von Blogs, Twitter, Facebook & Co die nur darauf abzielen, die selbe uninteressante Botschaft in einem anderen Kanal rauszuposaunen. Das wird aber auch mangels Erfolg wieder verschwinden.
4. Gibt es positive/negative Beispiele, auf die Sie verweisen können (ev. mit Bildern, Links zu Vidoes…)
Ein aktueller Artikel im St. Gallen Marketing Review analysiert sehr exakt unsere Erfolge im Rahmen des internationalen digitalen Launch des BMW X1 Concept Cars.
5. Worauf sollte man beim Einsatz von Web 2.0 als Unternehmer achten?
Das Internet ist ein sozialer Raum - soziale Räume dienen den Menschen um Ihrem Bedürfnis nach Beziehung, Nähe und Austausch gerecht zu werden. Plattformen wie Twitter, Facebook & Co haben diese Bedürfnisse nicht nur erkannt, sondern adressieren sie auch adäquat. Daneben bilden sich Kulturtechniken wie das "linken und verlinkt" werden als Ausdruck des sozialen Austauschs. Deshalb sollte ein Unternehmen beim Einsatz dieser Instrumente v.a. darauf achten, diese sozialen Räume zu verstehen - dort bewegen sich schon Menschen und haben jeweils eine Sprache entwickelt. Man muß diese Sprache lernen und sich in dieses soziale Umfeld integrieren - sonst wird man zum ungeliebten Zuwanderer. Hier geht es also nicht primär um technische Faktoren sondern um inhaltliche, soziale. Da setzen wir bei der Organisation, bei den handelnden Personen an, die gilt es auszubilden, zu coachen, zu befähigen diese Instrumente erfolgreich einzusetzen.
6. Ist der Erfolg solcher Werbemittel überhaupt messbar? Wenn ja, wie?
Die Messbarkeit ist eine große Herausforderung - bisher hat man immer versucht "Industriestandards" zu etablieren. Derzeit entwickelt sich der Markt dermaßen dynamisch, dass alte Währungen (TKP, PI, etc.) nicht mehr valide anwendbar sind und neue Währungen noch nicht etabliert bzw. anerkannt sind. Das ist auch ein Henne-Ei Problem. Eine Währung zu etablieren lohnt sich erst bei großen Volumen, aber erst bei großen Volumen denkt man darüber nach dafür eine Währung zu etablieren. Unsere Kunden gehen nun mit uns den Weg individuelle interne Währungen im Sinne von Wchselkursen zu entwickeln. So können wir zB feststellen, dass ein Seher eines TV Spots von BMW im Vergleich zu einem Seher eines Clips auf youTube.com/bmw im Kostenverhältnis 10:1 steht - das obwohl Interaktionstiefe und Nähe zum Kunden auf dem Kanal YouTube deutlich höher sind.
