Am 9. und 10. Dezember fand in Paris zum sechsten Mal die „LeWeb“, Europas wichtigste Konferenz rund um Innovationen im Internet statt. Über 2.300 TeilnehmerInnen aus über 46 Ländern fanden diesmal den Weg nach Paris. Das Thema des heurigen Jahres war Real Time Web und einer der Protagonisten dieses Themas eröffnete die Konferenz.
Jack Dorsey, einer der Mitgründer von Twitter als die Repräsentation des Real Time Web, stellte dabei schon sein nächstes Startup vor – es heißt Square und ist eine Innovation im Bereich von Zahlungslösungen. Mit Square kann in Zukunft jeder Mensch Kreditkartenzahlungen empfangen. Dazu braucht es ein daumengroßes Device („Swiper“), dass über den Audio-In Eingang eines iPhones, Mac oder iPod Touch funktioniert.

(Quelle: https://squareup.com/)
Kunde und Empfänger bekommen eine Rechnung via SMS und eMail. Der Swiper wird gratis verschenkt um rasch eine maximale Penetration zu erreichen. Schon vor offiziellem Launch der Firma, geplant Anfang 2010, wird das Unternehmen mit USD 40 Millionen bewertet.
Beeindruckend war der Vortrag von Ethan Beard zum Facebook Developer Network mit vielen Zahlen rund um den Erfolg der Plattform. Facebook Connect hat sich innerhalb kurzer Zeit zu der dominanten Schnittstelle für Partizipation entwickelt. So setzt die Huffington Post Facebook Connect ein, damit User Artikel via Facebook Account kommentieren können. Das erspart heterogene User Accounts und ermöglicht dem Medium den viralen Zugang ins Facebook Netzwerk.
Innerhalb eines Jahres stieg der Traffic der über Facebook zur Huffington Post kam um 500%, gleichzeitig stieg die Anzahl der Kommentare um 50% und der Traffic insgesamt legte auch um 50% zu. Der französische TV Sender TF1 hat ähnliches gemacht und das WM Qualifikationsspiel Frankreich vs. Irland im Internet live gestreamt und dazu einen real-time Chat über Facebook Connect ermöglicht – Das Ergebnis waren 2,6 Millionen Zuseher am Stream und 20.000 Kommentare binnen 90 Minuten.
Ein Highlight der Konferenz war Tony Hsieh von Zappos, er erläuterte in seiner Keynote (Vortrag + Slides) die Idee von „Customer Service is the new Marketing“. Zappos wurde aufgrund seines Erfolges von Amazon um knapp USD 1,2 Mrd. gekauft. Das Geheimnis dieses Erfolges ist laut Hsieh „Corporate Culture“ die in diesem Fall nicht nur ein „Mission Statement“ sondern gelebter Alltag ist. So muß beispielsweise jeder Mitarbeiter egal ob Rezeptionist oder Management für fünf Wochen im Customer Care Center arbeiten. Es gibt ein eigenes Zappos Corporate Culture Buch, das man kostenfrei anfordern kann. Ich habe noch während des Vortrags in Paris ein eMail an Zappos geschrieben, nach 4 Stunden ein individuelles Antwort eMail erhalten und nach 5 Tagen ein Exemplar aus Las Vegas frei Haus geschickt bekommen. Hier scheint Kundenservice mehr als ein Versprechen zu sein.
Alfred Lin COO von Zappos wurde im eCommerce Panel befragt ob er, wie andere eCommerce Websites auch, in Bezug auf Traffic von Google abhängig sei – er verneinte, denn beeindruckende 75% des Traffics auf Zappos.com sind Wieder-Käufer.
Der Stargast des heurigen Jahres war Königin Rania von Jordanien die von Ihren Erfahrungen im Umgang mit sozialen Medien erzählte - „It can be hard to connect with people when you are a Queen". Durch Ihren YouTube Channel, Ihren Twitter Account (+ 1.100.000 Follower) und andere Instrumente steht Sie in einem sehr engen Kontakt mit Ihrer Community und nützt diese Nähe für Ihre Charity Projekte wie etwa http://www.join1goal.org/ mit dem Ziel den 75 Millionen ärmsten Kindern der Welt Bildung ermöglichen. Sie schloß Ihre Rede mit den Worten "The real time web is a real human experience that can bring real world change".
Den Abschluß bildete Gary Vaynerchuck, russischer Emigrant der in den USA einen Online Weinhandel binnen weniger Jahre nur durch Social Media Marketing zu einer Umsatzgröße von 70 Millionen USD pro Jahr entwickelte. Seine Videoepisoden unter http://tv.winelibrary.com/ sind Kult, auf Twitter folgen ihm über 800.000 User und er ist der geborene Entertainer. Er versteht es Dinge unterhaltsam auf den Punkt zu bringen wie etwa: "The consumer internet is 15 years old - it didn't even had sex yet and its already dominating!" Warum so viele Unternehmen sich noch davor scheuen die neuen Möglichkeiten aktiv auszuprobieren und einzusetzen ist aus seiner Beobachtung nicht ein budgetäres sondern vor allem ein kulturelles Problem.
Die diesjährige LeWeb zeigte viele Innovationen, tolle Case Studies und vor allem viel Offenheit. Interessierten sind vor allem die Videos von den Vorträgen wärmstens ans Herz gelegt - bis es im kommenden Jahr im Dezember wieder heißt „LeWeb 2010“ in Ihrer dann siebenten Auflage.
Dieser Artikel erscheint ohne embedded Videos und Verlinkungen auch in der gedruckten Variante des Horizont in seiner nächsten Ausgabe als Gastkommentar.
Jack Dorsey, einer der Mitgründer von Twitter als die Repräsentation des Real Time Web, stellte dabei schon sein nächstes Startup vor – es heißt Square und ist eine Innovation im Bereich von Zahlungslösungen. Mit Square kann in Zukunft jeder Mensch Kreditkartenzahlungen empfangen. Dazu braucht es ein daumengroßes Device („Swiper“), dass über den Audio-In Eingang eines iPhones, Mac oder iPod Touch funktioniert.

(Quelle: https://squareup.com/)
Kunde und Empfänger bekommen eine Rechnung via SMS und eMail. Der Swiper wird gratis verschenkt um rasch eine maximale Penetration zu erreichen. Schon vor offiziellem Launch der Firma, geplant Anfang 2010, wird das Unternehmen mit USD 40 Millionen bewertet.
Beeindruckend war der Vortrag von Ethan Beard zum Facebook Developer Network mit vielen Zahlen rund um den Erfolg der Plattform. Facebook Connect hat sich innerhalb kurzer Zeit zu der dominanten Schnittstelle für Partizipation entwickelt. So setzt die Huffington Post Facebook Connect ein, damit User Artikel via Facebook Account kommentieren können. Das erspart heterogene User Accounts und ermöglicht dem Medium den viralen Zugang ins Facebook Netzwerk.
Innerhalb eines Jahres stieg der Traffic der über Facebook zur Huffington Post kam um 500%, gleichzeitig stieg die Anzahl der Kommentare um 50% und der Traffic insgesamt legte auch um 50% zu. Der französische TV Sender TF1 hat ähnliches gemacht und das WM Qualifikationsspiel Frankreich vs. Irland im Internet live gestreamt und dazu einen real-time Chat über Facebook Connect ermöglicht – Das Ergebnis waren 2,6 Millionen Zuseher am Stream und 20.000 Kommentare binnen 90 Minuten.
Ein Highlight der Konferenz war Tony Hsieh von Zappos, er erläuterte in seiner Keynote (Vortrag + Slides) die Idee von „Customer Service is the new Marketing“. Zappos wurde aufgrund seines Erfolges von Amazon um knapp USD 1,2 Mrd. gekauft. Das Geheimnis dieses Erfolges ist laut Hsieh „Corporate Culture“ die in diesem Fall nicht nur ein „Mission Statement“ sondern gelebter Alltag ist. So muß beispielsweise jeder Mitarbeiter egal ob Rezeptionist oder Management für fünf Wochen im Customer Care Center arbeiten. Es gibt ein eigenes Zappos Corporate Culture Buch, das man kostenfrei anfordern kann. Ich habe noch während des Vortrags in Paris ein eMail an Zappos geschrieben, nach 4 Stunden ein individuelles Antwort eMail erhalten und nach 5 Tagen ein Exemplar aus Las Vegas frei Haus geschickt bekommen. Hier scheint Kundenservice mehr als ein Versprechen zu sein.
Delivering Happiness Le Web - 12-10-09
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Alfred Lin COO von Zappos wurde im eCommerce Panel befragt ob er, wie andere eCommerce Websites auch, in Bezug auf Traffic von Google abhängig sei – er verneinte, denn beeindruckende 75% des Traffics auf Zappos.com sind Wieder-Käufer.
Der Stargast des heurigen Jahres war Königin Rania von Jordanien die von Ihren Erfahrungen im Umgang mit sozialen Medien erzählte - „It can be hard to connect with people when you are a Queen". Durch Ihren YouTube Channel, Ihren Twitter Account (+ 1.100.000 Follower) und andere Instrumente steht Sie in einem sehr engen Kontakt mit Ihrer Community und nützt diese Nähe für Ihre Charity Projekte wie etwa http://www.join1goal.org/ mit dem Ziel den 75 Millionen ärmsten Kindern der Welt Bildung ermöglichen. Sie schloß Ihre Rede mit den Worten "The real time web is a real human experience that can bring real world change".
Den Abschluß bildete Gary Vaynerchuck, russischer Emigrant der in den USA einen Online Weinhandel binnen weniger Jahre nur durch Social Media Marketing zu einer Umsatzgröße von 70 Millionen USD pro Jahr entwickelte. Seine Videoepisoden unter http://tv.winelibrary.com/ sind Kult, auf Twitter folgen ihm über 800.000 User und er ist der geborene Entertainer. Er versteht es Dinge unterhaltsam auf den Punkt zu bringen wie etwa: "The consumer internet is 15 years old - it didn't even had sex yet and its already dominating!" Warum so viele Unternehmen sich noch davor scheuen die neuen Möglichkeiten aktiv auszuprobieren und einzusetzen ist aus seiner Beobachtung nicht ein budgetäres sondern vor allem ein kulturelles Problem.
Die diesjährige LeWeb zeigte viele Innovationen, tolle Case Studies und vor allem viel Offenheit. Interessierten sind vor allem die Videos von den Vorträgen wärmstens ans Herz gelegt - bis es im kommenden Jahr im Dezember wieder heißt „LeWeb 2010“ in Ihrer dann siebenten Auflage.
Dieser Artikel erscheint ohne embedded Videos und Verlinkungen auch in der gedruckten Variante des Horizont in seiner nächsten Ausgabe als Gastkommentar.
Ötztal (Gast) meinte am 3. Jan, 14:06:
Über
den audioeingang - ist denen nichts besseres eingefallen
