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Trips
Dienstag, 2. Juni 2009
Wie war die Woche?
Die Woche war bereichernd, erweiternd und sehr intensiv.

Was habe ich gefunden?
Einen Ort zum Atmen und zum Sitzen.

Was nehme ich mit?
Eine Art Hunger auf etwas von dem ich bisher wenig gekostet habe.

zendogarten

Aber alles der Reihe nach. Ich bekam ja zu Weihnachten einen Zen Kurs im Franziskanerkloster in Dietfurt geschenkt und vergangene Woche war ich dort.

kloster-dietfurt

Wir waren zu zweit in einem Doppelzimmer. Der Tagesablauf ist sehr rigide mit Wecken um 06:30 und ist bis 20:30 durchstrukturiert. Im Aufbaukurs wird 6-7 mal für 20 Minuten gesessen. Das Sitzen oder Zazen ist Kern des Kurses. Das Franziskanerkloster in Dietfurt ist auch deshalb bekannt, weil sein Zendo noch vom "Brückenbauer" Pater Lassalle initiiert und erbaut wurde. Wir haben dort die Praxis des Shikantaza geübt. Die gesamte Woche war von striktem Schweigen begleitet.

zendo

Die ersten Tage sind von Schmerzen geprägt - auch wenn ich es nur vermochte im Viertellotussitz zu sitzen. Wir sind es nicht gewohnt 20 Minuten lang still so zu sitzen und es schmerzen Knöchel, Knie, Hüften, Lendenwirbel, Rücken, Schultergürtel und Nacken ;-)

zendo-gang

Zweimal am Tag gibt es Doppeleinheiten und dazwischen gibt es einen rituellen Gang im Zendo im Kreis. Nach 20 Minuten sitzen ist der erste Schritt barfuß auf dem Naturfaserboden, der schönste Schritt den man sich vorstellen kann. Man berührt den Boden mit jedem Quadratmillimeter seiner Fußsohle und genießt das Gefühl. Derart gestärkt setzt man sich wieder für 20 Minuten.

gang-zendo

Vor allem am dritten und vierten Tag kam ich in eine Art "High" wo ich mich extrem auf das Sitzen gefreut habe und tiefe Glücksgefühle im Sitzen empfand. Dies aber nach tagelanger Frustration des gescheiterten "Nichtdenkens". Dazu habe ich einen schönen Spruch mitgenommen:

Lerne dich liebend zu akzeptieren als Jemanden der sitzt und auf dem permanent ein Schwarm Fliegen sitzt
Wesentlich war in dieser Woche die extreme Reduktion. Eigentlich gab es im Prinzip nur Essen, Trinken, Schlafen, Sitzen und Atmen - unterbrochen von Leibarbeit und sakralem Tanz (beides großartig!). Diese Reduktion, die Abkehr von der Zerstreuung, war ein fantastisches Erlebnis und ein damit verbundenes Gefühl, das ich sonst am ehesten in der freien Natur finde.

blumenwiese

Das Schweigen über die gesamte Woche ist mir erstaunlich leicht gefallen. Vielleicht lag das auch am paradiesischen Garten in den das Kloster eingebettet war. Ich fühle mich nach einer Woche besser erholt und relaxed denn je und habe eine unschätzbare Erfahrung für mich gemacht die ich nicht missen möchte. Die Kursleiter waren alle drei sehr unterschiedlich, haben sich in Ihrer Unterschiedlichkeit wunderbar ergänzt und waren einfach toll.

klosterweiher-dietfurt

Und der Anfang ist getan - wir haben uns gleich im Kloster Sitzkissen gekauft und heute Abend gab es schon zu Hause die erste 15min Einheit Zazen. Ich bin gespannt ob und wie ich es schaffe, die Elemente des Zen die ich schätze dauerhaft in meinen Alltag zu integrieren.


Donnerstag, 21. Mai 2009
Im Sommer (Juli) werde ich 2 Wochen Urlaub in der Provence machen. Nachdem es wahrscheinlich viele Spots gibt, die touristisch vollkommen überlaufen sein werden (dort will ich nicht hin!) suche ich die "Geheimtipps". Je uriger desto lieber. Dabei suche ich folgendes:

* Wasser (zum schwimmen, muß nicht Meer sein)
* Natur (für Sport aller Art)
* Gutes Essen (Restaurants, etc)
* Ausgangspunkt (ein Ort wo ich 2 Wochen lang bin und von dort aus per Mietwagen "Ausflüge" machen kann)

provence

Wer hat Erfahrungen oder tolle Hinweise? Und was sind die "must-see" Dinge? Danke!

Sonntag, 22. März 2009
Gestern spät nachts bin ich von einer Woche Mallorca nach Hause gekommen. Um es kurz zu machen - in dieser Jahreszeit ist Mallorca ein Traum und wunderschön, auch wenn man auf individuelles Reisen und persönliche Entdeckungsreisen steht.

CalOfre

Von Palma aus in den Westen und in die Berge

Gelandet in Palma nahmen wir gleich unseren Mietwagen entgegen und verließen die Stadt auf schnellstem Wege - Stadtbesichtigung war am Schluß angesagt. Den ersten Zwischenstop gab es in Port d'Andratx wo wir die ersten Tapas und cerveza con limon bzw. cafe con leche tranken. Vor allem viele reiche Deutsche haben dort Ihre Villen. Noch am selben Tag fuhren wir weiter in Richtung Valdemossa, dem meistbesuchten spanischen Dorf - dort fanden wir kein Quartier, sondern übernachteten in Deia, einer bekannten Künstlerkolonie. Valdemossa ist u.a. so bekannt weil Frederic Chopin dort einst einen Winter mit seiner Geliebten George Sand verbrachte - die hat darüber ein Buch geschrieben. Sowohl Valdemossa als auch Deia sind wunderhübsche spanische Bergdörfer. Im März findet man im Normalfall auch sehr leicht ein Zimmer zu serh günstigen Konditionen (ab EUR 40,- pro DZ).

PortdeSoller

Orangen, Orangen, Orangen in Soller

Am nächsten Tag ging es weiter nach Sóller und Port de Sóller. Das Herz der mallorquinischen Orangen- und Zitronenplantagen. Sóller ist eine größere mallorquinische Stadt geprägt vom Wohlstand der orangen Vergangenheit. Es gibt auch einen alten Zug der Sóller mit Palma verbindet, als auch eine alte Straßenbahn die Sóller mit dem Hafen verbindet. Gleich neben Sóller liegt Fornatlux, das mehrmals zum schönsten Dorf Spaniens gewählt wurde. Von Sóller aus, kann man tolle Bergtouren in die Serra de Tramuntana machen - mountainbiken ist eher erfahreneren Fahrern empfohlen.

Mallorca15

Der Südosten, geprägt von Buchten und Fincas

Von dort ging es weiter in den Südosten der Insel, nachdem der Weg an der Küste nach Pollenca leider gesperrt war. Dort landeten wir in Cala Figuera einem kleinen Ort an der Küste nach Santanyi. Dort waren wir in dem sehr netten Hotel Villa Sirena untergebracht (sehr nett, EUR 45,- fürs DZ / Nacht).

CalaMondrago

Rund um Cala Figuera finden sich traumhafte Buchten, an erster Stelle die Cala Mondrago im gleichnamigen Naturpark. Von Cala Figuera aus kann man großartige Radtouren unternehmen. Bis nach Felanitx und rauf aufs Santuari San Salvador (gute 400 Höhenmeter) und wieder zurück sind es gute 60 Kilometer - danach schmeckt der Fisch am Abend besonders gut.

Mallorca19

Essen, trinken und schönes Wetter

Mallorquinisches Essen ist weniger von Fisch geprägt als erwartet, was wohl an den wenig fischreichen Gewässern rund um Mallorca liegt. Somit gibt es andere herrliche Dinge wie zum Frühstück ensaimadas - die eignen gut zum Eintauchen in den Kaffee. Am Vormittag könnte man Dinge wie Sobrasada, die typisch mallorquinische Paprikawurst, auf einem pan blanco kosten. Unbedingt dabei sein muß ein Picknick in der Natur - sei es in einer Bucht, am Berg oder auf einer blühenden Wiese. Dazu gehören Jamon Serrano, Queso de Mahon, Oliven, frischer Paprika und Tomaten, Brot und fertig ... Während des Tages immer mal wieder eine der herrlich reifen und saftigen Orangen.

Am Abend gibts in Küstennähe frischen Fisch oder gute Eintopfgerichte, Wild und ähnliches. Alles in allem ist die Küche sehr reichhaltig und fettig - nach einer Woche Genuß bereut man da so einiges ;-)

Das Wetter war eine gesamte Woche lang hervorragend mit guten 20 Grad und Sonne, Sonne und nochmals Sonne. Perfektes Wetter für Sport, wandern oder radfahren. Mallorca ist eine wunderschöne Insel mit verträumten und einsamen Flecken die man wenn man zur richtigen Zeit reist nur für sich allein hat.

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Alle Fotos vom Urlaub auf Mallorca gibt es hier.

Freitag, 20. Februar 2009
Mein faszinierendstes Weihnachtsgeschenk in diesem Jahr war eine Woche Einführungskurs in Zen im Franziskanerkloster von Dietfurt.

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Die Schenkende war sehr unsicher ob Sie mir mit dem Geschenk eine Freude macht - zu Unrecht. Ich bin sehr begeistert und freudig gespannt. Besonders eine Woche zu schweigen wird eine große Herausforderung für mich werden. Die Idee von Zen fand ich vor allem seit meinem Japan Urlaub 2006 sehr interessant. Das Leben in der Gegenwart und das Handeln im Moment als Antithese zu dem sich Verlieren in Vergangenheit oder Zukunft sind entscheidende Schlüssel zur individuellen Freiheit.

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In wenigen Monaten ist es soweit und bis dahin versuche ich schon mal zu Hause ein wenig zu üben. Passend dazu ein Interview von Valleyzen mit Tim O'Reilly auf knallgrau.tv

Sonntag, 15. Februar 2009
Hohentauern und das Triebental sind ziemlich versteckt und nicht besonders groß aber ein umso feineres Gebiet für Skitouren. Dieses Wochenende haben wir zwei großartige Skitourentage genossen! Mit Gundula Tackner hatten wir eine großartige Berg- und Skiführerin die mit uns auch ein tolles Seminar zu Lawinenkunde, Reduktionsmethode und Stop or Go gemacht hat.

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Am ersten Tag hatten wir bis zu hüfthohen Tiefschnee - ich bin 35 Grad Hänge gerade runter gefahren und konnte keinen Schwung machen, sonst wäre ich stehen geblieben. Es war aber unglaublich lustig und wir hatten einige geniale Stürze in die weiße Watte. Am Schluß gabs die beste Fleischstrudelsuppe ever!

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Tag 2 war fantastisch mit etwas gesetzterem Schnee, und aufklarendem Wetter. An dem Tag schafften wir auch 850 Höhenmeter und unvergessliche Tiefschneeabfahrten. Begleitet haben uns unter anderem von einem Rhodesian Ridgeback und einem Australian Sheperd. Beide tapfer und vergnügt bis auf über 2.000 Meter!

hier zum gesamten Fotoalbum.

Montag, 19. Januar 2009
Zwischen Weihnachten und Neujahr verbrachte ich ein traumhaftes Wochenende beim Lurgbauer in der Nähe von Mariazell. Die Mariazeller Ggegend ist etwas mühsam zu erreichen (von Wien aus 2 Stunden über Westautobahn und St. Pölten; über den Süden und Mürzzuschlag gehts auch nicht schneller) - vielleicht ist es deshalb dort so ruhig. Landschaftlich ist es für mich eine der schönsten Regionen Österreichs.

Lurgbauer-Aussicht-Zimmer

Der Lurgbauer züchtet auf seinem Hof Angus Rinder voll Bio und in Freilandhaltung. Ich hab dort mit das beste Rindfleisch meines Lebens gegessen. Der Bauer erzählt von seinen Tieren wirklich begeistert und wirkt wie jemand der sehr glücklich ist mit seiner Tätigkeit.

Vor allem "das Gekochte" vom Rind steckt jeden Tafelspitz vom Plachutta in die Tasche - das Fleisch zergeht am Gaumen, ist geschmackvoll herzhaft und marmoriert wie ein Kobe Rind.

Der Lurgbauer ist auch mit 1 Haube ausgezeichnet - er ist nicht billig aber sein Geld wert. Die steirischen Romantikzimmer können aus einem netten Abendessen ein wunderbares Wochenende machen. Aus meiner Sicht ein Fall für die Landpartie der ÖW - aber die waren natürlich auch schon dort ...

Lurgbauer-Angus-Rinder

Mittwoch, 5. November 2008
Ja, so wird die Südsteiermark von Kennern oft genannt. Aufgrund des milden Klimas, der wunderschönen hügeligen Landschaft und wegen der kulinarischen Köstlichkeiten - nicht zuletzt natürlich auch wegen dem herrlichen Wein.

Kürzlich hab ich wieder ein Wochenende dort genossen! Hier meine Tipps und Empfehlungen:

Ich bin ein Fan der Südoststeiermark, also ein bissl weg von der touristisch schon überfrachteten klassischen Südsteirischen Weinstraße rund um Gamlitz. Das Ziel hierbei ist die Gegend rund um Riegersburg, Feldbach, Bad Gleichenberg bis runter nach Bad Radkersburg:

Google-Map-Suedsteiermark

Untergebracht waren wir beim Bauernhof Flucher Plaschg in Straden. Der Ort liegt malerisch auf einem Felsen - oben im Ort findet sich die Delikatessengreislerei DeMerin (die Birnencreme ist der Hammer!). Die Leute vom Bauernhof Flucher Plaschg sind unglaublich lieb - ein 3 Generationenhaushalt. Die glücklichen Hendln laufen herum und die weichen Eier sind geschmacklich die besten der Welt. Am Bauernhof gibts auch Kernöl (das schwarze Gold / im Schnitt EUR 13,50 pro Liter ab Hof), Käferbohnen, Fruchtsäfte, Kürbis und diverse Marmeladen zu kaufen. Als geborener Wiener mit steirischen Wurzeln wurde ich ausdrücklich dafür gelobt das "ma goa ned head dass sie aus wean kumman" ;-)

Fotos-Suedoststeiermark

Da es am Samstag schlechtes Wetter gab waren wir in der neu eröffneten Therme Bad Gleichenberg - wunderschön, perfekte Saunalandschaft, sehr zu empfehlen!

Bei unserer Tour statteten wir dem Milchhof Wurzinger in Fehring einen Besuch ab - den Weg hat mir die Oma am Telefon angesagt. Die Wurzingers sind Preisträger zahlreicher Auszeichnungen für Ihren tollen Käse - Käseverkostung war angesagt. Mit Kernöl und einem Achterl Morillon und der Bauer erzählt aus seinem Leben:

65 Kühe bewirtschaftet er mit seiner Frau gemeinsam, seit 26 Jahren sind sie verheiratet und glücklich. Aufgestanden wird jeden Tag um halb 4 Uhr früh und gearbeitet wird bis 22:00, Urlaub gibts 3 Tage im Jahr und krank sein gilt nicht. Aber den neuen Verkostungsraum hat er hergerichtet - 300 Jahre alt ist das Gewölbe und er hat eine Riesenfreude damit. Er lebt mit der Natur und seinem Lebensraum im Einklang und Ihm fehlt nix.

Mich hat das bewegt und den Käse den wir gekauft haben, den hab ich andächtig gegessen. Davor haben wir beim Gölles vorbei geschaut dem berühmten Schnapsbrenner und Essigerzeuger. Die Führung kostet EUR 7,- und ist inkl. Verkostungen Ihr Geld wert. Danach will man keinen Supermarktessig mehr essen ...

Fotos-Suedoststeiermark-2

Dem kulinarischen Genießer sei unter anderem der Krispel in Neusetz wärmstens empfohlen. Kürzlich hab ich im Trend von ihm gelesen - wegen seinen sündhaft guten Mangalitza Schwein Produkte! Der war übrigens auch schon beim Martin Schobert im ÖW Blog ein heißer Tipp ...

Als Belohnung für eine lange Wanderung gabs dann eine Fahrt mit der Bad Gleichenberger Landesbahn, ein Erlebnis für alle Möchtegernzugsführer.

Alles in allem ein traumhaftes Wochenende, trotz nicht perfektem Wetter in diesem Jahr!

Montag, 6. Oktober 2008
Es ist nun genau 2 Wochen her, dass ich von meinem Urlaub zurückkam. Die Bräune ist weg, die Erholung aus ;-) Und für alle die es nicht glauben - ich war wirklich surfen. Bis ich mich mit 9fach Weltmeister Kelly Slater matchen kann dauerts noch 3 Leben aber mal sehen. Ich hoffe ich habe bald auch ein paar Videoschnitte beisammen ;-)

Dieter-Rappold-Surf-Pictures

Dieter-Rappold-Surf-Pictures-2-

Montag, 29. September 2008
Ein sehr unterschätztes wunderschönes Wandergebiet in der Gutensteiner Landschaft mit herrlichem Blick auf den Schneeberg ist die Dürre Wand. Dort am Samstag wieder mal durch den dunklen Tann gestapft und zwei schöne Impressionen (Sony Ericsson 750i Handykamera) mitgenommen. Besonders der Schimmel war ein Poser ohne Ende - wollte einen auf "das letzte Einhorn" machen.

dunkler-Tann

dasletzteEinhorn

Freitag, 29. August 2008
für die kommenden 3 Wochen OFFLINE.