Am SO Abend war ich eigentlich positiv überrascht, wie konstruktiv und einigermaßen vernünftig die Debatte im Zentrum verlaufen ist (auch wenn ich über die ersten 30-40min nicht hinauskam).
Neben den Pensionistenvertretern Karl Blecha und Andreas Kohl waren IV Generalsekretär Markus Beyrer, die Grüne Marie Ringler, der Pensionsexperte Wolfgang Mazal und Wolfgang Moitzi als Vertreter der SJ.
Wider der Eigenständigkeit
Wütend macht mich dabei ein Herr Moitzi, wo man sich ernsthaft fragen muß mit welcher Berechtigung dieser Mensch in der Gesprächsrunde sitzt. Allen Ernstes fordert er den Trend zur privaten Pensionsvorsorge zu unterbinden und "das Vertrauen der jungen Menschen in unser staatliches Pensionssystem zu stärken". Kein vernünftig denkender Mensch meiner Generation rechnet ernsthaft damit auch nur annähernd über eine staatliche Pension das zurückzubekommen was man in den kommenden 30 bis 40 Jahren einzahlt. Um zu dieser Annahme zu kommen muß man kein großer Finanzmathematiker vor dem Herrn sein. Was also nützt mir Vertrauen in etwas, das nur deshalb nicht angepasst, repariert und überholt wird weil Politiker Angst davor haben viele Wählerstimmen von betroffenen Pensionistinnen zu verlieren.
Ich persönlich finde die Situation auch gar nicht sonderlich unfair. Wir blicken heute auf eine der am längsten andauernden Friedensperioden der Geschichte Mitteleuropas zurück (65 Jahre) in der enormer Wohlstand aufgebaut wurde (Sachwerte und Kapital). Das selbe Glück hatte die Generation der heutigen PensionistInnen nicht. Es scheint daher nur Recht und billig es unserer Generation zuzumuten, zusätzlich für sich selbst vorzusorgen. Man sollte das nur offen und ehrlich sagen und die Menschen nicht mit Lügen abspeisen.
Mangelnde Flexiblilität am Arbeitsmarkt
Christoph Chorherr spricht konkret über das Problem der steigenden Vorruhestände bzw. dem sinkenden Pensionsantrittsalter und ich kann Ihm nur Recht geben. Aus sozialer und auch menschlicher Sicht ist das in hohem Maße problematisch und eine Zerstörung des Kitt unserer Gesellschaft - gemeinsam arbeitende Menschen unterschiedlicher Generationen sind die Grundlage für wechselseitigen Respekt und Wertschätzung.
Doch warum funktioniert das nicht? Aus meiner Sicht, weil unser Arbeitsmarkt nach wie vor vielfach Arbeitskraft falsch einschätzt und einstuft. Unser System der Kollektivverträge treibt Gehälter (auch) dort künstlich in die Höhe wo es wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen ist. Zusätzlich gibt es eine geringe Mobilität im Arbeitsmarkt, kaum Flexibilität - den Ausweg daraus sieht man unter anderem beim ORF. Hier stimme ich Christoph Chorherr nicht zu - gerade beim ORF handelt es sich vielfach um "weiße Elefanten" die unglaubliche Privilegien genießen die Hohn und Spott für die prekären Arbeitsverhältnisse der nachkommenden ORFler sind (O-Ton eines jungen ORF-lers der mir selbiges hinterlegt mit den konkreten Zahlen berichtete).
Die selbstauferlegte Starre ist die Hürde und sie gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Neben den Pensionistenvertretern Karl Blecha und Andreas Kohl waren IV Generalsekretär Markus Beyrer, die Grüne Marie Ringler, der Pensionsexperte Wolfgang Mazal und Wolfgang Moitzi als Vertreter der SJ.
Wider der Eigenständigkeit
Wütend macht mich dabei ein Herr Moitzi, wo man sich ernsthaft fragen muß mit welcher Berechtigung dieser Mensch in der Gesprächsrunde sitzt. Allen Ernstes fordert er den Trend zur privaten Pensionsvorsorge zu unterbinden und "das Vertrauen der jungen Menschen in unser staatliches Pensionssystem zu stärken". Kein vernünftig denkender Mensch meiner Generation rechnet ernsthaft damit auch nur annähernd über eine staatliche Pension das zurückzubekommen was man in den kommenden 30 bis 40 Jahren einzahlt. Um zu dieser Annahme zu kommen muß man kein großer Finanzmathematiker vor dem Herrn sein. Was also nützt mir Vertrauen in etwas, das nur deshalb nicht angepasst, repariert und überholt wird weil Politiker Angst davor haben viele Wählerstimmen von betroffenen Pensionistinnen zu verlieren.
Ich persönlich finde die Situation auch gar nicht sonderlich unfair. Wir blicken heute auf eine der am längsten andauernden Friedensperioden der Geschichte Mitteleuropas zurück (65 Jahre) in der enormer Wohlstand aufgebaut wurde (Sachwerte und Kapital). Das selbe Glück hatte die Generation der heutigen PensionistInnen nicht. Es scheint daher nur Recht und billig es unserer Generation zuzumuten, zusätzlich für sich selbst vorzusorgen. Man sollte das nur offen und ehrlich sagen und die Menschen nicht mit Lügen abspeisen.
Mangelnde Flexiblilität am Arbeitsmarkt
Christoph Chorherr spricht konkret über das Problem der steigenden Vorruhestände bzw. dem sinkenden Pensionsantrittsalter und ich kann Ihm nur Recht geben. Aus sozialer und auch menschlicher Sicht ist das in hohem Maße problematisch und eine Zerstörung des Kitt unserer Gesellschaft - gemeinsam arbeitende Menschen unterschiedlicher Generationen sind die Grundlage für wechselseitigen Respekt und Wertschätzung.
Doch warum funktioniert das nicht? Aus meiner Sicht, weil unser Arbeitsmarkt nach wie vor vielfach Arbeitskraft falsch einschätzt und einstuft. Unser System der Kollektivverträge treibt Gehälter (auch) dort künstlich in die Höhe wo es wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen ist. Zusätzlich gibt es eine geringe Mobilität im Arbeitsmarkt, kaum Flexibilität - den Ausweg daraus sieht man unter anderem beim ORF. Hier stimme ich Christoph Chorherr nicht zu - gerade beim ORF handelt es sich vielfach um "weiße Elefanten" die unglaubliche Privilegien genießen die Hohn und Spott für die prekären Arbeitsverhältnisse der nachkommenden ORFler sind (O-Ton eines jungen ORF-lers der mir selbiges hinterlegt mit den konkreten Zahlen berichtete).
Die selbstauferlegte Starre ist die Hürde und sie gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
georg (Gast) meinte am 20. Okt, 10:48:
Förderung der privaten Vorsorge
Habe die Debatte nicht gesehen, kann aber deinen Haltungen im wesentlichen folgen.Das mit dem Vertrauen in das staatliche Pensionsmodell ist so eine Sache. Ich erwarte mir von einem Umlagesystem, dass es einerseits den Grundsockel des zukünftigen Pensionssystems finanziert, und zwar über eine Grundsicherung und über einen einkommensabhängigen Anteil. Ich gehe auch davon aus, dass "unsere" Generation privat vorsorgen muss, wenn sie vielleicht "ein bissl mehr" haben will bzw. Lebensstandard halten will. Was ich aber nicht brauche, ist eine staatliche Förderung der privaten Vorsorge, die meistens in Pensionsfonds angelegt wird. Das ist nicht Aufgabe des Staates. Insofern seh ich die Aussage von Moitzi differenziert.
Ach ja, und ich gehe auch davon aus und hoffe, dass - sofern es Gesundheit und Lebensverlauf zulassen - wir auch noch mit 65 arbeiten. Idealerweise nicht, weil wir "müssen", sondern wir Lust drauf haben.
Medienpirat (Gast) meinte am 20. Okt, 10:52:
Alles gut & schön
Die entscheidende Frage ist aber wie sichere ich mir meine Pensionsvorsorge?Ich glaube, dass das sicherste trotzdem die staatliche Pension sein wird. In private Finanzprodukte zu investieren würde ich jedem abraten.
Mann wird zwar nicht mehr üppig ausgestattet sein, aber 1000 Euro Einheitspension werden für ein genügsames, beschauliches Leben reichen.
Und für Leute die etwas mehr verdienen, sollte das Ausbezahlen der eigenen Wohnung ein weiter gangbarer Weg sein, den wenn der große Brocken der Miete wegfällt, wird Mann sehr gut mit seiner staatlichen Pension leben können.
Des weiteren empfehle ich jedem am allermeisten in seine Bildung zu investieren und am besten verschiedene Berufe & Fähigkeiten zu besitzen, um sich jederzeit relativ flexibel & bequem anpassen zu können, denn wir gehen einer unsicher Zukunft entgegen. (Stichwort: Klimawandel, Finanzmarkt, Sozialsystem) .
